Vegane Butter­plätzchen

  • Vegane Butterplätzchen für die Ostertafel © voll veggie!
  • Vegane Butterplätzchen für die Weihnachtstafel bunt verziert © voll veggie!
  • Vegane Butterplätzchen für die Weihnachtstafel Rentierförmchen© voll veggie!
  • Vegane Butterplätzchen für die Weihnachtstafel Stiefelförmchen © voll veggie!

Diese herrlich zarten und mürben veganen „Butterplätzchen“ – verfeinert mit aromatischer Bourbonvanille – eignen sich hervorragend für die bunte Weihnachtsbäckerei. Aber auch zu Anlässen wie Ostern und Familienfeiern sind sie ein wahrer Genuss!

Aus einem klassischen 1-2-3-Mürbeteig für Butterplätzchen, der im Übrigen keine Zugabe von Ei erfordert und somit naturgemäß vegan ist, lassen sich diese Plätzchen ganz einfach und unkompliziert zubereiten. Wichtig dabei ist aber immer die Kühlung: Denn damit die Plätzchen beim Backen nicht zerlaufen, muss der Teig stets kühl sein. Das fängt schon beim Vermischen der Zutaten an; hier unbedingt gut gekühlte Margarine verwenden. In meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung ist alles für eine einfache Zubereitung beschrieben.

Liebevoll dekoriert können die Plätzchen schon wunderbar Wochen vor Weihnachten oder Ostern hergestellt und gelagert werden; sie schmecken aber auch frisch so richtig lecker. Es ist also nie zu spät für diese feinen Plätzchen 😉 !

Für einen unverfälschten Geschmack bevorzuge ich übrigens die schlichte Deko – einfach nur mit Puderzucker oder Dekorschnee bestreuen, da Schokolade und Co. doch recht dominant im Geschmack sind und somit den zarten Geschmack der Plätzchen überlagern.

Die verzierten und getrockneten Plätzchen in gut schließenden Dosen aufbewahren; dabei zwischen den einzelnen Lagen Backpapier legen. Kühl gelagert halten sie sich gut 3 bis 4 Wochen.

 

Vegane Butterplätzchen für die Ostertafel © voll veggie!

Vegane Butterplätzchen

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Diese herrlich zarten und mürben veganen „Butterplätzchen“ – verfeinert mit aromatischer Bourbonvanille – eignen sich hervorragend für die bunte Weihnachts- und Osterbäckerei. Aber auch zu allen anderen Anlässen und Familienfeiern sind sie ein wahrer Genuss!
Gericht: Kekse & Plätzchen
Land & Region: Deutsch
Allergeninfo: cholesterinfrei, glutenhaltig, laktosefrei, natriumarm, nussfrei, sojafrei
Level: normal
Kühlzeit: 1 Std.
Kalorien :57
Vorbereiten10 Min.
Kochen/Backen16 Min.
Gesamt40 Min.
Menge: 50 Stück

Zutaten

Für den Teig

  • 300 g Weizenmehl, Type 405
  • 200 g vegane Margarine - gekühlt
  • 100 g Zucker, weiß
  • 1 Stück Vanilleschote/n - Mark davon
  • 1 Prise Salz/Ursalz

Für die Verzierung

  • Dekorschnee
  • Zuckerguss
  • vegane Zuckerstreusel, bunt
  • vegane Schokolade, weiß
  • vegane Lebensmittelfarbe, schwarz

Schritte

Für den Teig

  • Das Mehl in eine Schüssel geben und die Margarine in Flöckchen darauf verteilen. Die Vanilleschote der Länge nach einschneiden und das Mark herauskratzen.
  • Das Mark der Vanilleschote, den Zucker sowie die Prise Salz zum Mehl und zur Margarine geben.
  • Nun alle Zutaten mit den Händen kurz, aber kräftig zu einem glatten Mürbeteig verkneten und zu einer Kugel geformt und in Folie eingewickelt für ca. 1 Stunde, am besten aber über Nacht, kalt stellen; so lässt der Teig sich besonders gut ausrollen.
  • Vor der weiteren Verarbeitung ein Backblech mit Backpapier auslegen und kalt stellen. Inzwischen den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Nach der Kühlzeit den Teig portionsweise entnehmen (den Rest stets im Kühlschrank belassen, damit er nicht wieder weich wird) und auf ein leicht! bemehltes Frischhalte­folienstück geben. Ein weiteres Folienstück darüberlegen und den Teig zwischen diesen beiden Folien mit einem Nudelholz ca. 0,5 cm dick ausrollen. So bleibt die Arbeitsfläche sauber und der Teig klebt weder auf der Arbeitsplatte noch an dem Nudelholz fest.
  • Nun aus dem ausgerollten Teig Plätzchen mit beliebigen Ausstechformen ausstechen, je nach Größe insgesamt bis zu 50 Stück. Damit sich der Teig besser aus den Plätzchenformen löst, diese einfach in eine Schale mit Mehl drücken.
  • Die Plätzchen mit einem Tortenmesser (oder -heber) vorsichtig aufnehmen und stets auf ein kaltes Backblech legen. Die ausgestochenen Plätzchen samt Backblech ca. 60 Min. kalt stellen.
  • Danach die Plätzchen im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubebene ca. 8 bis 10 Min. backen; sie sollten noch schön hell sein. Nach jedem Backen die Plätzchen vorsichtig (im heißen Zustand brechen sie sehr schnell) vom Backblech nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Verzierung

  • Nach dem Auskühlen nach Belieben dekorieren, z. B.
  • mit Dekorschnee bestreuen
  • aus 50 g Puderzucker und 1-2 EL Flüssigkeit wie Wasser, Zitronensaft, Alkohol wie Amaretto und Rum, Fruchtsaft, Kaffee etc. einen dicklichen Zuckerguss anrühren, auf Wunsch einfärben und die Plätzchen damit verzieren oder mit Zuckerstreusel bestreuen
  • vegane weiße Schokolade schmelzen, nach Belieben einfärben und die Plätzchen damit dekorieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Verwendete Produkte

  • Weißer Zucker „Unser Feinster“ von SweetFamily (Nordzucker)
  • Vegane Margarine „Alsan-S“ von Alsan
  • Biovanilleschoten von Alnatura
  • Ursalz von Erntesegen
  • vegane weiße Schokolade „blonde VEGAN“ von Frankonia
  • Die pulverförmigen und fettlöslichen Lebensmittelfarben von Pati-Versand sind allesamt vegan
  • „helle VEGAN“ von Frankonia
  • Biopuderzucker aus Rohrzucker von Alnatura

Tipps

  1. Anstelle des weißen Haushaltszuckers könnt Ihr diese Plätzchen auch mit Puderzucker herstellen –  das macht die Plätzchen noch mürber und etwas weicher. Herkömmlicher Haushaltszucker, der in seiner Struktur naturgemäß gröber ist, soll braune Punkte im Plätzchenteig verursachen, da der Zucker sich im Mürbeteig nicht so schnell auflösen kann; dieses Phänomen konnte ich bei meinen Plätzchen allerdings noch nie feststellen. Sie werden sowohl mit normalen Haushaltszucker als auch mit Puderzucker wunderbar mürbe und ganz zart.
  2. Ich bevorzuge Vanilleschoten in Bioqualität. Diese sind zwar etwas teurer, jedoch wesentlich saftiger und intensiver im Geschmack als günstige Vanilleschoten aus dem Discounter.
  3. Im Gegensatz zu Puderzucker bleibt Dekorschnee (auch „süßer Schnee“ genannt) dauerhaft weiß und schmilzt nicht auf feuchtem und warmem Gebäck. Dekorschnee gibt es zum Beispiel von Pati-Versand (enthält im Aroma leider Milchbestandteile), Städter, Hobbybäcker-Versand etc. – einfach auch mal bei Amazon schauen.
  4. Für das Einfärben von weißer Schokolade bitte ausschließlich fettlösliche Lebensmittelfarbe verwenden! Die herkömmliche Farbe aus dem Supermarkt ist dafür ungeeignet, da sie wasserlöslich ist. Für dieses Rezept habe ich die „Lebensmittelfarbe fettlöslich“ von Pati-Versand verwendet; diese pulverförmige Lebensmittelfarbe auf Ölbasis ist bestens zum Einfärben von Schokolade, Kakaobutter etc. geeignet. Sie ist zudem sehr farbintensiv (schon kleinste Mengen sind ausreichend) und lässt sich ohne vorheriges Anrühren mit Flüssigkeit in die flüssige Schokolade klumpenfrei einrühren. Die rote Lebensmittelfarbe von Pati-Versand besteht übrigens aus dem synthetisch hergestellten Farbstoff Cochenillerot A (E 124) und ist somit vegan.
  5. Die weiße Schokolade „blonde VEGAN“ von Frankonia schmeckt mit dem darin enthaltenen Haselnussmark sehr mild und zart. Auch die „Rice Milk White Bar“ von Bonvita schmeckt fast wie herkömmliche weiße Schokolade und eignet sich ebenfalls optimal als Überzug.
  6. Die Zuckerstreusel von Biovegan sind vegan; herkömmliche Streusel (z. B. von Dr. Oetker) enthalten als Farbstoff „Echtes Karmin“ (E 120), der aus befruchteten und getrockneten, denmach weiblichen Koschenilleschildläusen gewonnen wird. Hierbei wird der Farbstoff durch Quetschen und Auskochen der Schildläuse extrahiert. Bunte Dekorperlen enthalten übrigens ein Überzugsmittel aus Schellack (E 904); bei Schellack handelt es sich um die harzartigen Ausscheidungen der weiblichen Gummilackschildläuse! Deshalb unbedingt Augen auf beim Kauf von Backzutaten!

Benötigte Küchenhelfer

1 Küchenwaage
1 große Rührschüssel
1 kleines Küchenmesser
1 Schneidebrett
1 Backofenblech
Backpapier nach Bedarf
Frischhaltefolie nach Bedarf
1 Nudelholz
Ausstechformen nach Belieben
1 Tortenmesser (oder -heber)
1 Kuchengitter
Keksdosen nach Belieben

Einstellungen und Zeiten

Ofeneinstellung: Ober-/Unterhitze
Einschubebene: mittlere Schiene
Backtemperatur: 180° C
Backzeit: ca. 8–10 Min. je Blech

Nährwerte

Portionsgröße: 1Stück / ohne Verzierung | Kalorien: 57kcal | Kohlenhydrate: 6.3g | Eiweiß: 0.6g | Fett: 3.3g | Gesättigte Fette: 1.6g | Natrium: 3.7mg | Ballaststoffe: 0.2g | Zucker: 2g
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14 Kommentare
  1. Marion says:

    Hallo Bettina,

    hatte das schöne Rezept über Ostern ausprobiert.
    Die Kids und Freunde fanden die Kekse supi.

    Werde bestimmt das eine oder andere Rezept noch testen :-)

    Schöne Grüße
    Marion

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Marion,

      ich freue mich sehr, dass meine Plätzchen in Deinem Umfeld so gut angekommen sind. Ich wünsche Dir ganz viel Freude mit meinen anderen Rezepten; Du wirst bestimmt fündig :-) .

      Herzliche Grüße
      Bettina von voll veggie!

      Antworten
  2. Sylvia says:

    Vielen Dank für das tolle Rezept. Ich dachte immer, Plätzchen müssen immer ein Ei enthalten. Aber es gelingt tatsächlich ohne. Ich habe die Kekse mit meiner kleinen Tochter am Nikolaustag gemacht. Wir haben uns genau an das Rezept gehalten und alles ist top geworden. Vielen Dank!

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Sylvia,

      das ist aber ein lieber Kommentar, vielen Dank. Ja, die Plätzchen sind absolut gelingsicher. Toll, dass Deine kleine Tochter mitmachen durfte.

      Alles Liebe für Euch!
      voll veggie!

      Antworten
  3. Renate says:

    Zur Weihnachtszeit unsere Standardplätzchen. Gelingen immer. Kenne die auch nicht mit Ei. Meine Mutter hat sie auch immer so gemacht und sind jedes Mal der Wahnsinn. Von mir 5 Sterne. Danke :-)

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Hallo, Renate,

      toll, dass Dir diese Plätzchen gefallen. Sie sind auch unsere absoluten Lieblingsplätzchen zu Weihnachten, aber auch zu Ostern oder nur mal so zwischendurch.

      Herzliche Grüße
      voll veggie!

      Antworten
  4. Bebita says:

    Wir haben das Rezept für die Adventszeit gebacken. Es ging einfach und der Tipp mit der Folie war super. Aber leider empfinden wir die Plätzchen als sehr trocken.
    Unseren Gästen haben sie auch nicht geschmeckt, sehr schade. 😔
    Trotzdem eine schöne Internet Präsenz. Werde wieder hier stöbern.
    Danke für die Anregungen hier.

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Bebita,

      das ist aber sehr schade. Dabei ist es ein normaler 1-2-3-Mürbeteig, also bestehend aus 1 Teil Zucker, 2 Teilen Butter (in diesem Fall Margarine) und 3 Teilen Mehl, wie ihn schon unsere Großmütter gemacht haben. Von daher können wir es uns nur erklären, dass Du entweder beim Ausrollen zu viel Mehl verwendet hast, denn das macht die Plätzchen tatsächlich trocken und geschmacklos. Aber auch zu langes Kneten und Ausrollen kann das Gebäck hart und trocken machen. Wie beschrieben müssen alle Zutaten mit den Händen kurz, aber kräftig zu einem glatten Mürbeteig verknetet werden. Vielleicht gelingen Dir die Plätzchen beim nächsten Mal besser.

      Wir freuen uns aber sehr, dass Dir unsere Website gefällt.

      Liebe Grüße
      Dein Team von voll veggie!

      Antworten
  5. Tanja says:

    Hallo,

    eure vegnanen Vanillekipferl sind ja schon mal mega, aber das „stink normale“ Plätzchen so lecker sein können, hätt ich nicht gedacht. Mit der Anleitung ist alles prima geworden, die Plätzchen sind richtig zart und auch ohne Butter sehr sehr lecker. Bi nbegeistert. Danke für das wirklich schöne rezept.

    Bye
    Tanja

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Tanja,

      welch Kompliment, vielen Dank. Wir freuen uns wirklich sehr, dass Dir die Plätzchen gelungen sind. Es stimmt, es muss nicht immer „echte“ Butter sein. Auch mit veganer Margarine werden diese Mürbeteigplätzchen sehr zart und buttrig.

      Liebe Grüße
      voll veggie!

      Antworten
  6. Pippi says:

    Super einfach, super lecker, eben klassische Plätzchen :-) Machen wir ganz oft zwischen durch, weil wir nicht so gerne Fertig-Produkte kaufen. Mit diesem Rezept klappts aber immer. Vielen Dank!!!!!!

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Pippi,

      schön, dass Dir die Plätzchen so gut schmecken. Man kann davon wirklich nie genug bekommen.

      Liebe Grüße von
      voll veggie!

      Antworten
  7. Daniela says:

    Wir haben diese veganen Plätzchen mit einer kleinen Gruppe aus der Kita meiner Tochter für Ostern gemacht. Ich kann die negative Bewertung von „Bebita“ nicht nachvollziehen. Wir (ja auch die Kinder!) haben alles nach Anleitung gemacht und die Kekse sind prima geworden. Kinderleicht und absolut geling-sicher. Überhaupt nicht trocken und fad, sondern wirklich sehr zart und fein. Wenn diese Plätzchen nichts werden, liegt es nicht am rezept, sondern an denjenigen, der sie macht. Von mir 5***** DANKE!

    Antworten
    • voll veggie! says:

      Liebe Daniela,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Wir freuen uns sehr, dass Dir bzw. Euch die Plätzchen so toll gelungen sind. Besonders für Kinder ist das ja ein Riesenspaß! Und ja, die Plätzchen sind absolut gelingsicher, man muss nur die Tipps bzw. ein paar Regeln befolgen; von den Zutaten über Verarbeitung bis hin zum Backofen. Aber all die tollen Bewertungen zeigen uns doch, dass das Rezept prima funktioniert.

      Alles Liebe
      voll veggie!

      Antworten

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