Veganer Rührkuchen – einfaches Rührteig-Grundrezept

  • Veganer Rührkuchen aus Rührteig Kuchengedeck © voll veggie!
  • Veganer Rührkuchen fluffiges Kuchenstück © voll veggie!
  • Veganer Rührkuchen saftiges Kuchenstück © voll veggie!
  • Veganer Rührkuchen Rührteig-Grundrezept Kuchengedeck © voll veggie!
  • Veganer Rührkuchen saftiges Kuchenstück © voll veggie!
  • Flaumiger veganer Rührkuchen © voll veggie!

Besuch hat sich angekündigt und ihr habt keinen (veganen) Kuchen zu Hause? Dann ist dieser vegane Rührkuchen perfekt für eure schnelle Kaffeetafel! Einfach alle Zutaten gut durchrühren, backen – und schwuppdiwupp, in 1 Stunde ist der Kuchen fertig. Am zeitintensivsten hierbei ist lediglich die Backzeit!

Basis für diesen schnellen Rührkuchen ist ein einfacher Rührteig, der ganz ohne Ei-Ersatz (z. B. Vollei-Ersatzpulver, Sojamehl, Apfelmus oder Banane) und sonstige Bindemittel (z. B. Xanthan, Johannisbrotkernmehl oder Agar-Agar) auskommt. Der Kuchen ist trotzdem supersaftig und nicht so trocken wie typischer Sandkuchen; er ist feinporig, wunderbar flaumig, fast schon kompakt, und trotzdem ganz zart und locker – ohne klitschig zu wirken. Mit der zarten, feinknusprigen Rinde wird dieser Rührkuchen zu einem perfekten Kuchengenuss. Das alles ganz ohne Ei und sonstige tierische Zusatzstoffe – und mit Zutaten, die garantiert jeder (Veganer) zu Hause hat. Ganz einfach und garantiert gelingsicher!

Natürlich lässt dieser Rührkuchen sich – hier gebacken in einer Kastenform mit den Innenmaßen 25 x 11 cm – als Rührteig-Grundrezept vielseitig verarbeiten und wunderbar in jeder anderen Kuchenform mit unterschiedlichen Größen und Höhen backen, z. B. in einer Springform (auch toll mit Rohrboden), Gugelhupf- oder auch Herzform sowie auf einem normalen Backblech als Blechkuchen. Dabei kann er nach Belieben abgewandelt und verfeinert werden, beispielsweise mit Kakao als Marmorkuchen, mit Zitronensaft als Zitronenkuchen, belegt mit Obst als Apfel- oder Pflaumenkuchen oder ganz simpel in Förmchen als Cupcakes oder Muffins wie meine veganen White-Choc-Muffins ». Außerdem eignet dieser Rührkuchen sich – gut ausgekühlt – bestens als Grundlage für meine veganen Cakepops-Rezepte Grundrezept für vegane Cakepops », vegane Halloween-Kürbis-Cakepops » und vegane Halloween-Geister-Cakepops » ganz ohne Cakepop-Maker und Cakepop-Backblech. Die in diesem Rezept angegebene Teigmenge dann gegebenenfalls entsprechend der Backform bzw. den Förmchen anpassen.

Mit dem Mark einer Vanilleschote und etwas frischem Zitronenabrieb verfeinert, erhält dieser Rührkuchen übrigens eine besonders feine und frische Note. Ihr habt weder Vanilleschoten noch frische Zitronen im Hause? Kein Problem! Das Mark einer Vanilleschote kann problemlos durch gemahlene Vanille, Vanille- bzw. Vanillinzucker, Backaroma oder sogenannten Vanilleextrakt ersetzt werden, auch wenn hocharomatische echte Vanille doch eigentlich durch nichts zu toppen ist, oder? Frischer Zitronenabrieb kann prima durch einen hochwertigen getrockneten Zitronenabrieb (zum Beispiel von Biovegan) substituiert werden; die Verwendung von „Finesse Geriebene Zitronenschale“ von Dr. Oetker mit Dextrose, Aroma und diversen E-Nummern grenzt hier aber fast schon an ein schweres Vergehen.

Ihr könnt die Vanille und die Zitrone selbstverständlich auch komplett weglassen. Das tut dem Geschmack zwar keinen allzu großen Abbruch, vor allem bei zusätzlichen Geschmacksgebern wie Kakao für Marmorkuchen oder Zitronensaft für Zitronenkuchen, nur dann fehlt diesem Kuchen – insbesondere als Grundrezept serviert – die feine und raffinierte Note.

Mit veganer Vanillemilch (z. B. „Sojadrink Vanille“ von Alpro oder Provamel) wird dieser Rührkuchen im Übrigen noch vanilliger und mit ein paar Löffeln veganem Vanillejoghurt (z. B. „Soja-Joghurtalternative Vanille“ von Alpro oder Provamel) zugleich noch fluffiger. Das macht aus dem Grundrezept ein echt veganes Vanille-Highlight. Wer es nicht allzu süß mag, verringert die Zuckermenge einfach auf 150 g oder nach Belieben. Beim Zucker allerdings auf feinkörnigen zurückgreifen, da sich dieser im Teig besser auflöst als grobkörniger.

Apropos: Backpulver ist nicht gleich Backpulver. Herkömmliches Backpulver und Weinsteinbackpulver bestehen in der Regel zwar jeweils aus einem Backtriebmittel, einem Säuerungsmittel und einem Trennmittel, allerdings unterscheiden sie sich hier in ihrer Zusammensetzung bzw. in ihren Bestandteilen. Herkömmliches Backpulver besteht in erster Linie aus dem gesundheitsschädlichen Säuerungsmittel Phosphat (E 450 Diphosphate), wohingegen Weinsteinbackpulver Reinweinstein (E 336 Monokaliumtartrat) enthält, das auch für Biolebensmittel zugelassen ist. Aus diesem Grunde sollte (Bio-)Weinsteinbackpulver – beispielsweise von Biovegan, Ruf oder Alnatura – dem herkömmlichen phosphathaltigen Backpulver stets vorgezogen werden. Herkömmliches phosphathaltiges Backpulver kann ohne Weiteres eins zu eins gegen Weinsteinbackpulver ausgetaucht werden – und umgekehrt.

Die perfekte Konsistenz und die Saftigkeit dieses Rührkuchens stehen und fallen letztlich mit der Beheizungsart, Backtemperatur und Backzeit, denn zu langes Backen bei hohen Temperaturen macht diesen Kuchen eher trocken und hart. Das beste Ergebnis bei diesem Kuchen habe ich mit Heißluft bzw. Umluft erzielt. Entgegen der landläufigen Meinung, Heißluft bzw. Umluft würde (Rühr-)Kuchen nur zusätzlich austrocknen, wird dieser Rührkuchen schön saftig – mit einer zarten, leicht kompakten Konsistenz und einer weichen Rinde. Deshalb die Backzeit lieber etwas verkürzen – bei evtl. niedrigerer Temperatur – und mit Heißluft bzw. Umluft backen.

Nach dem Auskühlen lässt der Rührkuchen sich dann herrlich vielseitig dekorieren: mit Schokoladenglasur, Zitronenguss oder Puderzucker; mit veganen Zuckerstreuseln, Nonpareilles (kleine, farbige Zuckerperlen) oder Schokolinsen. Alles ist möglich! Sogenannte Schmelzschokolade bzw. Schmelzdrops („Candy Melts“) ist in der Regel nicht vegan und eignet sich nicht für diesen Rührkuchen.

Auch nach 5 Tagen, gut verpackt in einem luftdichten Plastikbehälter – alternativ auch in Alufolie oder Plastikbeuteln –, ist dieser Rührkuchen noch immer wunderbar saftig und locker! Besonders saftig wird dieser Rührkuchen übrigens, wenn ihr ihn direkt nach dem Abkühlen in Alufolie oder in einen Plastikbeutel gebt. Dadurch wird die feinknusprige Rinde, die sich beim Backen gebildet hat, ganz zart und weich. Er lässt sich, in bereits aufgeschnittenen Scheiben, auch problemlos im Gefrierbeutel oder -behälter einfrieren und wieder auftauen.

Also, probiert es aus – niemand wird bemerken, dass dieser Rührkuchen vegan ist …!

Infos zu meinen verwendeten Produkten, hilfreiche Tipps, eine Übersicht über die benötigten Küchenhelfer sowie Angaben zu den Nährwerten findet ihr unter dem Rezept unter Tipps & Hinweise.

Veganer Rührkuchen fluffiges Kuchenstück © voll veggie!

Veganer Rührkuchen – einfacher Rührteig als Grundrezept. Perfekt für Cakepops!

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Besuch hat sich angekündigt und ihr habt keinen (veganen) Kuchen zu Hause? Dann ist dieser vegane Rührkuchen perfekt für eure schnelle Kaffeetafel! Einfach alle Zutaten gut durchrühren, backen – und schwuppdiwupp, in 1 Stunde ist der Kuchen fertig. Am zeitintensivsten hierbei ist lediglich die Backzeit!
Gericht: Kuchen & Torten
Land & Region: Deutsch
Level: leicht
Ergibt: 12 Scheiben à 2 cm, 800 g, Kastenform 25 x 11 cm
Kühlzeit: 1 Std.
Ruhe-/Gehzeit: keine
Kalorien :253kcal
Vorbereitungszeit: 10 Min.
Zubereitungszeit: 50 Min.
Arbeitszeit: 1 Std.
Menge: 1 Kastenform

Zutaten

Für die Backform

  • 1 EL vegane Margarine
  • 1 EL Weizenmehl, Type 405

Für den Rührteig

  • 250 g Weizenmehl, Type 405
  • 1 Pckg. Weinsteinbackpulver - 1 Pckg. ca. 18 g; alternativ normales Backpulver
  • 1 Pckg. Puddingpulver, Vanille - 1 Pck. ca. 36 g
  • 200 g Zucker, weiß
  • 1 Prise Salz/Ursalz
  • 1 Stück Vanilleschote/n - Mark davon
  • ½ TL Schale einer abgeriebenen Zitrone - ½ TL ca. 2,5 g
  • 250 ml Pflanzenmilch - zimmerwarm
  • 125 ml Pflanzenöl - zimmerwarm

Für die Dekoration

  • 100 g vegane Schokolade, dunkel - oder Sorte und Menge nach Belieben. Tipps zur Schokoladenglasur und zum Temperieren siehe „Tipps & Hinweise“
  • 250 g Zuckerguss - oder Menge nach Belieben. Tipps für den Zuckerguss siehe „Tipps & Hinweise“
  • 25 g Puderzucker - oder Menge nach Belieben. Tipps für die Dekoration mit Puderzucker siehe „Tipps & Hinweise“

Schritte

Für die Backform

  • Die Kuchenform sorgfältig mit etwas Margarine einfetten. Dafür am besten ein Stück Küchenpapier nehmen und damit die Form großzügig bis in jede Ritze ausstreichen.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig Backform einfetten © voll veggie!
  • Dann die Kuchenform leicht und gleichmäßig bemehlen; überschüssiges Mehl vorsichtig abklopfen. Alternativ ohne Einfetten die Form einfach mit Backpapier auslegen.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig Backform einmehlen © voll veggie!

Für den Rührteig

  • Den Backofen auf 160° C Heißluft bzw. Umluft vorheizen. Einen Backofenrost in die mittlere Schiene schieben.
  • Das Weizenmehl mit dem Weinsteinbackpulver und dem Puddingpulver durch ein feines Küchensieb (alternativ mit einem Mehl- und Puderzuckersieb, z. B. von Tupperware) in eine große Rührschüssel sieben. Den Zucker und das Salz hinzugeben und mit einem Rührlöffel gut vermischen.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig Zutaten für Rührteig sieben und mischen © voll veggie!
  • Die Vanilleschote flach auf ein Küchenbrett legen, mit einem Küchenmesser der Länge nach anritzen, das Mark vorsichtig herauskratzen und zum Mehl-Zucker-Gemisch geben.
    Vanilleschote längs aufschneiden © voll veggie!
  • Die Zitrone heiß waschen, mit einem Geschirrtuch oder Küchenpapier gut trocken reiben und auf einer Küchenreibe (oder, wer hat, mit einem Zestenreißer) dünne Streifen abziehen. Die Zesten ebenfalls zum Mehl-Zucker-Gemisch geben und die Mischung mit einem Rührlöffel gründlich durchrühren.
    Frische Zitronenzesten reiben © voll veggie!
  • Anschließend die Pflanzenmilch und das Pflanzenöl zu dem Mehl-Zucker-Gemisch geben.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig Pflanzenöl und Pflanzenmilch zufügen © voll veggie!
  • Nun alles mit den Rührhaken eines elektrischen Handrührgerätes auf niedriger Stufe kurz zu einem glatten Teig verrühren; der Rührteig sollte weder zu flüssig noch zu fest sein und am Ende eine perfekte zähflüssige Konsistenz haben. Nicht zu lange und stark rühren, da sich sonst zu viele Luftbläschen in der Krume bilden.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig Zutaten zu einem glatten Teig verrühren © voll veggie!
  • Den Teig in die vorbereitete Kuchenform füllen, glatt streichen, die Form einige Male auf den Tisch schlagen, um etwaige Luftblasen auszutreiben, und sofort (damit das Backpulver seine treibende Wirkung nicht verliert und der Kuchen schön locker wird) im vorgeheizten Backofen bei 160° C Heißluft bzw. Umluft auf einen Backofenrost auf mittlerer Schiene insgesamt ca. 45–60 Min. backen.
    Veganer Rührkuchen Rührteig in Backform einfüllen © voll veggie!
  • Damit der Kuchen schön gleichmäßig aufgeht, nach 10 Min. den Kuchen mit einem spitzen Küchenmesser in der Mitte der Länge nach ca. 1 cm tief einschneiden. Den Kuchen in Ruhe backen lassen, ohne die Ofentür zu öffnen.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig Kuchen längs einschneiden © voll veggie!
  • Jeder Ofen ist anders, daher unbedingt die Gebrauchsanleitung lesen und etwa 10 Min. vor Ende der Backzeit mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist: Dafür mit einem Holzstäbchen in die tiefste Stelle des Kuchens stechen – sollte kein Teig am Stäbchen kleben bleiben, ist der Kuchen gar. Ansonsten einfach noch entsprechend weiterbacken; nur nicht zu lange, sonst wird er zu trocken. Sollte die feine Rinde zu schnell dunkel werden, dann einfach eine Lage Backpapier oder Alufolie über den Kuchen legen. Den Backofen die letzten 5 Min. ausschalten.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig Stäbchenprobe © voll veggie!
  • Ist der Kuchen durchgebacken, die Form aus dem Ofen nehmen und noch ca. 15 Min. in der Form auf einem Kuchengitter stehen lassen, damit er sich etwas festigen kann.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig in der Backform auskühlen lassen © voll veggie!
  • Dann aus der Form lösen, vorsichtig auf das Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen. In beliebig große Scheiben aufschneiden; in 2 cm dicke Scheiben aufgeschnitten, ergibt dieser Rührkuchen etwa 12 Scheiben.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen © voll veggie!

Für die Dekoration

  • Nach dem Auskühlen die gewünschte Menge vegane Schokolade schmelzen, auf Wunsch einfärben und damit den Kuchen überziehen (Tipps zur Schokoglasur und zum Temperieren siehe „Tipps & Hinweise“).
  • Alternativ aus 200 g Puderzucker und 3–4 EL Flüssigkeit wie Wasser, Zitronensaft, Alkohol wie Amaretto, Rum oder Rotwein, Fruchtsaft, Kaffee etc. einen dicklichen Zuckerguss anrühren, auf Wunsch einfärben und den Kuchen damit überziehen (Tipps für den Zuckerguss siehe „Tipps & Hinweise“).
  • Alternativ Puderzucker durch ein feines Küchensieb (alternativ mit einem Mehl- und Puderzuckersieb, z. B. von Tupperware) auf den Kuchen streuen. Auch toll mit sogenannten Schablonen (Tipps zur Dekoration mit Puderzucker siehe „Tipps & Hinweise“).

Infobox

Tipps & Hinweise

Verwendete Produkte

  • Vegane Butter bzw. Margarine „Alsan-S“ von Alsan
  • Weizenmehl „Demeter Weizenmehl Type 405“ von Bauckhof
  • Weinsteinbackpulver „Bio-Weinstein-Backpulver“ von Lucullus
  • Vanillepuddingpulver „Gourmet Pudding Vanille“ von Byodo
  • Weißer Zucker „Unser Feinster“ von SweetFamily (Nordzucker)
  • Salz „Ur-Salz“ » von Erntesegen
  • Bourbonvanilleschote von Lebensbaum
  • Rapsöl „Albaöl® – Schwedisches Rapsöl mit feinem Buttergeschmack“ » von Taste of Sweden
  • Vegane Pflanzenmilch „Sojadrink Light“ von Alpro

Tipps

Inhaltsübersicht:

1. Vegane Margarinesorten
2. Herkömmliches Backpulver oder Weinsteinbackpulver?
3. Richtige Verwendung von Backpulver
4. Puddingpulver ist nicht gleich Puddingpulver
5. Vanilleschoten in Bioqualität
6. Frischer Zitronenabrieb
7. Getrockneter Zitronenabrieb
8. Pflanzenöl oder Margarine?
9. Nicht zu lange rühren
10. Perfekte Konsistenz und Saftigkeit
11. Stäbchenprobe
12. Backen in anderen Kuchenformen, Muffins, Cupcakes, Cakepops
13. Vielseitig dekorieren
14. Dekorieren mit Schokoladenglasur
15. Schokolade temperieren
16. Dekorieren mit Zuckerguss
17. Dekorieren mit Puderzucker
18. Aufbewahren und einfrieren
  1. Vegane Margarinesorten

    Ich verwende ausschließlich die veganen Margarinesorten wie „Alsan-Bio“ (nicht umgeestert und nicht chemisch gehärtet, ohne Aromen und künstliche Farbstoffe) sowie „Alsan-S“ (umgeestert, mit natürlichen Aromen und Emulgatoren aus Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren). Der Farbstoff Carotin in der „Alsan-S“ ist übrigens (nach Rückfrage beim Hersteller) natürlicher Herkunft. Es wurde demnach nicht synthetisch hergestellt; es wurden auch keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt.
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  2. Herkömmliches Backpulver oder Weinsteinbackpulver?

    Backpulver ist nicht gleich Backpulver. Herkömmliches Backpulver und Weinsteinbackpulver bestehen in der Regel zwar jeweils aus einem Backtriebmittel, einem Säuerungsmittel und einem Trennmittel, allerdings unterscheiden sie sich hier in ihrer Zusammensetzung bzw. in ihren Bestandteilen. Herkömmliches phosphathaltiges Backpulver kann problemlos eins zu eins gegen Weinsteinbackpulver ausgetaucht werden – und umgekehrt.
    Unterschied
    Der Unterschied besteht erst einmal im verwendeten Säuerungsmittel. Während herkömmliches Backpulver in erster Linie größtenteils aus dem gesundheitsschädlichen Säuerungsmittel Phosphat (E 450 Diphosphate) und nachfolgend aus dem Backtriebmittel Natron (E 500 Natrium­hydrogen­carbonat, für Biolebensmittel zugelassen) sowie dem Trennmittel Stärke (meist Mais- oder Weizenstärke) besteht, enthält Weinsteinbackpulver hingegen zum Großteil als Trennmittel Maisstärke, als Säuerungsmittel Reinweinstein (E 336 Monokaliumtartrat, für Biolebensmittel zugelassen) und ebenfalls aus dem Backtriebmittel Natron. Übrigens: Weinsäure entsteht natürlicherweise bei der Weinherstellung während der Gärung, reagiert mit dem in den Trauben enthaltenem Kalzium und Kalium und setzt sich je nach Lagerung als Weinstein an Fasswänden, Flaschenböden oder Korken ab.
    Gesundheitsrisiko Phosphat
    Auch wenn im Einzelnen die Mengen an Phosphat im Backpulver vernachlässigbar sein mögen (etwa 1500 mg pro Packung = 125 mg pro Stück Rührkuchen), kommt es doch letzten Endes auf die Summe an. Denn als synthetisch hergestellter Zusatzstoff dient Phosphat als Emulgator, Stabilisator und Säureregulator und ist daher unter anderem in diversen Fertigprodukten und -gerichten wie Pizza sowie in Backwaren und Getränken wie Cola und Kaffee zu finden. Während der menschliche Körper die Aufnahme des natürlich zugeführten Phosphates – zum Beispiel über Kartoffeln, Erdnüsse, Mandeln oder Vollkornbrot – dringend benötigt und problemlos kompensieren kann, stellt eine erhöhte Zufuhr an künstlichem Phosphat wiederum ein erhebliches Gesundheitsrisiko (unter anderem Nierenschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall) dar, da es vollständig vom Körper resorbiert wird. Aus dem Grunde sollte (Bio-)Weinsteinbackpulver – beispielsweise von Naturata, Biovegan, Lucullus, Natura, Ruf oder Alnatura – dem herkömmlichen phosphathaltigen Backpulver stets vorgezogen werden. Als phosphathaltiger Zusatzstoff für Biolebensmittel ist übrigens alleinig Calciumphosphat zugelassen.
    Hinweis auf Phosphat in Lebensmitteln
    An folgenden E-Nummern ist Phosphat in Lebensmitteln zu erkennen: E 338 (Orthophosphorsäure, Phosphorsäure), E 339 (Natriumphosphate), E 340 (Kaliumphosphate), E 341 (Calciumphosphate), E 343 (Magnesiumphosphate), E 450 (Diphosphate, Phosphat), E 451 (Triphosphate, Phosphat), E 452 (Polyphosphate), E 1410 (Monostärkephosphat, modifizierte Stärke), E 1412 (Distärkephosphat, modifizierte Stärke), E 1413 (Phosphatiertes Distärkephosphat, modifizierte Stärke), E 1414 (Acetyliertes Distärkephosphat, modifizierte Stärke), E 1442 (Hydroxypropyldistärkephosphat, modifizierte Stärke).
    Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird Phosphat im Übrigen noch immer als unbedenklich eingestuft, und eine Mengenangabe für künstliche Phosphatzusätze ist nicht erforderlich.
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  3. Richtige Verwendung von Backpulver

    Backpulver verwendet man bei Teigen, die keine sauren Zutaten enthalten. Sowohl herkömmliches Backpulver mit Phosphat als auch Weinsteinbackpulver bestehen wie zuvor beschrieben aus einem Backtriebmittel, einem Säuerungsmittel und einem Trennmittel und können für alle Rührteige eingesetzt werden.
    Wie funktioniert Backpulver?
    Sobald das Backpulver mit Flüssigkeit bzw. Feuchtigkeit in Verbindung kommt, bildet sich durch das jeweilige Säuerungsmittel (Phosphat oder Reinweinstein) und das Backtriebmittel Natron das Gas Kohlendioxid. Dieses wird durch Zugabe von zimmerwarmem Wasser oder zimmerwarmer (Pflanzen-)Milch sowie durch die Hitze im Backofen noch verstärkt; der Kuchen wird wunderbar locker und geht schön auf. Die Stärke im Backpulver dient als Trennmittel und sorgt als Feuchtigkeitsschutz für eine bessere Haltbarkeit des Backpulvers und verhindert so, dass das Säuerungsmittel und das Natron bereits während der Lagerung miteinander reagieren und sich vorzeitig das Kohlendioxid bilden kann.
    Nur zum sofortigen Verbrauch bestimmt
    Damit Backpulver somit seine treibende Wirkung nicht verliert und der Kuchen schön fluffig aufgeht, den fertigen Rührteig niemals zu lange rühren oder unnötig stehen lassen und immer sofort im vorgeheizten Backofen backen.
    Aus diesem Grunde sind Rühr- und Knetteige mit Backpulver stets zum sofortigen Verbrauch bestimmt und sollten entweder bis zur Weiterverarbeitung, z. B. für Plätzchen, möglichst kurz kühl gelagert und noch am selben Tag verarbeitet oder, wie zuvor erwähnt, sofort in den vorgeheizten Backofen gegeben werden.
    Sowohl bereits geöffnete als auch geschlossene Backpulvertütchen sollten stets trocken gelagert werden, da Feuchtigkeit und Flüssigkeit die Wirkung des Backpulvers auslöst und das Backpulver somit unbrauchbar macht.
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  4. Puddingpulver ist nicht gleich Puddingpulver

    Herkömmliches Vanillepuddingpulver besteht in der Regel aus Stärke, Speisesalz, Aroma und Farbstoff wie Norbixin, Riboflavine oder Carotin. Daher verwende ich bevorzugt Vanillepuddingpulver in Bioqualität. Das Vanillepuddingpulver von Alnatura enthält zum Beispiel kein zugesetztes Speisesalz und besteht lediglich aus Maisstärke und gemahlener Bourbonvanilleschote (1,5 %) aus biologischer Landwirtschaft. Das Vanillepuddingpulver von Arche besteht aus Maisstärke und gemahlener Vanille (sogar 2,4 %) aus ökologischer Landwirtschaft sowie aus Meersalz. Das macht beide Vanillepuddingmarken besonders wertvoll, da sie weder Aromen noch Farbstoffe enthalten.
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  5. Vanilleschoten in Bioqualität

    Ich bevorzuge Vanilleschoten in Bioqualität. Diese sind zwar etwas teurer, jedoch wesentlich saftiger und intensiver im Geschmack als die günstigen Vanilleschoten aus dem Discounter oder Supermarkt. Daher hier lieber auf Biovanilleschoten von Alnatura, Lebensbaum, Rapunzel, Naturata oder RUF zurückgreifen. Auch die Südsee- sowie die Tahiti-Vanilleschoten von Azafran in Nichtbioqualität sind sehr hochwertig und saftig und daher ebenfalls äußerst empfehlenswert. Das Mark einer Vanilleschote kann zwar durch gemahlene Vanille, Vanille- bzw. Vanillinzucker, Backaroma oder sogenannte Vanilleessenzen, -extrakten und -pasten (zum Beispiel aus gemahlenen Vanilleschoten, Wasser, Alkohol, Zucker, Aromen und Verdickungsmitteln) problemlos ersetzt werden, doch hocharomatische echte Vanille ist doch eigentlich durch nichts zu toppen, oder?
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  6. Frischer Zitronenabrieb

    Für den frischen Zitronenabrieb immer unbehandelte Zitronen verwenden, am besten in Bioqualität. Die Zitrone heiß waschen, mit einem Geschirrtuch oder Küchenpapier gut trocken reiben und auf einer Küchenreibe (oder, wer hat, mit einem Zestenreißer) dünne Streifen abziehen.
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  7. Getrockneter Zitronenabrieb

    Wer keinen Zitronenabrieb aus frischen Zitronen zur Hand hat, kann alternativ „Zitronenschale gerieben“ von Biovegan, dennree, Biovita oder Alnatura verwenden. Diese besteht aus 97 % geriebenen Zitronenschalen und 3 % Zitronenöl. Sowohl die Zitronenschalen als auch das Zitronenöl werden schonend gefriergetrocknet und stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Eine wunderbar natürliche Alternative zu echten Zitronen. Die Backzutat „Finesse Geriebene Zitronenschale“ von Dr. Oetker mit Dextrose, Aroma und diversen E-Nummern (Trennmittel E 341, Antioxidationsmittel E 300 und E 304, Farbstoff E 101 und Konservierungsstoff E 200) ist eher nicht empfehlenswert.
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  8. Pflanzenöl oder Margarine?

    Butter aus Kuhmilch ist für Kuchen und Plätzchen ein wunderbarer Geschmacksgeber, jedoch aufgrund des tierischen Hauptbestandteiles für die vegane Küche gänzlich ungeeignet. So bleibt hier nur die Wahl zwischen Pflanzenöl und veganer Margarine. Doch wie unterscheidet sich die Verwendung von Pflanzenöl und Margarine beim Backen?
    Ganz einfach. Während Pflanzenöl zu 100 Prozent aus Fett besteht, enthält Margarine wie die von Alsan 80 Prozent pflanzliche Fette (Palmfett, Kokosfett); der Rest besteht aus Wasser, dem natürlichem Farbstoff Karottensaftkonzentrat, dem Emulgator Sonnenblumenlecithin sowie Zitronensaftkonzentrat als Konservierungsmittel und kaltgepresstem Zitronenöl für den leicht buttrigen Geschmack. Und eben dieses Wasser in der Margarine verdunstet beim Backen und macht den Kuchen am Ende fester. Der hohe Fettgehalt im Pflanzenöl hingegen sorgt bei Kuchen für eine schön zarte und saftige Konsistenz. Wichtig dabei: Das Pflanzenöl sollte raffiniert, also heißgepresst sein, da es geschmacksneutral und hocherhitzbar ist. Unraffinierte, also kaltgepresste Öle wiederum haben einen arteigenen, teils kräftigen Geschmack und – je nach Ölsorte (z. B. Distelöl 150° C, Erdnussöl 130° C, Walnussöl 160° C) – einen sehr niedrigen Rauchpunkt (Temperatur, bei der im Öl enthaltenes Wasser und freie Fettsäuren verdampfen und dadurch das Öl ungenießbar wird).
    Wer als Veganer den frischen Buttergeschmack beim Backen (und natürlich Kochen) nicht missen möchte, verwendet für diesen Kuchen das Rapsöl „Albaöl® – Schwedisches Rapsöl mit feinem Buttergeschmack“ » von Taste of Sweden. Es riecht und schmeckt deutlich nach frischer Butter, ist jedoch vegan und somit ein echter Segen für jeden Veganer!
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  9. Nicht zu lange rühren

    Auch wenn er Rührteig heißt: Den Teig bitte nicht zu lange und stark rühren, da sich sonst zu viele Luftbläschen bilden. Nach dem Einfüllen in die Kuchenform den Teig glatt streichen, die Form einige Male auf den Tisch schlagen, um etwaige Luftblasen auszutreiben, und sofort in den vorgeheizten Backofen stellen, damit das Backpulver seine treibende Wirkung nicht verliert. Das lässt den Kuchen schön locker aufgehen.
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  10. Perfekte Konsistenz und Saftigkeit

    Die perfekte Konsistenz und die Saftigkeit dieses Rührkuchens stehen und fallen letztlich mit der Backtemperatur, Backzeit und natürlich mit der Beheizungsart des Backofens, denn zu langes Backen bei hohen Temperaturen macht diesen Kuchen eher trocken und hart. Das beste Ergebnis bei diesem Kuchen habe ich mit Heißluft bzw. Umluft erzielt. Entgegen der landläufigen Meinung, Heißluft bzw. Umluft würde (Rühr-)Kuchen nur zusätzlich austrocknen, wird dieser Rührkuchen schön saftig – mit einer zarten, leicht kompakten Konsistenz und einer weichen Rinde. Deshalb die Backzeit lieber etwas verkürzen – bei evtl. niedrigerer Temperatur – und mit Heißluft bzw. Umluft backen.
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  11. Stäbchenprobe

    Mittels Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist: Dafür mit einem Holzstäbchen in die tiefste Stelle des Kuchens stechen – sollte kein Teig am Stäbchen kleben bleiben, ist der Kuchen gar. Ansonsten einfach noch entsprechend weiterbacken; nur nicht zu lange, sonst wird er zu trocken. Wird die feine Rinde zu schnell dunkel, dann einfach eine Lage Backpapier oder Alufolie über den Kuchen legen. Den Backofen die letzten 5 Minuten ausschalten.
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  12. Backen in anderen Kuchenformen, Muffins, Cupcakes, Cakepops

    Natürlich lässt dieser Rührkuchen sich – hier gebacken in einer Kastenform mit den Innenmaßen 25 x 11 cm – als Rührteig-Grundrezept vielseitig verarbeiten und wunderbar in jeder anderen Kuchenform mit unterschiedlichen Größen und Höhen backen, z. B. in einer Springform (auch toll mit Rohrboden), Gugelhupf- oder auch Herzform sowie auf einem normalen Backblech als Blechkuchen. Dabei kann er nach Belieben abgewandelt und verfeinert werden, beispielsweise mit Kakao als Marmorkuchen, mit Zitronensaft als Zitronenkuchen, belegt mit Obst als Apfel- oder Pflaumenkuchen oder ganz simpel in Förmchen als Cupcakes oder Muffins wie meine veganen White-Choc-Muffins ». Außerdem eignet dieser Rührkuchen sich – gut ausgekühlt – bestens als Grundlage für meine veganen Cakepops-Rezepte Grundrezept für vegane Cakepops », vegane Halloween-Kürbis-Cakepops » und vegane Halloween-Geister-Cakepops » ganz ohne Cakepop-Maker und Cakepop-Backblech. Die in diesem Rezept angegebene Teigmenge dann gegebenenfalls entsprechend der Backform bzw. den Förmchen anpassen.
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  13. Vielseitig dekorieren

    Nach dem Auskühlen lässt dieser Rührkuchen sich wunderbar vielseitig vegan dekorieren, z. B. mit Schokoladenglasur (siehe Punkt 14), Zitronenguss (siehe Punkt 16) oder Puderzucker (siehe Punkt 17). Streudekore oder Backdekore, insbesondere die aus den Discountern und Supermärkten, sind allerdings nicht immer vegan. Die meisten enthalten den roten Farbstoff E 120 (Echtes Karmin, aus befruchteten und getrockneten weiblichen Schildläusen) sowie Bienenwachs oder E 904 (Schellack, Ausscheidungen von Lackschildläusen) als Überzugsmittel. Mit ausgesuchten veganen Zuckerstreuseln, Dekorherzen oder kleinen, farbigen Zuckerperlen (sogenannte Nonpareilles) – beispielsweise von Biovegan – sowie mit veganen Schokolinsen, z. B. von Clarana, oder Haselnusskrokant, z. B. Pati-Versand, wird dieser Kuchen allerdings gänzlich zu einem echten veganen Highlight.
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  14. Dekorieren mit Schokoladenglasur

    Der Dekorierung mit Schokoladenglasur sind keine Grenzen gesetzt. Hier passt wirklich jede Art von veganer Schokolade – dunkel, hell oder weiß. Vegane weiße Schokolade lässt sich übrigens hervorragend mit fettlöslicher Lebensmittelfarbe einfärben; beachtet hierzu auch meine Infos zu den Themen professionelle Lebensmittelfarben, vegane Lebensmittelfarben sowie Azo-freie Lebensmittelfarben. Sogenannte Schmelzschokolade bzw. Schmelzdrops („Candy Melts“) ist in der Regel nicht vegan und eignet sich nicht für diese Cakepops.
    Bei Zartbitterschokolade ist es in der Regel kein Problem, einen adäquaten veganen Ersatz zu finden, da z. B. Zartbitterschokolade nur selten mit Milch(-pulver) hergestellt wird. Hier kann man im Grunde auf normale Zartbitterschokolade aus dem Supermarkt zurückgreifen. Wer es allerdings ausschließlich vegan UND bio möchte, verwendet einfach die Zartbitterschokolade „dunkle VEGAN“ von Frankonia, die mit dem darin enthaltenen Haselnussmark sehr mild und zart schmeckt; die fair gehandelte vegane Zartbitterschokolade „Feinste Zartbitterschokolade“ mit 60 % Kakaoanteil von Budni oder die „Premium 71 % Dark Chocolate“ von Bonvita.
    Vegane „Milch“schokolade ist zwar nicht ohne Weiteres im Discounter oder Supermarkt erhältlich, lässt sich aber ganz einfach in Bioläden, Reformhäusern, Drogerien oder in diversen Onlineshops finden. Hier sind „helle VEGAN“ von Frankonia, „Rice Milk Classic Original“ von Bonvita oder „Schakalode Kuvertüre-Buttons“ von Vantastic Foods (enthält weder Reissirup, Reisstärke und Reismehl noch Mandelgrieß) sehr empfehlenswert und kaum von den milchhaltigen Schokoladen zu unterscheiden.
    Vegane weiße Schokolade hingegen ist eher echte Geschmacks­sache. So gefallen mir persönlich „White Vanilla“ von iChoc oder „Organic Dairy Free Alternative to White Chocolate“ von Plamil geschmacklich und optisch rein gar nicht, während „blonde VEGAN“ von Frankonia (diese hat eine etwas dunklere, eher bräunliche Farbe), „Rice Milk White Bar“ von Bonvita und die weißen „Schakalode Kuvertüre-Buttons“ von Vantastic Foods (enthält weder Reissirup und Reisstärke noch Reismehl, dafür aber feinen Mandelgrieß) fast wie herkömmliche weiße Schokolade schmecken.
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  15. Schokolade temperieren

    1.  Für einen schönen Überzug muss die Schokolade, am besten mithilfe eines digitalen Küchenthermometers, temperiert werden. Dafür Wasser in einem kleinen hohen Kochtopf auf dem Herd auf max. 60° C erhitzen und vom Herd nehmen.
    2.  Die vegane Schokolade in eine Wasserbad-Schmelzschale (Ø 14 cm, Höhe 6 cm) geben, auf den Kochtopf setzen und bei max. 40–45° C schmelzen lassen.
    3.  Die Schokolade soll nur durch den Dampf erhitzt werden, nicht durch das Wasser direkt, damit die – insbesondere weiße – Schokolade nicht zu heiß und dadurch klumpig und unbrauchbar wird. Also die Schmelzschale niemals direkt ins heiße Wasser hängen oder die Schokolade direkt auf der heißen Herdplatte schmelzen lassen. Es darf zudem niemals Wasser oder Wasserdampf in die Schokolade gelangen, da die Schokolade sonst stockt und krümelig wird.
    4.  Nun unter regelmäßigem Rühren mit einem Esslöffel die Schokolade bei weiterhin max. 40–45° C schmelzen lassen, damit die Kakaobutter in Bewegung bleibt und sich nicht absetzt. Ganz wichtig dabei: Die Schokolade immer nur sanft rühren, denn es sollen so wenig Luftblasen wie möglich in die flüssige Schokolade gerührt werden, die später in der festen Schokolade eingeschlossen werden könnten.
    5.  Optional kann auch etwas Kokosfett, alternativ Pflanzenöl, zu der Schokolade gegeben werden; das macht die Schokolade etwas dünnflüssiger und den Überzug im erstarrten Zustand etwas weicher und zarter.
    6.  Die Schokolade ist wohl temperiert, wenn sie auf einem Teller innerhalb von 2–4 Min. langsam erstarrt, zart glänzt und nicht grau wird.
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  16. Dekorieren mit Zuckerguss

    Für die Dekoration mit Zuckerguss 200 g Puderzucker und 3–4 EL (1 EL etwa 15 g) Flüssigkeit wie Wasser, Zitronensaft, Alkohol wie Amaretto, Rum oder Rotwein, Fruchtsaft, Kaffee etc. zu einem dicklichen Zuckerguss anrühren, auf Wunsch einfärben und den abgekühlten Kuchen damit überziehen. Sollte der Zuckerguss zu dünn sein, einfach etwas mehr Puderzucker unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Sollte der Zuckerguss zu fest sein, teelöffelweise mehr Flüssigkeit in den Zuckerguss geben und immer erst umrühren, bevor weitere Flüssigkeit zugegeben wird.
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  17. Dekorieren mit Puderzucker

    Die Dekoration mit Puderzucker ist wohl die einfachste und schnellste Form der Verzierung: Den Puderzucker kurzerhand durch ein feines Küchensieb (alternativ mit einem Mehl- und Puderzuckersieb, z. B. von Tupperware) auf den Kuchen streuen. Auch ganz toll wird es mit sogenannten Schablonen, besonders bei normalen Springformkuchen: Einfach eine Schablone auf den Kuchen legen, Puderzucker darüberstreuen und die Schablone vorsichtig abheben – schon erhält der Kuchen ein tolles Motiv als Kuchendekoration.
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  18. Aufbewahren und einfrieren

    Dieser Kuchen lässt sich – gut verpackt in einem luftdichten Plastikbehälter, alternativ auch in Alufolie oder Plastikbeuteln –, mindestens 5 Tage frisch halten und bleibt dabei noch immer wunderbar saftig und locker. Besonders saftig wird dieser Rührkuchen übrigens, wenn man ihn direkt nach dem Abkühlen in Alufolie oder in einen Plastikbeutel gibt. Dadurch wird die feinknusprige Rinde, die sich beim Backen gebildet hat, ganz zart und weich. Er lässt sich, in bereits aufgeschnittenen Scheiben, auch problemlos im Gefrierbeutel oder -behälter einfrieren und wieder auftauen.
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Benötigte Küchenhelfer

1 Kastenform (25 x 11 cm Innenmaß) oder jede andere Form
1 Esslöffel
1 Stück Küchenpapier
1 Backofenrost
1 Küchenwaage
1 große Rührschüssel
1 feinmaschiges Küchensieb oder 1 Mehl- und Puderzuckersieb, z. B. von Tupperware
1 Rührlöffel
1 Messbecher
1 elektr. Handrührgerät mit Rührhaken
1 Teigschaber
1 großes Küchenmesser
bei Bedarf 1 Lage Backpapier oder Alufolie zum Abdecken des Kuchens
1 Kuchengitter
Für Schokoladenglasur: 1 Wasserbad-Schmelzschale, 1 passender Kochtopf
Für Zuckerguss: 1 kleine Schüssel, 1 kleiner Schneebesen
Für Puderzucker: 1 feinmaschiges Küchensieb oder 1 Mehl- und Puderzuckersieb

Einstellungen und Zeiten

Ofeneinstellung: Heißluft bzw. Umluft
Einschubebene: mittlere Schiene
Backtemperatur: 160° C
Backzeit: 45–60 Min.

Nährwerte

Portionsgröße: 1Stück / ca. 65 g ohne Verzierung | Kalorien: 253kcal | Kohlenhydrate: 35.6g | Eiweiß: 2.5g | Fett: 10.9g | Gesättigte Fette: 0.8g | Cholesterin: 0mg | Natrium: 110.9mg | Ballaststoffe: 1.1g | Zucker: 17.1g

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