Vegane Sauce bolognese

  • Klassische Sauce bolognese vegan © voll veggie!
  • Vegane Sauce bolognese © voll veggie!
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  • Vegane Spaghetti bolognese © voll veggie!
  • Klassische Sauce bolognese vegan © voll veggie!

Eigentlich ist die Sauce bolognese ein Ragout und wird in Italien „Ragù alla bolognese“ genannt. Der Begriff „Ragù“ entstammt dem französischen Wort „Ragoût“ und steht für geschmorte Fleisch-, Fisch- oder Geflügelstückchen in einer würzigen Sauce, mit oder ohne Gemüse, ähnlich dem Gulasch. Ursprung hat die Bolognese in Bologna, daher der Name „Ragù alla bolognese“. Traditionell wird sie mit Tagliatelle (Bandnudeln) anstatt mit Spaghetti serviert.

In Deutschland hingegen ist die „Sauce bolognese“ der Klassiker unter den Nudelsaucen und „Spaghetti bolognese“ wohl das Leibgericht schlechthin. Aber es muss nicht immer Fleisch sein; und dass Sauce bolognese auch ohne Hackfleisch geht, beweist dieses Rezept.

Egal, ob feine oder grobe – ohne Würze würden Sojaschnetzel aus texturiertem Soja fade und langweilig schmecken. Eingelegt in Sojasauce hingegen, bekommen sie eine wunderbare Grundwürze. Mit den typischen Sauce-bolognese-Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern und Gewürzen – abgerundet mit getrockneten Tomaten, feinem Balsamico und kräftigem Rotwein – werden die Schnetzel schließlich noch aromatischer und diese vegane Sauce bolognese erhält eine besonders feinwürzige und raffinierte Note. Nur eben mit feinem Sojafleisch anstelle von Hackfleisch – und ohne Möhren und Sellerie, was nämlich nicht immer jedermanns Sache ist. Verblüffend „echt“ wie das Original!

Sie ist einfach und schnell zubereitet. Vorwiegend mit Pasta wie Spaghetti kombiniert, passt diese vegane Sauce bolognese auch perfekt zu veganer Lasagne bolognese.

Wer keinen Alkohol für diese vegane Sauce bolognese verwenden möchte, nimmt einfach etwas hochwertigen Kirschsaft oder das abgetropfte Wasser der eingeweichten getrockneten Tomaten.

Damit euch dieses Rezept auch garantiert gelingt, findet ihr in diesem Rezept eine Zutatenliste und bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Abhaken sowie ergänzend hierzu weiterführende Infos zu den in diesem Rezept verwendeten Produkten, hilfreiche Tipps, eine Übersicht über die benötigten Küchenhelfer und Angaben zu den Nährwerten.

Vegane Sauce bolognese © voll veggie!

Vegane Bolognese

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Hierzulande ist die „Sauce bolognese“ der Klassiker unter den Nudelsaucen und „Spaghetti bolognese“ wohl das Leibgericht schlechthin. Aber es muss nicht immer Fleisch sein; und dass Sauce bolognese auch ohne Hackfleisch geht, beweist dieses Rezept mit veganen Sojaschnetzeln.
Gericht: Saucen
Land & Region: Italienisch
Level: normal
Ergibt: 6x 250 g
Kühlen: keine
Ruhen/Gehen: keine
Kalorien:234kcal
Vorbereiten20 Min.
Kochen/Backen40 Min.
Gesamt1 Std.
Menge: 6 Portionen

Zutaten

  • 500 ml Wasser - heiß
  • 50 g Tomaten, getrocknet
  • 150 ml Wasser - lauwarm
  • 50 ml Sojasauce
  • 150 g Sojafleisch, feine Schnetzel
  • 140 g Zwiebeln - vorbereitet gewogen; 140 g entspricht Zwiebeln von ca. 160 g
  • 2 Stück Knoblauchzehen - unvorbereitet gewogen; 1 Zehe ca. 5 g
  • 3 EL Olivenöl - 1 EL ca. 10 g
  • 2 EL Tomatenmark - 1 EL ca. 50 g
  • 100 ml veganer Rotwein, trocken - z. B. Dornfelder oder Regent
  • 700 g Tomaten, passiert
  • 3 EL Balsamico - 1 EL ca. 10 g
  • 1 EL Kräutermischung - 1 EL ca. 4 g; siehe auch unter Tipps
  • 1 EL Rohrzucker, braun - 1 EL ca. 10 g
  • Salz/Ursalz - nach Belieben
  • Pfeffer, weiß - nach Belieben

Schritte

  • Wasser im Wasserkocher aufkochen, die getrockneten Tomaten mit dem heißen Wasser übergießen und ca. 10 Min. einweichen lassen.
    Getrocknete Tomaten für vegane Sauce bolognese einweichen © voll veggie!
  • Das lauwarme Wasser mit der Sojasauce in einer großen Rührschüssel verrühren und die Sojaschnetzel hinzugeben. Die Masse umrühren und ca. 10 Min. ziehen lassen.
    Sojaschnetzel für vegane Sauce bolognese einweichen © voll veggie!
  • Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und pressen. Die eingeweichten Tomaten abgießen (wer keinen Alkohol verwenden möchte, fängt das Einweichwasser auf) und in kleine Stücke schneiden.
    Vorbereitetes Gemüse für vegane Sauce bolognese © voll veggie!
  • Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die gewürfelten Zwiebeln, die gepressten Knoblauchzehen sowie die Sojaschnetzel hinzugeben, kräftig umrühren und bei mittlerer Hitze kurz anbraten. Das Tomatenmark zugeben, unterrühren und kurz anschwitzen lassen.
    Schnetzel für vegane Sauce bolognese anbraten und mit Tomatenmark anschwitzen © voll veggie!
  • Mit dem Rotwein (alternativ mit dem Einweichwasser von den getrockneten Tomaten oder mit Kirschsaft) vorsichtig ablöschen und die eingeweichten getrockneten Tomaten unterrühren. Gut umrühren und kurz ziehen lassen.
    Vegane Sauce bolognese mit Rotwein ablöschen und ziehen lassen © voll veggie!
  • Dann die passierten Tomaten unterrühren. Ich fülle die Flasche (oder die „Tetra Pak“-Verpackung) der passierten Tomaten stets mit etwas Wasser auf, schüttele gut und gebe die Flüssigkeit zu der Sauce bolognese. So wird keine Tomatenpassata verschwendet.
    Passierte Tomaten unter vegane Sauce bolognese rühren © voll veggie!
  • Balsamicoessig, Kräutermischung, Zucker, Salz und Pfeffer hinzufügen, umrühren und bei kleiner Hitze zugedeckt ca. 30 Min. köcheln lassen. Dabei immer mal wieder gut umrühren.
    Gewürze unter die vegane Sauce bolognese rühren und einkochen © voll veggie!
  • Abschließend nach Belieben abschmecken, kräftig umrühren und mit Spaghetti servieren. Fertig!
    Klassische Sauce bolognese vegan © voll veggie!

TIPPS & INFOS IM ÜBERBLICK

Verwendete Produkte

  • Getrocknete Tomaten aus ökologischem Landbau von Rapunzel
  • Süße Sojasauce „Ketjap Manis“ von Arche Naturküche
  • Feine Sojaschnetzel von Alnatura
  • Rapsöl-Olivenöl-Zubereitung „Albaöl® Olive“ von Taste of Sweden
  • Tomatenmark von Mutti Parma
  • Veganer trockener Biorotwein „Spätburgunder & Dornfelder" von Landlust (Weingut Peter Mertes)
  • Passierte Tomaten von Mutti Parma
  • Balsamicoessig „Aceto Balsamico Di Modena I.G.P 5-Trauben“ von Giuseppe Cremonini
  • Kräutermischung „Italienische Kräuter gefriergetrocknet“ von Ostmann
  • Brauner Rohrzucker von Sun Sugar
  • Salz „Ur-Salz“ von Erntesegen
  • Weißer Pfeffer von Bio Wagner (Wagner Gewürze)

Tipps

Inhaltsübersicht:
1. Sojasauce ist nicht gleich Sojasauce
2. Pflanzenöl – alles eine Frage der Qualität
3. Tomatenprodukte – qualitätvoll und lecker geht auch ohne Biosiegel
4. Vegane Bioweine
5. Muss es wirklich Alkohol sein?
6. Balsamico – Reinheit steht für Qualität
7. Die perfekte Kräuter- bzw. Gewürzmischung
8. Der ideale Zucker
  1. Sojasauce ist nicht gleich Sojasauce
    Ohne Würze würden Sojaschnetzel – egal ob feine oder grobe – fade und langweilig schmecken. Eingelegt in Sojasauce hingegen, bekommen sie eine wunderbare Grundwürze und können – verfeinert mit Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern und Gewürzen – verblüffend „echt“ wie das Original schmecken.
    Die traditionelle, allgemein bekannte Sojasauce – Shoyu genannt – stammt aus Japan und China und ist eine dunkle, milde Sojasauce mit feinwürzigem Geschmack. Sie besteht aus den Zutaten Soja, Weizen, Wasser, Salz und einem Ferment aus Edelschimmelpilzen wie Aspergillus oryzae und ist somit glutenhaltig. Die gängigste Marke hierzulande ist die natürlich gebraute Sojasauce von Kikkoman. Shoyu-Sojasauce ist sowohl in dunkler (Koikuchi) als auch in heller Farbe (Usukuchi) erhältlich.
    Das glutenfreie Pendant dagegen – die Tamari-Sojasauce – ist eine vollwürzige dunkle Sojasauce mit kräftigem Geschmack und besteht lediglich aus Wasser, Sojabohnen, Salz und einem Ferment aus Edelschimmelpilzen wie Aspergillus oryzae. Somit ist Tamari perfekt für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet.
    Wichtig bei der Wahl der perfekten Sojasauce sind also immer ihre Zutaten und das Herstellungsverfahren, denn Sojasauce besteht nicht per se aus natürlichen Inhaltsstoffen und wird nicht immer traditionell in Holzfässern fermentiert und bis zur vollen Geschmacksreife jahrelang gelagert. Häufig werden neben Zucker auch Zusatzstoffe wie Aromen, Konservierungsstoffe oder Farbstoffe wie Zuckercouleur hinzugefügt und die Reifung schließlich chemisch beschleunigt anstatt traditionell gebraut. Das hat dann nichts mehr mit originaler, traditioneller Sojasauce zu tun.
    Die natürlich fermentierte und traditionell in einer japanischen Manufaktur gefertigte Shoyu-Sojasauce von Arche Naturküche mit Sojabohnen und Weizen aus ökologischem Landbau beispielsweise ist vegan und besteht lediglich aus den Zutaten Wasser, Sojabohnen (19 %), Weizen, Meersalz und dem Schimmelpilz Aspergillus oryzae. Die Tamari-Sojasauce von Arche Naturküche aus ökologischem Landbau ist ebenfalls vegan und besteht aus Sojabohnen (41 %), Wasser, Meersalz, Mikawa Mirin (alkoholhaltige Reis-Würzsauce aus Reis, Wasser und Aspergillus oryzae) sowie Aspergillus oryzae. Beide Sojasaucen von Arche Naturküche sind übrigens auch salzreduziert erhältlich. Highlight von Arche: Cedarwood Tamari und Yaemon Tamari! Beide Sojasaucen reifen traditionell über viele Monate in japanischen Zedernholzfässern zu vollmundigen, würzigen Sojasaucen heran. Durch die lange Fermentation werden die Eiweißbestandteile zerlegt und abgebaut, sodass beide Saucen glutenfrei sind.
    Ketjap Manis (auch Ketjab Manis oder Kecap Manis) hingegen ist eine sehr milde Sojasauce mit einer feinen Süße sowie einer leicht sämigen Konsistenz und stammt ursprünglich aus Indonesien. Die "Ketjap Manis"-Sojasauce von Arche Naturküche aus ökologischem Landbau ist vegan, glutenfrei und besteht aus den Zutaten Wasser, Reissirup, Tamari (22 %; Sojasauce aus Wasser, Sojabohnen (42 %), Salz und Alkohol), Apfelsaftkonzentrat, Melasse, Apfelessig und Anispulver. Hin und wieder verwende auch gern die "Ketjab Manis"-Sojasauce von Chi Wán (Feinkost Dittmann) mit den Zutaten Wasser, Sojabohnen, Weizenmehl, Speisesalz, Zucker sowie den Gewürzen Anis und Kassia.
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  2. Pflanzenöl – alles eine Frage der Qualität
    Ich möchte die „Ölpanscherei“ nicht unterstützen und verwende möglichst hochqualitative und reine Speiseöle; billige Öle aus dem Discounter kommen für mich nicht infrage. Lebensmitteltechnisch ist die Extraktion mit Lösungsmitteln und die Raffination von Speiseölen nämlich durchaus zugelassen – bei über 70 Prozent der in den Discountern und Supermärkten angebotenen Speiseölen ist das tatsächlich der Fall! Für meine herzhaften Gerichte bevorzuge ich daher zwei Pflanzenöl-Variationen, sofern sie sich geschmacklich mit dem Rezept kombinieren lassen:
    Zum einen kombiniere ich hitzestabile Pflanzenöle mit extranativen, meist nur leicht erhitzbaren Olivenölen. Zum Einsatz kommt hier entweder das hitzestabile Bratöl aus High-Oleic-Sonnen­blumen­kernen in Bioqualität der Ölmöhle Sölling mit etwa 48 mg Vitamin E pro 100 g oder das hitzestabile reine Rapsöl von purea® aus der Teutoburger Ölmühle. Dieses wird weder mit Hexan, Natronlauge und Phosphorsäure noch mit Aluminiumsilikat und Aktivkohle chemisch bearbeitet; es wird lediglich sanft geschält, kalt gepresst und mild gedämpft.
    Diese mische ich dann entweder mit dem leicht erhitzbaren Olivenöl Extra Virgin aus spanischen Oliven der Sorte Ocal in Bioqualität des Familien­unternehmens Valderrama. Die 500-ml-Flasche kostet 17,90 Euro. Oder aber ich mische sie mit dem leicht erhitzbaren Olivenöl Nativ Extra aus griechischen Bio-Oliven der Sorte Koroneiki von Vita Verde Naturkost. Die 250-ml-Flasche kostet 7,50 Euro, die 500-ml-Flasche 12,90 Euro. Diese beiden Olivenöle sind – trotz der eigentlich typischen Geschmacks- und Qualitätsmerkmale – wunderbar mild und fruchtig und schmecken weder bitter noch kratzig. Das macht jedes Gericht zu einem wahren Hochgenuss.
    Zum anderen verwende ich gern die Albaöl® Olive Rapsöl-Olivenöl-Zubereitung. Es besteht aus schwedischem Rapsöl, 30 % spanischem nativem Olivenöl extra aus 1. Pressung sowie aus dem Emulgator Zitronensäureester von Mono- und Diglyceriden aus Speisefettsäuren. Der in diesem Rapsöl zum Einsatz kommende Raps wird ausschließlich in Schweden angebaut, ist naturbelassen und nicht genmanipuliert. Das Öl ist frei von Cholesterin, Laktose, Gluten, Kochsalz und natürlich frei von tierischen Inhaltsstoffen und somit vegan. Bereits 1 Esslöffel (etwa 10 g) enthalten ca. 6,8 g einfach ungesättigte Fettsäuren und rund 2,3 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Mit rund 0,7 g pro Esslöffel ist Albaöl® Olive zudem ausgesprochen reich an der essenziellem Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) und deckt damit nahezu den größten Teil des empfohlenen Tagesbedarfes von 1–1,3 g für Erwachsene.
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  3. Tomatenprodukte – qualitätvoll und lecker geht auch ohne Biosiegel
    Es muss nicht immer bio sein! Die Tomatenprodukte von der Firma „Mutti“ aus Italien sind eine echte Alternative zu Tomatenerzeugnissen in Bioqualität. Die Tomaten bei Mutti stammen nämlich zu 100 % aus Italien aus „Zertifiziertem Integriertem Anbau“ mit vollständiger Rückverfolgbarkeit der Tomate. Zudem sind die Tomatenprodukte gänzlich gentechnikfrei und werden ohne Aromen und künstliche Konservierungsstoffe hergestellt.
    Auch die Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle: So arbeitet Mutti eng mit dem WWF Italien zusammen, um die CO2- und sonstigen Treibhausgas­emissionen zu reduzieren. Zudem zahlt Mutti ihren Landwirten überdurchschnittliche Preise und unterbindet das Tagelöhner-Modell durch maschinelle Ernte unter Einsatz von qualifiziertem Personal mit fortdauernder Beschäftigung. Ob daher nun passierte Tomaten, Tomatenmark, feinstückige Tomaten, geschälte Tomaten oder Tomaten­spezialitäten wie Dattel- oder Cherrytomaten – sie schmecken allesamt so richtig schön fruchtig und so herrlich tomatig.
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  4. Vegane Bioweine
    Man muss es so sagen: auch im Wein steckt immer etwas von einem Tier! So werden Weine, aber auch Getränke wie Apfelsaft und Limonaden, häufig mit Eiklar, Gelatine, Kasein aus Milch sowie Protein aus der Fischblase geklärt bzw. geschönt. Hier lohnt sich ein Blick auf das Etikett; wenn das keine Klarheit bringt, hilft nur eine Anfrage beim Hersteller bzw. Abfüller des Weines.
    Alle Bioweine aus der Weinkellerei Peter Mertes – „biorebe“ und „Landlust“ – sind allesamt vegan und werden nach den Richtlinien der Verordnung EU 203/2012 und der EG Verordnung 834/2007 über den ökologischen Anbau hergestellt. Ganz wichtig dabei ist der konsequente Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.
    Die Bioweine der Marke „biorebe“ von Peter Mertes stammen aus unterschiedlichen Ländern. Es gibt sie in den Sorten Cabernet-Sauvignon (trockener Rotwein aus Frankreich), Chardonnay (trockener Weißwein aus Italien), Dornfelder (halbtrockener Rotwein aus Deutschland), Merlot (trockener Rotwein aus Italien), Pinot Grigio (Grauburgunder; trockener Weißwein aus Italien), Riesling (halbtrockener Weißwein aus Deutschland), Sangiovese Rosé (feinherber Rosé aus Italien), Silvaner (halbtrockener Weißwein aus Deutschland) und Tempranillo (trockener Rotwein aus Spanien).
    Die Bioweine der Marke „Landlust“ von Peter Mertes stammen allesamt aus Deutschland. Es gibt sie in den Sorten Chardonnay (feinherber Weißwein), Dornfelder & Spätburgunder (trockener Rotwein), Grauer Burgunder & Riesling (trockener Weißwein), Merlot (trockener Rotwein), Spätburgunder Rosé (feinherber Rosé), Weißer Burgunder & Rivaner (trockener Weißwein) sowie als roten Dornfelder-Glühwein und weißen Silvaner-Glühwein.
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  5. Muss es wirklich Alkohol sein?
    Nein, natürlich nicht! Wer keinen Alkohol für diese Bolognese verwenden möchte, weil beispielsweise Kinder mitessen, nimmt einfach etwas Kirschsaft oder das abgetropfte Wasser der eingeweichten getrockneten Tomaten.
    Herkömmliche Kirschnektare wie die von Granini, Edeka oder REWE enthalten allerdings einen Fruchtgehalt von lediglich 40–50 %, zugesetzten Zucker sowie teilweise das Antioxidationsmittel Ascorbinsäure. Sauerkirschsaft aus 100 % Direktsaft – nicht aus Konzentrat! – wie der „Morellenfeuer Sauerkirschsaft“ von van Nahmen, der Sauerkirschsaft von Obsthof Stockinger, „Demeter Sauerkirschsaft“ in Demeter-Qualität von Hofgut Sonnenschein oder der Sauerkirschsaft aus kontrolliert ökologischem Landbau von Eden hingegen bestehen aus 100 % Frucht ohne weitere Zusätze. Diese Direktsäfte sind zwar hochpreisiger, dafür handelt es sich aber um reine (Bio-)Naturprodukte in höchster Qualität ohne Zucker und sonstige Zusatzstoffe.
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  6. Balsamico – Reinheit steht für Qualität
    Das Angebot an vermeintlich edle Balsamessige ist groß, variiert in Qualität, Preis und Geschmack allerdings erheblich. Ich verwende schon seit Jahren ausschließlich den wunderbar süßen und cremigen Balsamessig „Aceto Balsamico di Modena I.G.P.“ von Giuseppe Cremonini. Durch seine 5-Sterne-Qualität ist er ein ganz besonderer Genuss und mit dem billigen Balsamico aus dem Discounter bzw. Supermarkt in keiner Weise vergleichbar! Denn – während günstige Marken beispielsweise Zuckercou­leur als Farbstoff sowie Kaliummetabisulfit (E 224) als Antioxidations- bzw. Konservierungsmittel einsetzen, besteht dieser Balsamico zu 100 % aus natürlichen Zutaten und kommt ganz ohne Aromen, Konservierungsstoffe und künstliche Farbstoffe aus.
    Zudem verleihen gekochter Traubenmost und feiner Weinessig sowie das 2-monatige Veredeln in Eichenfässern und Barriques diesem hochwertigen Balsamico seinen charakteristischen und lieblichen Geschmack, ohne im Abgang ein Kratzen im Hals zu hinterlassen, was bei günstigen Marken durchaus der Fall sein kann. Wobei der Preis nicht immer ausschlaggebend sein muss, denn der gleichpreisige „Clelia“-Aceto von Ortalli beispielsweise ist im Gegensatz zum Aceto von Giuseppe Cremonini viel dünnflüssiger und weniger mild und hinterlässt ein unangenehmes Kratzen. Der Cremonini-Balsamico eignet sich somit durch seine dickflüssige Konsistenz ideal zum Abschmecken von veganer Sauce bolognese, veganem Gulasch, feinen Tomatensaucen und -suppen sowie zum Verfeinern von veganen Süßspeisen und Desserts.
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  7. Die perfekte Kräuter- bzw. Gewürzmischung
    Für diese Bolognese eignen sich am besten italienische Kräuter – frisch oder als gebrauchsfertige Kräuter- bzw. Gewürzmischung. Die Auswahl an Mischungen aus Kräutern und Gewürzen ist groß, doch Geschmack und Qualität weichen häufig sehr stark voneinander ab. Ich verwende vorwiegend die aromaschonend gefriergetrocknete Kräutermischung „Italienische Kräuter gefriergetrocknet“ von Ostmann sowie die Gewürzmischung „Tutto mio!“ für Antipasti und Ofengemüse aus kontrolliert biologischem Anbau von Herbaria.
    Die feinwürzige, leicht fruchtige Kräutermischung von Ostmann besteht aus den gefriergetrockneten Zutaten Petersilie, Knoblauch, Zwiebeln, Basilikum, Oregano, Bohnenkraut, Estragon, Majoran und Thymian, denen durch Gefriertrocknung das Wasser entzogen wurde, und eignet sich perfekt für diese Sauce bolognese, ohne die Kräuter vorher in etwas Wasser anrühren zu müssen, da sie die Feuchtigkeit aus der Sauce aufnehmen.
    Die hocharomatische Gewürzmischung von Herbaria enthält mit Zitrone, schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Thymian, Rosmarin, Koriandersamen, Paprika, Fenchel und Lorbeer wiederum gänzlich andere Zutaten und ist mit dem darin enthaltenen schwarzen Pfeffer zwar etwas schärfer, gibt der Sauce durch die erlesene  Gewürzkombination eine besonders raffinierte Note.
    Alternativ eignen sich auch Tiefkühlkräuter wie die streufähige, fein gehackte italienische Kräutermischung von Iglo mit roten Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grünem Knoblauch, Oregano und Thymian. Hier dominiert allerdings sehr stark der Geschmack der roten Zwiebeln.
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  8. Der ideale Zucker
    Selbstverständlich lässt sich anstelle des hier eingesetzten braunen Rohrzuckers auch jede andere Zuckerart – beispielsweise Rohrohrzucker, weißer Rohrzucker, brauner Zucker, weißer Zucker, Vollrohrzucker oder auch Mascobado bzw. Muscovado, einem Feuchtzucker aus Mauritius bzw. aus den Philippinen,– für diese Sauce bolognese einsetzen. Mit braunen Zuckerarten erhalten süße und herzhafte Gerichte allerdings eine ganz besonders feine und karamellartige Note.
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Benötigte Küchenhelfer

  • 1 Messbecher
  • 1 Wasserkocher
  • 1 Küchenwaage
  • 1 kleine Schüssel
  • 1 Esslöffel
  • 1 große Rührschüssel
  • 1 Rührlöffel
  • 1 großes Schneidebrett
  • 1 großes Küchenmesser
  • 1 Knoblauchpresse
  • 1 Küchensieb/Durchschlag
  • evtl. 1 Schüssel zum Auffangen des Einweichwassers
  • 1 großer Kochtopf mit Deckel (z. B. Ø 20 cm mit ca. 4 Ltr.)

Nährwerte

Portionsgröße: 250g | Kalorien: 234kcal | Kohlenhydrate: 18.5g | Eiweiß: 15.9g | Fett: 7.7g | Gesättigte Fette: 0.9g | Cholesterin: 0mg | Natrium: 920.4mg | Ballaststoffe: 6.4g | Zucker: 16.6g
Rezept ausprobiert?Erwähne @vollveggie oder tagge #vollveggie!

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4 Kommentare
  1. Sven says:

    Hallo Vollveggie,

    was für ein einfaches Rezept! Es hat auch wunderbar geschmeckt, meine Freundin war sogar mal begeistert :-).

    Werde demnächst mal wieder ein Rezept testen, Ihr habt es ja so schön mit Tipps und einzelnen Schritten gemacht, da klappt es sofort – auch für mich als Mann ;-).

    LG
    Sven

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Hallo Sven,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Schön, dass Dir dieses vegane Bolognese-Rezept mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung auf Anhieb gelungen ist und es Deiner Freundin geschmeckt hat. Vielleicht findest Du ja noch weitere Rezepte auf voll veggie!, die Du Deiner Freundin nachkochen oder nachbacken kannst.

      Herzliche Grüße
      Dein Team von voll veggie!

      Antworten
    • voll veggie! says:

      Hallo, Dirk,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Dieses Rezept ist wirklich perfekt, um auf eine vegane Ernährungsweise umzusteigen. Vor allem, wenn man bisher sehr gern und evtl. auch viel Fleisch gegessen hat.

      Liebe Grüße
      Dein Team von voll veggie!

      Antworten

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