Zahlen und Fakten zum Weihnachtsbaum

Sonnenuntergang im Wald © voll veggie!

Weihnachten ohne Tannenbaum ist für viele wie Ostern ohne Osterei. Aber mal zugegeben – wer denkt bei der Suche nach einem schönen Weihnachtsbaum schon daran, woher dieser eigentlich stammt und welche Kosten und welcher Aufwand tatsächlich dahinterstecken?

Plastikbaum ade! Jedes Jahr werden rund 24 bis 25 Mio. Weihnachtsbäume in deutschen Haushalten aufgestellt; etwa 12 % der Weihnachtsbäume sind künstlich. Doch was passiert eigentlich mit all den abgeholzten Weihnachtsbäumen, auch mit den nicht verkauften und somit übrig gebliebenen Tannenbäumen?

Ein Teil der unverkauften Tannenbäume werden an die Elefanten in deutschen Zoos verfüttert. Die restlichen unverkauften Weihnachtsbäume, die nicht verfüttert werden können, sowie alle über die Sammelstellen entsorgten Bäume werden kompostiert oder für die Energieerzeugung eingesetzt.

Weitere Zahlen und Fakten zu Deutschlands Weihnachtsbäumen:

  • Der Anteil der geschlagenen Bäume beträgt 88 bis 90 %; der Anteil der Bäume im Topf beträgt 10 bis 12 %.
  • Die Bäume werden im Alter von 8 bis 12 Jahren geerntet.
  • Es gibt ca. 2 000 bis 4 000 haupt- oder nebenerwerbsmäßige Produzenten im Anbau von Weihnachtsbäumen.
  • Die Anbaufläche schwankt zwischen 30 000 und 50 000 Hektar.
  • Der Arbeitsaufwand pro Baum beträgt etwa 12 Minuten.
  • Die Nordmanntanne ist mit 75 % die beliebteste Baumart. Es folgen: Blaufichte – 15 %, sonstige Fichten – 7 % und die Edeltanne/Nobilistanne – 3 %. (Zahlen 2017).
  • Rund 90 % der Weihnachtsbäume stammen aus Deutschland.
  • Das Saatgut für die Nordmanntanne wird vor allem aus Georgien importiert.
  • Mit jährlich 4 Mio. Bäumen ist Dänemark das wichtigste Importland für Weihnachtsbäume.
  • Deutschlands Baumexport beträgt etwa 1 Mio. Weihnachtsbäume.
  • 1 Hektar Weihnachtsbaumkultur bindet in 10 Jahren 145 Tonnen Kohlendioxid, 300 Tonnen Staubpartikel und sorgt für 100 Tonnen Sauerstoff.
  • Die Preise für Weihnachtsbäume bleiben stabil. So müssen die Verbraucher für Nordmanntannen 18 und 23 Euro pro laufenden Meter ausgeben; für Blaufichten 10 bis 16 Euro und für Rotfichten 6 bis 10 Euro.

Auch wenn ein Christbaum doch „irgendwie“ dazugehört: In diesem Jahr verzichte ich bewusst auf das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes – sowohl auf einen monokulturell als auch ökologisch angebauten –, um mich bewusst dem Einsatz von Pestiziden und der Entstehung langer Transportwege und damit den Folgen für Tier und Umwelt zu entziehen.

Im letzten Jahr kam für mich ausschließlich die Anschaffung eines Weihnachtsbaumes aus ökologischer Waldwirtschaft bzw. anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen aus der Region – Gut Wulksfelde » (Webseite zuletzt aufgerufen am 24.12.2017) in Tangstedt – infrage.
Die Rot- und Blauchfichten stammen hier vom Hamburger Staatsforst aus seiner ökologischen Revierförsterei Alt Erfrade (dort stehen die Nadelbäume durchmischt mit Laubbäumen, wodurch die Bäume widerstandsfähiger sind und nicht mehr gespritzt werden müssen). Die Nordmanntannen wiederum stammen von einer dänischen Öko-Kontrollstelle kontrollierten und zertifizierten Öko-Plantage in Dänemark. (Stand: 12/2016)

Du denkst auch über eine Anschaffung eines Weihnachtsbaumes aus ökologischer Waldwirtschaft bzw. anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen nach? Dann kannst du dich bei der bundesweit engagierten Umweltorganisation ROBIN WOOD e. V. » (Webseite zuletzt aufgerufen am 24.12.2017) informieren, die sich als „Robin Wood – Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e. V.“ auf die Themen Wald, Tropenwald, Energie und Verkehr spezialisiert hat.

Ab dem nächsten Jahr möchte ich übrigens gänzlich auf abgeholzte Weihnachtsbäume verzichten und einen Baum im Topf mieten. Mehr zum Thema gibt es dann zu gegebener Zeit in meinem Wissensblog :-) .

Quellen:

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesverband e. V. (SDW), Website-Artikel Stand 11.12.2017 (Artikel zuletzt abgerufen am 24.12.2017)
SDW e. V. | Daten zum Weihnachtsbaum »

BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., PDF-Pressemitteilung vom 06.01.2017 (Artikel zuletzt abgerufen am 24.12.2017)
BDE e. V. | Was passiert mit alten Weihnachtsbäumen? »

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