Vegane Vanille­kipferl

  • Feine vegane Vanillekipferl © voll veggie!
  • Feine vegane Vanillekipferl in einer Keksdose © voll veggie!
  • Feine vegane Vanillekipferl in einer Keksdose © voll veggie!

Der Klassiker zur Weihnachtszeit, der seinem Namen alle Ehre macht und der zur Advents- und Weihnachtszeit auf keinen Fall fehlen darf: wunderbar zarte und mürbe Vanillekipferl! Mit ganz viel echter Bourbonvanille und feinen, aromatischen Mandeln – so werden diese Kipferl besonders vanillig und buttrig-zart! Wie bei Großmutter!

Das Beste dabei: Diese Vanillekipferl sind vegan und kommen ganz ohne Backtriebmittel (z. B. Backpulver), ohne Ei-Ersatz (z. B. Vollei-Ersatzpulver, Sojamehl, Apfelmus oder Banane) und sonstige Bindemittel (z. B. Xanthan, Johannisbrotkernmehl oder Agar-Agar) aus. Die Kipferl sind aber trotzdem wunderbar mürbe und zart. Das alles ganz ohne Ei und sonstige tierische Zusatzstoffe – und mit Zutaten, die garantiert jeder (Veganer) zu Hause hat. Ihr seht – nicht jeder Plätzchenklassiker muss zwangsläufig mit milchhaltiger Butter und Hühnereiern zubereitet werden.

Anstelle des weißen Haushaltszuckers könnt Ihr diese Vanillekipferl auch mit Puderzucker herstellen – das macht die Plätzchen noch mürber und etwas weicher. Herkömmlicher Haushaltszucker, der in seiner Struktur naturgemäß gröber ist, soll braune Punkte im Plätzchenteig verursachen, da der Zucker sich im Mürbeteig nicht so schnell auflösen kann; dieses Phänomen konnte ich bei all meinen Keksen und Plätzchen allerdings noch nie feststellen. Sie werden sowohl mit normalem Haushaltszucker als auch mit feinem Puderzucker wunderbar mürbe und ganz zart, mit Puderzucker eben nur etwas weicher und „butter­plätzchen­artig“. Beim Haushaltszucker allerdings auf feinkörnigen zurückgreifen, da sich dieser im Teig schneller und gleichmäßiger auflöst als grobkörniger.

Die perfekten Vanillekipferl stehen und fallen allerdings mit den verwendeten Zutaten. Ich habe viel herumprobiert; das beste Ergebnis habe ich schließlich mit hochwertigen Biobourbon­vanilleschoten von Alnatura oder Südesee­vanilleschoten von Azafran sowie mit gemahlenen naturbelassenen (also mit Schale), gerösteten Biomandeln von Alnatura und mit feinkörnigem Haushaltszucker erzielt. Damit werden sie wunderbar zart und mürbe – mit einem hocharomatischen, leicht nussigen Geschmack!

Und das Beste daran: Die Kipferl halten – gut verschlossen in einer Keksdose – ca. 6 bis 8 Wochen und werden dabei immer zarter und mürber. Köstlich! Sie lassen sich auch problemlos im Gefrierbeutel oder -behälter einfrieren und wieder auftauen.

Vegane Küche kann so einfach (und natürlich lecker) sein. Ganz einfach und garantiert gelingsicher! Also, probiert es aus – niemand wird bemerken, dass diese Vanillekipferl vegan sind …!

Infos zu meinen verwendeten Produkten, hilfreiche Tipps, eine Übersicht über die benötigten Küchenhelfer sowie Angaben zu den Nährwerten findet ihr unter dem Rezept unter Tipps & Hinweise.

Feine vegane Vanillekipferl © voll veggie!

Feine vegane Vanillekipferl – zart und mürbe wie bei Oma

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Der Klassiker zur Weihnachtszeit, der seinem Namen alle Ehre macht und der zur Advents- und Weihnachtszeit auf keinen Fall fehlen darf: wunderbar zarte und mürbe Vanillekipferl! Mit ganz viel echter Bourbonvanille und feinen, aromatischen Mandeln – so werden diese Kipferl besonders vanillig und buttrig-zart! Wie bei Großmutter!
Gericht: Kekse & Plätzchen
Land & Region: Deutsch
Level: normal
Ergibt: 2 Bleche, 50 Stück
Kühlzeit: 60 Min.
Ruhe-/Gehzeit: keine
Kalorien :56kcal
Vorbereitungszeit: 15 Min.
Zubereitungszeit: 40 Min.
Arbeitszeit: 2 Stdn. 30 Min.
Menge: 50 Stück

Zutaten

Für den Teig

  • 4 Stück Vanilleschote/n - Mark davon
  • 100 g Mandeln, gemahlen
  • 150 g Weizenmehl, Type 405
  • 50 g Zucker, weiß
  • 1 Prise Salz/Ursalz
  • 150 g vegane Margarine - gekühlt

Für die Verzierung

  • 75 g Puderzucker
  • 2 Pckg. Vanillezucker - Ø je ca. 8 g

Schritte

Für den Teig

  • Die Vanilleschoten mit einem Küchenmesser anritzen, das Mark herauskratzen und in eine große Schüssel geben.
  • Mandeln, Mehl, Zucker und Ursalz hinzufügen und mit einem Esslöffel gut durchmischen.
  • Die kalten Margarineflöckchen dazugeben und mit den Händen zügig zu einem zarten, weichen Teig verkneten.
  • Den fertigen Teig in ein Stück Frischhaltefolie wickeln und 60 Min. in den Kühlschrank legen. Dann ein Backblech mit Backpapier auslegen und ebenfalls kalt stellen.
  • Etwa eine halbe Stunde vor Ende der Kühlzeit den Backofen auf 150° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Nach der Kühlzeit den Teig portionsweise entnehmen und den Rest stets im Kühlschrank belassen, damit er nicht wieder weich wird.
    Zunächst den Teig auf Frischhaltefolie, einer Lage Backpapier oder unbemehlten Arbeitsfläche (zusätzliches Mehl würde den Teig nur unnötig hart werden lassen) zu Rollen mit je ca. 3 cm Ø formen.
    Dann davon ca. 1 cm dicke Scheibchen abschneiden und zu Kipferln (wie Halbmonde oder Hörnchen) formen; alternativ den Kipferlteig in eine Kipferlform geben.
  • Die Kipferl (25 Stück pro Blech) auf das gekühlte, mit Backpapier ausgelegte Backblech bzw. die Kipferlform auf den Rost des Backofens legen.
    Sollten die Kipferl zu weich sein, vor dem Backen das Backblech mit den Vanillekipferln für etwa 30 Min. in den Kühlschrank stellen, dann verlaufen sie beim Backen nicht so schnell.
    Nun die Kipferl im vorgeheizten Backofen ca. 20 Min. auf mittlerer Schiene bei 150° C Ober-Unterhitze goldgelb backen. Jeder Ofen ist anders, daher unbedingt die Gebrauchsanleitung lesen und die Vanillekipferl im Auge behalten und lieber etwas kürzer backen, denn sie verbrennen sehr schnell. Inzwischen die restlichen 25 Kipferl formen und kühl stellen.
  • Nach dem Backen das Backblech aus dem Ofen nehmen und kurz stehen lassen, dann brechen sie nicht so leicht, wenn man sie später in Zucker wendet. Nun die Kipferl mit einem Pfannenwender vorsichtig auf einen Kuchenrost setzen und leicht auskühlen lassen. Danach die restlichen gekühlten 25 Kipferl auf das Blech setzen und ebenfalls goldgelb backen.

Für die Verzierung

  • In einer flachen Schale, z. B. Auflaufform, den Puder- und Vanillezucker geben und mit einem Esslöffel vermischen.
  • Nach dem kurzen Auskühlen die noch warmen Kipferl vorsichtig mit einer Gabel vom Blech nehmen (sie sind immer noch sehr zerbrechlich), in der Zuckermischung wenden und in eine mit Backpapier ausgelegte Keksdose legen.
  • Die Kipferl darin gut auskühlen lassen und die Dose sorgfältig verschließen. So halten sich die Kipferl ca. 6 bis 8 Wochen und werden dabei immer zarter und mürber.

Infobox

Tipps & Hinweise

Verwendete Produkte

  • Biovanilleschoten von Alnatura
  • Gemahlene Biomandeln mit Schale, geröstet von Alnatura
  • Weizenmehl „Weizenmehl Extra Type 405" von Diamant
  • Weißer Zucker „Unser Feinster“ von SweetFamily (Nordzucker)
  • Salz „Ur-Salz“ » von Erntesegen
  • Vegane Butter bzw. Margarine „Alsan-S“ von Alsan
  • Biopuderzucker aus Rohrzucker von Alnatura
  • Normaler Vanillezucker aus dem Supermarkt

Tipps

Inhaltsübersicht:

1. Vanilleschoten in Bioqualität
2. Gemahlene Mandeln – blanchiert oder naturbelassen?
3. Unterschied gemahlene Mandeln und Mandelmehl
4. Haushaltszucker oder Puderzucker?
5. Vegane Margarinesorten
6. Aufbewahren und einfrieren
  1. Vanilleschoten in Bioqualität

    Ich bevorzuge Vanilleschoten in Bioqualität. Diese sind zwar etwas teurer, jedoch wesentlich saftiger und intensiver im Geschmack als die günstigen Vanilleschoten aus dem Discounter oder Supermarkt. Daher hier lieber auf Biovanilleschoten von Alnatura, Lebensbaum, Rapunzel, Naturata oder RUF zurückgreifen. Auch die Südsee- sowie die Tahiti-Vanilleschoten von Azafran (in Nichtbioqualität) sind sehr hochwertig, saftig und äußerst ergiebig, da sie wesentlich mehr Vanillemark als günstige Vanilleschoten enthalten.
    Das Mark einer Vanilleschote kann zwar durch gemahlene Vanille, Vanille- bzw. Vanillinzucker, Backaroma oder sogenannte Vanilleessenzen, -extrakten und -pasten (zum Beispiel aus gemahlenen Vanilleschoten, Wasser, Alkohol, Zucker, Aromen und Verdickungsmitteln) problemlos ersetzt werden, doch hocharomatische echte Vanille ist doch eigentlich durch nichts zu toppen, oder?
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  2. Gemahlene Mandeln – blanchiert oder naturbelassen?

    Für diese Vanillekipferl eignen sich am besten gemahlene Mandeln in Bioqualität (z. B. von Rapunzel, Alnatura, Bode Naturkost), denn diese sind erheblich saftiger als beispielsweise die gemahlenen Mandeln aus dem Discounter. Alternativ kann man ganze Mandeln in einem Zerkleinerer einfach selbst mahlen.
    Bei den gemahlenen Mandeln unterscheidet man zwischen gemahlenen BLANCHIERTEN Mandeln (geschält, also ohne Haut) und gemahlenen NATUR­BELASSENEN Mandeln (ungeschält, also mit Schale). Blanchierte Mandeln machen die Kipferl heller; naturbelassene Mandeln hingegen machen sie etwas dunkler. Zudem sind naturbelassene Mandeln mit Schale aufgrund der mitverarbeiteten Schale viel aromatischer. Auch die verwendete Qualität – also Bio- oder Discounterqualität – ist enorm wichtig, da Discounterware häufig trockener und somit weniger aromatisch ist. Letztendlich ist ein enormer Geschmackunterschied im fertigen Gebäck erkennbar, wenn man naturbelassene Mandeln mit Schale und in Bioqualität für diese Vanillekipferl verwendet.
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  3. Unterschied gemahlene Mandeln und Mandelmehl

    Gemahlene Mandeln sind nicht mit Mandelmehl zu verwechseln! Gemahlene Mandeln bestehen aus ganzen (blanchierten) Mandeln und machen den Teig aufgrund des hohen Fettgehaltes saftiger, weicher und lockerer. Mandelmehl hingegen ist ein aus bei der Ölpressung entstandener Presskuchen, der anschließend gemahlen wird, und macht Gebäck fester und trockener.
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  4. Haushaltszucker oder Puderzucker?

    Anstelle des weißen Haushaltszuckers könnt Ihr diese Vanillekipferl auch mit Puderzucker herstellen – das macht die Plätzchen noch mürber und etwas weicher. Herkömmlicher Haushaltszucker, der in seiner Struktur naturgemäß gröber ist, soll braune Punkte im Plätzchenteig verursachen, da der Zucker sich im Mürbeteig nicht so schnell auflösen kann; dieses Phänomen konnte ich bei all meinen Keksen und Plätzchen allerdings noch nie feststellen. Sie werden sowohl mit normalem Haushaltszucker als auch mit feinem Puderzucker wunderbar mürbe und ganz zart, mit Puderzucker eben nur etwas weicher und „butter­­plätz­chen­artig". Beim Haushaltszucker allerdings auf feinkörnigen zurückgreifen, da sich dieser im Teig schneller und gleichmäßiger auflöst als grobkörniger.
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  5. Vegane Margarinesorten

    Ich verwende ausschließlich die veganen Margarinesorten wie „Alsan-Bio“ (nicht umgeestert und nicht chemisch gehärtet, ohne Aromen und künstliche Farbstoffe) sowie „Alsan-S“ (umgeestert, mit natürlichen Aromen und Emulgatoren aus Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren). Normale Margarine wie z. B. "Deli Reform Original" ist für diese Kipferl zu weich und der Teig lässt sich deshalb nicht mehr so gut verarbeiten.
    Der Farbstoff Carotin in der "Alsan-S" ist übrigens (nach Rückfrage beim Hersteller) natürlicher Herkunft (es wurde demnach nicht synthetisch hergestellt; es wurden auch keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt).
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  6. Aufbewahren und einfrieren

    Die Vanillekipferl können in gut schließenden, mit Backpapier ausgelegten Dosen aufbewahrt werden; dabei bei Bedarf zwischen den einzelnen Lagen Backpapier legen. Bei Zimmertemperatur gelagert, halten sie sich so gut 6 bis 8 Wochen. Sie lassen sich auch problemlos im Gefrierbeutel oder -behälter einfrieren und wieder auftauen.
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Benötigte Küchenhelfer

1 Schneidebrett
1 Küchenmesser
1 Küchenwaage
1 große Schüssel
1 Esslöffel
Frischhaltefolie zum Einwickeln und Ausrollen
1 Backblech
1 Lage Backpapier
alternativ 1 Kipferlform
1 Pfannenwender
1 flache Schale (z. B. Auflaufform)
1 Gabel
1 Keksdose mit Backpapier ausgelegt

Einstellungen und Zeiten

Ofeneinstellung: Ober-/Unterhitze
Einschubebene: mittlere Schiene
Backtemperatur: 150° C
Backzeit: ca. 20 Min.

Nährwerte

Portionsgröße: 1Kipferl | Kalorien: 56kcal | Kohlenhydrate: 5.1g | Eiweiß: 0.7g | Fett: 3.6g | Gesättigte Fette: 1.3g | Natrium: 2.1mg | Ballaststoffe: 0.4g | Zucker: 2.9g

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