Vegane Triple-Choc-Cookies

Vegane Triple-Choc-Cookies © voll veggie!

American Cookies gehen auch vegan! Und wer die chewy Cookies wie bei Subway, Starbucks und Co. liebt, der wird diese Triple-Choc-Cookies erst recht lieben, denn sie sind innen ganz zart, also chewy, und weich und am Rand leicht crunchy! Für den „Chewy-Effekt“ sorgt im Übrigen der braune Zucker; also bitte nicht komplett weglassen.

Zudem sind diese veganen Cookies besonders schokoladig, denn sie bestehen aus 3 leckeren veganen Schokoladensorten – weiß, hell und dunkel – und sind damit so richtig herrlich schokoladig. Für die Extraportion Schoki sorgen aber nicht nur die 3 Schokoladensorten, sondern auch hochwertiger schwach entölter Kakao, da er mehr Kakaobutter enthält als stark entölter. Somit ist er auch intensiver und wesentlich schokoladiger im Geschmack.

Das Tolle: Diese Triple-Choc-Cookies kommen ganz ohne Ei-Ersatz (z. B. Vollei-Ersatzpulver, Sojamehl, Apfelmus oder Banane) und sonstige Bindemittel (z. B. Xanthan, Johannisbrotkernmehl oder Agar-Agar) aus. Das alles ohne Ei und sonstige tierische Zusatzstoffe – und mit Zutaten, die garantiert jeder (Veganer) zu Hause hat! Ganz einfach und schnörkellos! Zudem sind die Cookies ganz schnell und einfach zubereitet. Besser geht es nicht!

Bei diesem Triple-Choc-Cookies-Rezept funktioniert das Natron im Übrigen auch ohne den typischen Zusatz von Säure wie Essig, Zitronensaft sowie (Pflanzen-)Joghurt, denn Natron braucht entweder Säure oder Wärme – oder beides – und reagiert daher auch ohne Säurezusatz und treibt eben erst durch die Hitze beim Backen – im Übrigen ohne „seifig“ oder metallisch zu schmecken. Doch auch melassehaltige Zusätze (Zuckersirup) wie brauner Zucker, Ahornsirup, Zuckerrübensirup; Schokolade und unbehandelter Kakao (ohne E 501 Kaliumcarbonat, auch als Pottasche bekannt, das zur Alkalisierung von Kakao eingesetzt wird), und Obst sorgen für die notwendige Wirkung des Natrons. Dadurch erhalten die Cookies ihre schöne flache und breite Form und gehen nicht so auf. Sobald das Natron allerdings mit den feuchten bzw. flüssigen Zutaten in Verbindung kommt und reagiert hat, verliert es, wie Backpulver auch, seine Wirkkraft, daher muss der angerührte bzw. geknetete Teig sofort in den vorgeheizten Backofen. Alternativ kann es problemlos durch herkömmliches Backpulver oder Weinsteinbackpulver ersetzt werden, nur dann verlieren diese Cookies ihre typisch flache Form, weil der Teig mit der im Backpulver enthaltenen Säure schon beim Rühren treibt.

Wer es etwas süßer und klebriger mag, erhöht die Zuckermenge des weißen Zuckers um 30 g auf insgesamt 100 g und die des braunen Zuckers um 25 g auf insgesamt 75 g.

Die perfekte Konsistenz dieser Cookies steht und fällt letztlich mit der Backtemperatur und Backzeit, denn zu langes Backen bei hohen Temperaturen macht diese Triple-Choc-Cookies nur unnötig hart und trocken. Deshalb lieber etwas kürzer – bei evtl. niedrigerer Temperatur – backen, auch wenn die Cookies anfangs noch leicht teigig wirken und sich in der Mitte noch etwas wölben; das gibt sich nach dem Auskühlen. Also, probiert es aus – niemand wird bemerken, dass diese Triple-Choc-Cookies vegan sind …!

Infos zu meinen verwendeten Produkten, hilfreiche Tipps, eine Übersicht über die benötigten Küchenhelfer sowie Angaben zu den Nährwerten findet ihr unter dem Rezept unter Tipps & Hinweise.

Vegane Triple-Choc-Cookies © voll veggie!

Vegane Triple-Choc-Cookies

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Diese veganen Triple-Choc-Cookies sind innen richtig schön chewy und am Rand leicht crunchy. Mit 3 Schokoladensorten und schwach entöltem Kakao sind sie besonders schokoladig.
Gericht: Kekse & Plätzchen
Land & Region: Amerikanisch
Level: normal
Ergibt: 12 Cookies
Kühlzeit: keine
Ruhe-/Gehzeit: keine
Kalorien :240kcal
Vorbereitungszeit: 10 Min.
Zubereitungszeit: 16 Min.
Arbeitszeit: 40 Min.
Menge: 12 Portionen

Zutaten

  • 50 g vegane Schokolade, weiß
  • 50 g vegane Schokolade, hell
  • 50 g vegane Schokolade, dunkel
  • 130 g Weizenmehl, Type 405
  • ½ TL Natron - ½ TL ca. 2,5 g
  • 125 g vegane Margarine - weich
  • 70 g Zucker, weiß
  • 50 g Zucker, braun
  • 1 Pckg. Vanillezucker - 1 Pckg. ca. 8g
  • 1 Prise Salz/Ursalz
  • 20 g echter Kakao/Backkakao - bevorzugt schwach entölt

Optional

  • 1 Portion Vollei-Ersatz - z. B. „MyEy“-Vollei-Ersatz
  • 40 ml Wasser

Schritte

  • Den Backofen auf 185° C Umluft vorheizen. Die 3 Schokoladensorten mit einem Küchenmesser in grobe Brocken hacken.
  • Das Mehl mit dem Natron durch ein feines Küchensieb (alternativ mit einem Mehl- und Puderzuckersieb in eine große Rührschüssel sieben.
    Optional: Mit Vollei-Ersatzpulver werden die Cookies etwas fester und knuspriger. Wer das möchte, bereitet Vollei-Ersatzpulver nach Packungsanleitung zu (bei meinem "MyEy"-Vollei-Ersatz nehme ich immer gut 10 g Pulver auf 40 ml Wasser).
  • In einer großen Rührschüssel die weiche Margarine in Flöckchen mit dem weißen und braunen Zucker sowie mit dem Vanillezucker und dem Salz mit den Rührhaken eines elektrischen Handrührgerätes gut aufrühren.
    Optional: Dann den angerührten Vollei-Ersatz unterrühren.
  • Nun die Mehl-Natron-Mischung esslöffelweise mit dem Handrührgerät unter das Margarine-Zucker-Gemisch rühren, bis ein feiner, aber fester Teig entstanden ist. Dann den Backkakao vorsichtig unterrühren und die gehackte Schokolade unterheben.
  • Dann den Backkakao vorsichtig unterrühren und die gehackte Schokolade unterheben.
  • Den Teig zu mittelgroßen Kugeln formen (je ca. 4 cm Durchmesser mit ca. 45 g) und leicht andrücken. Je 6 Cookies (sie verlaufen sehr stark und brauchen daher viel Platz) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und etwas andrücken.
    TIPP: Ich habe nur 1 herkömmliches flaches Backblech. Wer mehrere Bleche hat, kann natürlich entsprechend das nächste Backblech vorbereiten; so muss man nicht auf das im Ofen befindliche Blech warten. Die 2. Fuhre bewahre ich bis zum Backen im Kühlschrank auf.
  • Das Backblech auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und bei 185° C Umluft ca. 8 Min. backen (bei mir sind sie nach 8 Min. wunderbar chewy, nach 9 bis 10 Min. sind sie schon fast zu knusprig und eher wie normale Kekse).
    HINWEIS: Jeder Ofen ist anders, daher unbedingt die Gebrauchsanleitung lesen. Generell lieber eine niedrigere Temperatur wählen und die Cookies dafür etwas länger im Ofen lassen.
  • Nach der Backzeit sofort aus dem Ofen nehmen und das Backpapier mit den Cookies vorsichtig auf ein Kuchengitter ziehen und auskühlen lassen. Da die Cookies wirklich sehr weich und zerbrechlich sind, lassen sie sich anfangs nur schlecht mit einem Pfannenwender heben. Genauso mit den restlichen 6 Cookie-Kugeln verfahren.
    HINWEIS: Anfangs wirken die Cookies noch leicht teigig und sind in der Mitte noch etwas gewölbt, das gibt sich aber nach dem Auskühlen. Nach dem Auskühlen sind diese Cookies innen wunderbar weich und zart und am Rand leicht crunchy. Verpackt in einem luftdichten Plastikbehälter bleiben diese Cookies einige Tage wunderbar frisch und chewy!

Infobox

Tipps & Hinweise

Verwendete Produkte

  • Vegane weiße Schokolade „blonde VEGAN“ von Frankonia
  • Vegane Vollmilchschokolade „helle VEGAN“ von Frankonia
  • Vegane Zartbitterschokolade „dunkle VEGAN“ von Frankonia
  • Weizenmehl „Demeter Weizenmehl Type 405“ von Bauckhof
  • Natron „Vitavegan Natron" von Biovegan
  • Vegane Butter bzw. Margarine „Alsan-S“ von Alsan
  • Weißer Zucker „Unser Feinster“ von SweetFamily (Nordzucker)
  • Brauner Zucker von SweetFamily (Nordzucker)
  • Herkömmlicher Vanillezucker aus dem Supermarkt
  • Salz „Ur-Salz“ » von Erntesegen
  • Echter Kakao, schwach entölt von Alnatura

Tipps

  1. Die Auswahl an veganen Schokoladen ist inzwischen sehr umfangreich und lässt kaum noch Wünsche offen. Bei der Zartbitterschokolade ist es in der Regel kein Problem, einen adäquaten Ersatz zu finden, da z. B. Zartbitterschokolade nur selten mit Milch(-pulver) hergestellt wird. Hier kann man im Grunde auf normale Zartbitterschokolade aus dem Supermarkt zurückgreifen. Wer es allerdings ausschließlich vegan UND bio möchte, verwendet einfach die Zartbitterschokolade „dunkle VEGAN“ von Frankonia oder „Premium 71 % Dark Chocolate“ von Bonvita.
    Vegane „Milch“schokolade ist zwar nicht ohne Weiteres im Discounter oder Supermarkt erhältlich, lässt sich aber ganz einfach in Bioläden, Reformhäusern, Drogerien oder in diversen Onlineshops finden. Hier sind „helle VEGAN“ von Frankonia oder „Rice Milk Classic Original“ von Bonvita sehr empfehlenswert und kaum von den milchhaltigen Schokoladen zu unterscheiden.
    Vegane weiße Schokolade hingegen ist eher echte Geschmacks­sache. So gefallen mir persönlich „White Vanilla“ von iChoc oder „Organic Dairy Free Alternative to White Chocolate“ von Plamil geschmacklich und optisch rein gar nicht, während „blonde VEGAN“ von Frankonia (diese hat eine etwas dunklere, eher bräunliche Farbe) und „Rice Milk White Bar“ von Bonvita fast wie herkömmliche weiße Schokolade schmecken.
  2. Bei diesem Rezept funktioniert das Natron auch ohne Säurezusatz – ohne seifig oder sauer zu schmecken. Dadurch erhalten die Cookies ihre schöne flache und breite Form und gehen nicht so auf wie mit Backpulver. Wer kein Natron verwenden möchte, ersetzt es alternativ einfach durch herkömmliches Backpulver oder Weinsteinbackpulver.
  3. Ich verwende ausschließlich die veganen Margarinesorten wie „Alsan-Bio“ (nicht umgeestert und nicht chemisch gehärtet, ohne Aromen und künstliche Farbstoffe) sowie „Alsan-S“ (umgeestert, mit natürlichen Aromen und Emulgatoren aus Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren). Der Farbstoff Carotin in der „Alsan-S“ ist übrigens (nach Rückfrage beim Hersteller) natürlicher Herkunft. Es wurde demnach nicht synthetisch hergestellt; es wurden auch keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt.
  4. Statt des braunen Zuckers geht auch wunderbar brauner Rohrzucker oder Mascobado bzw. Muscovado (Vollrohrzucker). Aber bitte den braunen Zucker nicht komplett gegen weißen austauschen. Denn nur brauner Zucker sorgt für den „Chewy-Effekt“ und macht die Cookies schön weich und soft!
  5. Wer es etwas süßer und klebriger mag, erhöht die Zuckermenge des weißen Zuckers um 30 g auf insgesamt 100 g und die des braunen Zuckers um 25 g auf insgesamt 75 g. Weniger Zucker hingegen verändert die Konsistenz dieser Cookies erheblich und lässt sie eher wie normale Kekse werden, daher lieber vorsichtig herantasten.
  6. Schwach entölter Kakao ist hochwertiger, da er mit 20 bis 22 Prozent mehr Kakaobutter enthält als stark entölter (10 bis 12 Prozent). Somit ist er auch intensiver und wesentlich schokoladiger im Geschmack. In warmer (Pflanzen-)Milch oder warmem Wasser löst er sich durch den hohen Fettanteil allerdings schlechter auf als stark entölter Kakao. Wurde der Kakao dagegen mit dem Säureregulator Kaliumcarbonat bearbeitet (alkalisiert), ist der Kakao – auch in kalten Flüssigkeiten – nicht nur besser löslich, sondern er erhält auch einen milderen Geschmack und eine intensivere Farbe.
  7. Die perfekte Konsistenz dieser Cookies steht und fällt letztlich mit der Backtemperatur und Backzeit, denn zu langes Backen bei hohen Temperaturen macht diese Triple-Choc-Cookies nur unnötig hart und trocken. Deshalb lieber etwas kürzer – bei evtl. niedrigerer Temperatur – backen, auch wenn die Cookies anfangs noch leicht teigig wirken und sich in der Mitte noch etwas wölben; das gibt sich nach dem Auskühlen.

Benötigte Küchenhelfer

  • 1 Küchenwaage
  • 1 Küchenmesser
  • 1 Schneidebrett
  • optional: 1 kleine Schale für den Vollei-Ersatz
  • optional: 1 Messbecher für den Vollei-Ersatz
  • optional: 1 kleiner Rührbesen für den Vollei-Ersatz
  • 1 mittelgroße Rührschüssel für das Mehl-Natron-Gemisch
  • 1 Rührlöffel
  • 1 große Rührschüssel für das Margarine-Zucker-Gemisch
  • 1 Teigschaber
  • 1 elektr. Handrührgerät mit Rührhaken
  • 1 Esslöffel
  • 1 Backblech, besser 2 Bleche
  • 2 Lagen Backpapier
  • 1 Kuchengitter

Einstellungen und Zeiten

  • Ofeneinstellung: Umluft
  • Einschubebene: mittlere Schiene
  • Backtemperatur: 185° C
  • Backzeit: 8 Min. je Blech

Nährwerte

Portionsgröße: 1Cookie / ca. 50 g | Kalorien: 240kcal | Kohlenhydrate: 24.8g | Eiweiß: 2g | Fett: 14.4g | Gesättigte Fette: 7.6g | Natrium: 20.3mg | Ballaststoffe: 1.4g | Zucker: 14.7g
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4 Kommentare
  1. Melissa says:

    Hi, habe die Kekse durch googeln gefunden und mich förmlich darin verliebt 🙂 Wir haben diese Cookies am WE gemacht, ging ganz leicht und echt schnell. Die sind innen tatsächlich so richtig schön weich, also lange gehalten haben die bei uns nicht 😉 Deine Zutatenliste war echt hilfreich, man ist manchmal ja doch recht unsicher was genau man nehmen soll. Dazu noch die vielen Tips und nichts konnte schief gehen. Danke Dir. Melissa

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Hallo Melissa,

      das ist aber ganz, ganz lieb von Dir 🙂 ! Ich freue mich riesig, dass Dir diese Cookies so sehr geschmeckt haben.

      Es stimmt, die Tipps und die verwendeten Zutaten, aber auch die Angaben zu den Nährwerten sind eine tolle Hilfestellung.

      Liebe Grüße
      Bettina von voll veggie!

      Antworten
  2. Bibi says:

    Hallo,
    ich habe die Cookies fürs Büro zu meinem Geburtstag gemacht, die sind Hammer gut angekommen. Schnell und einfach, vor allem mit der tollen Schritt by Schritt Anleitung zum abhaken, das macht es echt viel einfacher.

    Bis dann
    Bibi

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Bibi,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Die Cookies sind wirklich sehr lecker, vor allem ganz ohne Ei oder Eiersatz.

      Herzliche Grüße
      voll veggie!

      Antworten

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