Würziges veganes Gulasch

  • Würziges veganes Gulasch © voll veggie!
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Fein gewürzt mit aromatischem Majoran und Thymian sowie edelsüßem Paprika und abgerundet mit feinem Rotwein ist dieses vegane Gulasch von seinem fleischhaltigen Vorreiter kaum zu unterscheiden und schmeckt wunderbar würzig und pikant.

Bis es aber so lecker wurde, habe ich an diesem veganen Gulaschrezept ganz schön lange „getüftelt“. Denn ich persönlich mag es nicht, wenn Sojafleisch so „wabbelig“ wird. Und das wird es, wenn man es – wie in der Zubereitungsanleitung empfohlen – direkt in Wasser, aber auch in Alufolie oder in Beuteln gehüllt, gart.

Deshalb wird bei diesem Gulaschrezept das Sojafleisch vorher NICHT eingeweicht, sondern direkt in der Marinade eingelegt. Das gibt eine besondere Bissfestigkeit und das Sojafleisch wird nicht wabbelig und bleibt würzig im Geschmack!

Ideal zu Nudeln oder Kartoffeln!

Würziges veganes Gulasch © voll veggie!

Veganes Gulasch

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Fein gewürzt mit aromatischem Majoran und Thymian sowie edelsüßem Paprika und abgerundet mit feinem Rotwein ist dieses vegane Gulasch von seinem fleischhaltigen Vorreiter kaum zu unterscheiden und schmeckt wunderbar würzig und pikant. Ideal zu Nudeln oder Kartoffeln!
Gericht: Saucen
Land & Region: Österreichisch
Level: geübt
Ergibt: 6 x 250 g
Kühlen: 12 Std.
Ruhen/Gehen: keine
Kalorien:378kcal
Vorbereiten30 Min.
Kochen/Backen50 Min.
Gesamt1 Std. 20 Min.
Menge: 6 Portionen

Zutaten

Für die Marinade

  • 250 g Sojafleisch (grobe Schnetzel) - Trockengewicht
  • 7 EL Sojasauce - 1 EL ca. 10 g
  • 4 EL Worcestershire-Sauce - 1 EL ca. 10 g
  • 2 EL Tomatenmark - 1 EL ca. 25 g
  • 3 EL Balsamico - 1 EL ca. 10 g
  • 2 EL Olivenöl - 1 EL ca. 10 g
  • 2 TL (15 g) Senf
  • 1 EL (15 g) Agavendicksaft (dunkel)
  • 1 Msp. Sambal Oelek
  • 2 TL (10 g) Paprikagewürz (edelsüß)
  • ½ TL (2 g) Paprikagewürz (scharf)
  • 1 Msp. Pfeffer, weiß - oder nach Belieben
  • 1 Msp. Salz/Ursalz - oder nach Belieben
  • 400 ml Wasser

Für das Gulasch

  • 175 g Zwiebeln - vorbereitet gewogen; entspricht Zwiebeln von ca. 200 g
  • 2 Stück Knoblauchzehen - ca. 10 g unvorbereitet gewogen
  • 200 g Paprikaschote, rot - vorbereitet gewogen; entspricht einer Paprika von ca. 220 g
  • 3 EL Olivenöl - 1 EL ca. 10 g
  • 3 EL Tomatenmark - 1 EL ca. 25 g
  • 1 TL Paprikagewürz (edelsüß) - 1 TL ca. 5 g
  • ½ TL Paprikagewürz (scharf) - 1 TL ca. 2 g
  • 1 TL Majoran, getrocknet und gerebelt - 1 TL ca. 1 g
  • 1 TL Thymian, getrocknet und gerebelt - 1 TL ca. 1 g
  • 6 EL veganes Saucenpulver, dunkel - 1 EL ca. 10 g; alternativ Mehl oder Speisestärke
  • 500 ml veganer Rotwein, trocken
  • 1200 ml Wasser
  • Salz/Ursalz - nach Belieben
  • Pfeffer, weiß - nach Belieben

Schritte

Für die Marinade

  • Bis auf das trockene Sojafleisch alle Zutaten in einer Schüssel abwiegen bzw. abmessen und mit einem Schneebesen gut durchrühren.
  • Das trockene Sojafleisch nun zu der Marinade in die Schüssel geben und gut unterheben. Zum Ziehen entweder in der Schüssel belassen, abdecken und immer mal wieder durchrühren. Oder aber die Masse in einen Plastikbeutel geben, verschließen und immer mal wieder gut durchkneten.
  • Damit die Marinade besonders gut in das Sojafleisch einziehen kann, am besten einige Stunden oder gar über Nacht einweichen lassen.

Für das Gulasch

  • Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden – die Knoblauchzehe wird aber erst später untergehoben, damit sie nicht verbrennt. Paprikaschote waschen, halbieren, entkernen und in feine Streifen oder Würfel schneiden.
  • Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und darin die zuvor eingelegten Sojawürfel für 5 Min. auf hoher Stufe scharf anbraten, zwischendurch immer mal wieder kräftig umrühren. Keine Sorge: Wenn sich etwas am Topfboden ansetzen sollte, lässt sich das spätestens wieder nach der Flüssigkeitszugabe gut lösen und einrühren.
  • Die Zwiebel- und Paprikastreifen bzw. -würfel hinzugeben und weitere 5 Min. scharf mitbraten, zwischendurch immer mal wieder kräftig umrühren. Dann den Herd auf mittlere Stufe herunterdrehen. Danach das Tomatenmark unterrühren, kurz anschwitzen lassen und die Knoblauchwürfel unterheben.
  • Die Gewürze Paprika edelsüß und scharf, Majoran und Thymian nach und nach unterrühren und danach das Saucenpulver unterheben. Kurz ziehen lassen. Anschließend mit dem Rotwein vorsichtig ablöschen, kräftig umrühren und kurz simmern lassen. Auch hier keine Sorge: Wenn sich etwas am Topfboden ansetzen sollte, lässt sich das spätestens wieder nach der Flüssigkeitszugabe gut lösen und einrühren.
  • Das Gulasch nun ca. 30 Min. zugedeckt bei kleiner Stufe köcheln lassen und das Wasser dabei portionsweise unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (dabei bitte beachten: Das Gulasch dickt noch nach, besonders am nächsten Tag). Dabei immer mal wieder kräftig durchrühren. Mit Salz und Pfeffer und nach Belieben mit den anderen Gewürzen abschmecken und mit Nudeln oder Kartoffeln servieren.

Verwendete Produkte

Dies sind meine persönlichen Empfehlungen für Produkte, die ich selbst sehr gern und regelmäßig verwende. Zudem sind diese Produkte nach Rückfrage bei den Herstellern definitiv vegan (das Sojafleisch ja sowieso):
  • Sojafleisch „veganes soja-fleisch“ von „vegan leben“
  • Süße Sojasauce Ketjab Manis“ von „Chi Wán“ (Feinkost Dittmann)
  • Worcestershire-Sauce von „Sanchon“
  • Tomatenmark von „Mutti“
  • Balsamicoessig „Aceto Balsamico Di Modena I.G.P 5-Trauben“ von „Giuseppe Cremonini“
  • Rapsöl-Olivenöl-Zubereitung „Albaöl® Olive“ von „Taste of Sweden“
  • Delikatesssenf (Demeter-Bioqualität) von „Campo Verde“
  • Dunkler Agavendicksaft von „de Traay“
  • Gewürze ausschließlich von Bio Wagner (Wagner Gewürze)
  • Ursalz von Erntesegen
  • Sambal Oelek von „Lien Ying“
  • Dunkles veganes Saucenpulver von „vegan leben“
  • „Landlust Spätburgunder & Dornfelder" trockener Rotwein, bio und vegan (Weingut Peter Mertes)

Tipps

  1. Nicht alle Worcestershire-Saucen sind vegan und beinhalten Sardellenpaste! Daher unbedingt die Zutatenliste beachten.
  2. Die Landlust-Weine vom Weingut Peter Mertes sind allesamt vegan und bio.
  3. Wer keinen Alkohol für dieses Gulasch verwenden möchte, nimmt einfach etwas Kirschsaft.

Benötigte Küchenhelfer

1 Küchenwaage
1 Messbecher
1 große Rührschüssel
1 Schneebesen
1 Plastibeutel mit Verschluss zum Ruhen für die Marinade (alternativ Folie zum Abdecken)
1 großes Schneidebrett
1 großes Küchenmesser
1 großer Kochtopf mit Deckel (z. B. Ø 24 cm mit ca. 5 Ltr.)
1 Rührlöffel

Nährwerte

Portionsgröße: 250g | Kalorien: 378kcal | Kohlenhydrate: 24.4g | Eiweiß: 25.1g | Gesättigte Fette: 1.6g | Natrium: 1588.7mg | Ballaststoffe: 13.1g | Zucker: 19g
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4 Kommentare
  1. Daniela says:

    Die Tüftelei hat sich gelohnt! Dieses Rezept gehört zu den Big Five meiner persönlichen Sammlung veganer Rezepte. Allerdings: Anstelle des Sojafleisches habe ich Sojagranulat genommen (es ist da, wo ich wohne, leichter zu bekommen) und ich habe auch auf Sambal Oelek und Saucenpilver verzichtet und stattdessen die anderen Gewürze höher dosiert. Der Rest Sauerkraut, den ich noch im Kühlschrank hatte, passte ganz gut dazu. Mit diesem Rezept kann man wahrscheinlich auch die eingefleischesten Vollblut-Karnivoren bekehren. Es ist Gulasch vom Feinsten!!

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Daniela,

      das ist aber ein ganz tolles Lob! Vielen, vielen Dank, wir haben uns riesig gefreut! Wir freuen uns so sehr, dass Dir dieses vegane Gulasch gelungen ist und es zu Deinen Lieblingsrezepten gehört! Und ganz sicher, Fleischesser werden auf den ersten Blick gar nicht bemerken, dass dieses Gulasch vegan ist.

      Wir wünschen Dir weiterhin ganz viel Spaß mit unseren Rezepten.

      Alles Liebe für Dich!

      Dein Team von voll veggie!

      Antworten
  2. Carsten says:

    Ganz toller tipp, das Sojafleisch direkt zu marinieren! Die Konsistenz war klasse, selbst mein fleischliebender Vater war begeistert!
    Vielen Dank! ?

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    • voll veggie! says:

      Lieber Carsten,

      das ist aber ein ganz tolles Lob von Dir! Vielen, vielen Dank! Das Marinieren ist wirklich eine ganz prima Methode, das Sojafleisch weniger „wabbelig“ werden zu lassen. Damit wird es täuschend „echt“! Dein Vater ist der beste Beweis ;-) !

      Liebe Grüße sendet Dir
      voll veggie!

      Antworten

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