Weltvegantag 1. November

Neben dem Welttierschutztag am 4. Oktober wohl der wichtigste Tag für alle Veganer und die, die es noch werden wollen, sowie für alle Interessierten – der Weltvegantag („World Vegan Day“). Er soll daran erinnern und auch ermahnen, dass wir uns nicht einfach maßlos an Tieren vergehen und uns nicht jederzeit eines Tieres bedienen dürfen.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist im Jahre 2017 im Vergleich zum Vorjahr (8,28 Mio.) zwar die Fleischmenge um 2,0 % auf insgesamt 8,11 Mio. Tonnen gesunken, mit 745 Mio. ist die Zahl der geschlachteten Tiere allerdings noch immer sehr hoch.

Weltvegantag gegen das Tierleid

Anlass zur Einführung des Weltvegantages gab der 50. Jahrestag der britischen Organisation „The Vegan Society“, die den Veganismus quasi „salonfähig“ machte und auch den Begriff „Veganer“ einführte. So fand der Weltvegantag erstmalig am 1. November 1994 statt und ist seitdem ein jährlicher internationaler Aktionstag, der immer am 1. November stattfindet.

Zwar ist dem Statistischen Bundesamt » (kein Werbelink, Artikel zuletzt abgerufen am 24.10.2018) zufolge im Jahre 2017 im Vergleich zum Vorjahr (8,28 Mio.) die Fleischmenge um 2,0 % (-167.000 Tonnen) auf insgesamt 8,11 Mio. Tonnen gesunken, mit 745 Mio. (-8,1 Mio. Tiere gegenüber dem Vorjahr) ist die Zahl der geschlachteten Tiere allerdings noch immer sehr hoch. Hier setzt der Weltvegantag an; er soll daran erinnern und auch ermahnen, dass wir uns nicht einfach maßlos an Tieren vergehen und uns nicht jederzeit eines Tieres bedienen dürfen.

Schlachtzahlen 2017

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt » (kein Werbelink, Artikel zuletzt abgerufen am 24.10.2018) hat die aktuellen Schlachtzahlen 2017 für die einzelnen Tierarten wie folgt ausgewertet:

  • Masthühner 600 Mio.
  • Schweine 57,9 Mio.
  • Puten 35,1 Mio.
  • Suppenhühner (einst Legehennen) 31,3 Mio.
  • Enten 16,3 Mio.
  • Rinder 3,5 Mio.
  • Schafe, Lämmer, Ziege, Pferde 2 Mio.
  • Gänse 575.000

Zahlen für Fische, Kaninchen und Wirbellose werden in den offiziellen Statistiken nicht erfasst.

Pro-Kopf-Verbrauch Fleisch und Fisch

Laut einer Berechnung des BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Land­wirtschaft) » (Kapitel D. Ernährungswirtschaft, Absatz I Nahrungsmittelverbrauch, Datei SJT-4010500-0000, Verbrauch von Nahrungsmitteln je Kopf; kein Werbelink, Artikel zuletzt abgerufen am 24.10.2018) betrug im Jahre 2016 in Deutschland der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch und Fleischerzeugnissen (Schlachtgewicht) sowie an Fischen und Fischerzeugnissen (Fanggewicht) 101,9 kg! Die einzelne Verteilung setzt sich hierbei wie folgt zusammen:

  • Rind- und Kalbfleisch 14,0 kg
  • Schweinefleisch 50,1 kg
  • Schaf- und Ziegenfleisch 0,9 kg
  • Innereien 0,5 kg
  • Geflügelfleisch 20,9 kg
  • Wild und Kaninchen 1,3 kg
  • Fische und Fischerzeugnisse (Fanggewicht) 14,1 kg

Pro-Kopf-Verbrauch Milch und Milcherzeugnisse

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Milch und Milcherzeugnissen im Jahre 2017 lag bundesweit bei 120,9 kg und hat im Vergleich zum Vorjahr (2016) von 115,0 kg um 5,9 kg zugenommen! Die einzelne Verteilung setzte sich hierbei wie folgt zusammen (vorläufige Berechnung):

  • Frischmilcherzeugnisse 89,9 kg
    • daraus Sauermilch- und Milchmischgetränke 30,0 kg
    • daraus Sahneerzeugnisse 5,8 kg
  • Kondensmilcherzeugnisse 1,6 kg
  • Vollmilchpulver 3,7 kg
  • Magermilchpulver 1,4 kg
  • Ziegenmilch 0,2 kg
  • Käse 24,1 kg
    • daraus Frischkäse 7,0 kg

Pro-Kopf-Verbrauch Eier und Butter

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Ei und Eierzeugnissen (Schalengewicht) im Jahre 2016 lag bundesweit bei 14,5 kg (234 Stück) und hat im Vergleich zum Vorjahr (2015) von 14,4 kg (232 Stück) um 0,1 kg zugenommen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Butter (Produktgewicht) im Jahre 2017 lag bundesweit bei 5,8 kg und hat im Vergleich zum Vorjahr (2016) von 6,0 kg um 0,2 kg abgenommen.

Für eine bessere Welt

Nur weil Tiere zu Frikadellen, Nuggets oder Würstchen und Milch zu Schmelzkäsescheiben, Fruchtjoghurts oder Kakaogetränken verarbeitet wurden, heißt es nicht, dass es diese Tiere nie als Ganzes gegeben hat und dass sie nicht Tag für Tag ihr tristes und leidvolles Dasein fristen, um am Ende als Produkt auf den Tellern vieler zu landen.

Doch solange nicht jeder Einzelne sein eigenes (Konsum-)Verhalten reflektiert, seinen Egoismus und seine Maßlosigkeit überdenkt – wie oft hören Veganer Sätze wie „Wie machst Du das nur? Ich könnte das nicht, denn dann müsste ich ja auf meinen geliebten Meeresfrüchteteller oder meinen Lieblingskäse verzichten!“ –, wird sich auch an der Massentierhaltung und am Massenkonsum nichts ändern.

Jeder einzelne ist gefragt, denn nur so kann das unsägliche Tierleid verringert und uns die Erde, wie wir sie noch kennen, erhalten bleiben! Leiste also Deinen eigenen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz!

Denk nach! Mach mit! Leb vegan!

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