Klassischer Rumtopf – ganz einfach selbst ansetzen

  • Klassischen Rumtopf selbst machen © voll veggie!
  • Die erste Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!
  • Die zweite Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!

Der Rumtopf ist seit jeher eine klassische Methode, um Früchte zu konservieren. Dabei wird der Rumtopf traditionell – idealerweise mit der Erdbeerzeit – im Mai/Juni angesetzt und zur Weihnachtszeit serviert.

Grundlage für den (veganen) Rumtopf bilden frisches saisonales Obst, das bis Oktober im Rumtopf in Schichten übereinandergelegt wird, sowie Zucker und (veganer) brauner Rum. Doch Vorsicht – nicht alle Rumsorten sind vegan! Der 60er Rum von STROH ist vegan, duftet ganz weich und zart, schmeckt sehr aromatisch und würzig mit einer dezenten Rumnote, ist dabei aber nicht zu scharf, und bietet mit 60 % vol die ideale Basis für diesen veganen Rumtopf.

Das Rumtopfansetzen ist auch gar nicht so schwer, wie oft vermutet wird – wenn man einige Regeln beachtet! Denn ganz wichtig beim Ansetzen sind: Sauberkeit der verwendeten Küchenhelfer und stets frisches, vollreifes, aromatisches und vor allem einwandfreies Obst, also ohne Druck- und Fäulnisstellen, da der Rumtopf sonst gären und schimmeln könnte! Die bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung macht das Ansetzen für diesen klassischen Rumtopf kinderleicht.

Welcher Rumtopf dabei verwendet wird, ist im Grunde egal. Am besten eignet sich jedoch ein glasierter Rumtopf aus Steingut mit Wasserrinne und einem Fassungsvermögen von mind. 7 Litern; bei diesem Rezept ist mein 7-Liter-Topf fast voll. Alternativ eignet sich ein großes Einmachglas mit Bügelverschluss oder ein Glasgefäß mit Schraubverschluss; diese sollte man allerdings mit Alufolie einwickeln, um den Inhalt vor Licht und somit vor Qualitätsverlust zu schützen.

Prinzipiell können alle saisonalen Obstsorten für diesen Rumtopf verwendet werden: Erdbeeren, Süß- und/oder Sauerkirschen, Beeren wie Himbeeren (doch Vorsicht, sie zerfallen leicht) und Stachelbeeren, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen und Birnen. Neben den heimischen Sorten können natürlich auch exotische Früchte wie Ananas und Kiwis verwendet werden. Für diesen Rumtopf verwende ich jedoch ausschließlich „klassische“ Früchte – frisch vom Markt und nur in Deutschland angebaut – wie Erdbeeren im Mai, Süß- oder Sauerkirschen im Juni, Aprikosen im Juli, Mirabellen im August, Pflaumen bzw. Zwetschgen im September sowie Birnen (ganz lecker: die Herbst- bzw. Winterbirne „Vereinsdechant“) im Oktober. Natürlich lässt sich der erste Ansatz auch mit anderen Früchten als mit Erdbeeren ansetzen. Auch wenn es einige Obstsorten gibt, die man tatsächlich nicht für den Rumtopf verwenden sollte – es gibt nicht DAS Patentrezept; also einfach machen, wie man mag. Tipps zu geeigneten und ungeeigneten Früchten und viele weitere Tipps findet ihr unter dem Rezept.

Neben dem klassischen Haushaltszucker passt auch wunderbar Rohrohrzucker – wie bei diesem Rezept – oder brauner Zucker, dann bekommt der Rumtopf eine leichte Karamellnote. Natürlich kann man auch alle Zuckersorten mischen; wie das Herz begehrt.

Die Mengenangaben für den Rum sind nur Richtwerte und individuell. Je nach verwendeter Fruchtsorte und Reife sowie durch Verdunsten und Einziehen in die Früchte kann weniger, aber auch mehr Rum nötig werden. Dadurch, dass ich oben schwimmende Früchte mit Tellern „beschwere“ (siehe Anleitung), sind die Früchte immer mit ausreichend Rum bedeckt. Letztlich habe ich für diesen Rumtopf „nur“ 2,5 Liter Rum gebraucht.

Besonders raffiniert wird der Rumtopf übrigens, wenn ihr eine aufgeschlitze Vanilleschote, zwei Zimtstangen und einige Gewürznelken in den ersten Ansatz gebt. Ich persönlich mache dies jedoch erst mit der 5. Fruchtzugabe im September, damit die Gewürze den Rumtopf nicht allzu sehr überladen.

Serviert wird der Rumtopf dann – endlich – zum 1. Advent, spätestens aber zu Weihnachten: Warm oder kalt zu Desserts wie Eis oder Vanillepudding, zu Süßspeisen wie Milchreis, Grießbrei oder Pfannkuchen, zu Kuchen und Gebäck wie Käsekuchen, Kastenkuchen oder Waffeln sowie als Bowle mit Sekt aufgefüllt oder – ganz klassisch – pur warm serviert wie Glühwein an eiskalten Tagen.

Abgefüllt in kleine hübsch verzierte Einkochgläser ist dieser traditionelle Rumtopf übrigens das ideale Geschenk, um damit Familie, Freunden, Bekannten oder Kollegen eine kleine Freude zu machen. Besonders zu Weihnachten ein mit Liebe gefülltes Geschenk.

Infos zu meinen verwendeten Produkten, hilfreiche Tipps, eine Übersicht über die benötigten Küchenhelfer sowie Angaben zu den Nährwerten findet ihr unter dem Rezept unter Tipps & Hinweise.

Klassischen Rumtopf selbst machen © voll veggie!

Klassischer Rumtopf – vegan und ganz leicht selbst gemacht

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Der Rumtopf wird traditionell – idealerweise mit der Erdbeerzeit – im Mai/Juni angesetzt und zur Weihnachtszeit serviert. Grundlage für den (veganen) Rumtopf bilden frisches saisonales Obst, das bis Oktober im Rumtopf in Schichten übereinandergelegt wird, sowie Zucker und (veganer) brauner Rum.
Gericht: Getränke & Drinks
Land & Region: Deutsch
Level: normal
Ergibt: 800 g
Kühlzeit: 6 Monate
Ruhe-/Gehzeit: 6 Monate
Kalorien :372kcal
Vorbereitungszeit: 15 Min.
Zubereitungszeit: 10 Min.
Arbeitszeit: 1 Std. 15 Min.
Menge: 30 Gläser

Zutaten

1. Ansatz im Mai

  • 500 g Erdbeeren, frisch - vorbereitet gewogen
  • 500 g Zucker, weiß - bevorzugt Rohrohrzucker
  • 750 ml Rum, braun - mind. 54 % vol

2. Ansatz im Juni

  • 500 g Süßkirschen, frisch - vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß - bevorzugt Rohrohrzucker
  • 500 ml Rum, braun - mind. 54 % vol

3. Ansatz im Juli

  • 500 g Aprikosen, frisch - vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß - bevorzugt Rohrohrzucker
  • 250 ml Rum, braun - mind. 54 % vol

4. Ansatz im August

  • 500 g Mirabellen, frisch - vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß - bevorzugt Rohrohrzucker
  • 250 ml Rum, braun - mind. 54 % vol

5. Ansatz im September

  • 500 g Zwetschgen oder Pflaumen, frisch - vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß - bevorzugt Rohrohrzucker
  • 250 ml Rum, braun - mind. 54 % vol

6. Ansatz im Oktober

  • 500 g Birnen, frisch - vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß - bevorzugt Rohrohrzucker
  • 250 ml Rum, braun - mind. 54 % vol

Schritte

1. Ansatz im Mai

  • Den Rumtopf sorgfältig mit Seifenwasser reinigen, mit heißem Wasser sorgfältig ausspülen, über Kopf auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen und abschließend mit einem fusselfreien Geschirrtuch auswischen.
  • Die Erdbeeren im Spülbecken in stehendem, kaltem Wasser baden, also ganz leicht hin und her bewegen, aber bitte nicht unter fließendem Wasser bzw. unter einem harten Wasserstrahl abspülen, da sonst die empfindlichen Früchte Schaden nehmen!
    WICHTIG: Damit die Erdbeeren nicht verwässern, die Stiele und Kelchblätter immer erst NACH dem Waschen entfernen.
    Erdbeeren vorsichtig im Wasserbad waschen für den Rumtopf © voll veggie!
  • Dann die Erdbeeren auf Küchenpapier oder in ein mit Küchenpapier ausgelegtes Küchensieb legen und gut trocknen lassen. Evtl. trocken tupfen.
    Gewaschene Erdbeeren trocknen lassen für den Rumtopf © voll veggie!
  • Nun mit einem kleinen Küchenmesser vorsichtig die Stiele und Kelchblätter von den Erdbeeren entfernen, größere Früchte evtl. halbieren oder vierteln und allesamt in den Rumtopf legen.
    Geputzte Erdbeeren geschichtet im Rumtopf © voll veggie!
  • Den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
  • Nun den Rumtopf mit Rum auffüllen. Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Erdbeeren steht.
    Die erste Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!
  • Oben schwimmende Früchte lassen sich ganz leicht mit einem Teller „beschweren“.
    Hierfür je nach Öffnungsgröße des Topfes 1 Untertasse mit der Unterseite nach oben vorsichtig über die Früchte legen und ggf. mit einer Tasse beschweren oder – wie bei mir – 3 Unterassen etwas versetzt auf die Früchte legen, damit die Früchte nach unten gedrückt werden und ganz mit Rum bedeckt sind. Häufig gibt es auch passend zu den Rumtöpfen sogenannte Beschwerungssteine.
    Den Rumtopf nun mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf (z. B. zum Schutz vor Fruchtfliegen und Insekten) eine Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
    Früchte im Rumtopf mit Tellern beschweren © voll veggie!
  • Nun den Rumtopf für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Erdbeeren stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

2. Ansatz im Juni

  • Nun kommen nach und nach die Früchte, die als nächstes reif werden, wie zum Beispiel Süß- oder Sauerkirschen, sowie Zucker und wieder Rum dazu.
    Dafür die Kirschen im Spülbecken in stehendem, kaltem Wasser baden, also ganz leicht hin und her bewegen, aber bitte nicht unter fließendem Wasser bzw. unter einem harten Wasserstrahl abspülen, da sonst die empfindlichen Früchte Schaden nehmen!
    WICHTIG: Damit die Kirschen nicht verwässern, die Stiele und Steine, sofern gewünscht, immer erst NACH dem Waschen entfernen.
    Kirschen vorsichtig im Wasserbad waschen für den Rumtopf © voll veggie!
  • Dann die Kirschen auf Küchenpapier oder in ein mit Küchenpapier ausgelegtes Küchensieb legen und gut trocknen lassen. Evtl. trocken tupfen. Nun vorsichtig die Stiele von den Kirschen abziehen und bei Bedarf die Kirschen entsteinen: Hierfür einfach mit einem Holzspieß in den Stielansatz stechen und vorsichtig den Stein auf der anderen Seite durchdrücken. Voi­là!
    Gewaschene Kirschen trocknen lassen und entkernen für den Rumtopf © voll veggie!
  • Die Kirschen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
    Zuckerschicht auf Kirschen für den Rumtopf © voll veggie!
  • Nach der Ziehzeit die Kirschen mit dem Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Früchten steht.
    Die zweite Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!
  • Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
    Früchte im Rumtopf mit Tellern beschweren © voll veggie!
  • Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Früchte stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

3. Ansatz im Juli

  • Im Juli kommen Aprikosen in den Rumtopf; hierfür muss man die Aprikosen häuten. Das Häuten von Aprikosen ist aber denkbar einfach – im Grunde geht das wie bei Tomaten auch: Die Aprikosen gründlich waschen, in eine Schüssel legen, mit kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, mit kaltem Wasser abschrecken und die Haut von den Aprikosen vorsichtig abziehen.
  • Dann die Aprikosen mit einem kleinen Küchenmesser halbieren, den Kern entfernen und die Hälften nochmals halbieren, vierteln oder einfach würfeln. Nun die Aprikosen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
  • Nach der Ziehzeit die Aprikosen mit dem Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Früchten steht.
  • Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
  • Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Früchte stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

4. Ansatz im August

  • Im August kommen Mirabellen in den Rumtopf. Hierfür die Mirabellen sorgfältig waschen und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Dann halbieren und entkernen (einfach die Mirabellen mit dem Küchenmesser rundherum bis zum Kern einschneiden, die Hälften in entgegengesetzte Richtung drehen und den Kern entnehmen).
  • Nun die Mirabellen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
  • Nach der Ziehzeit die Mirabellen samt Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Früchten steht.
  • Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
  • Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Früchte stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

5. Ansatz im September

  • Im September kommen Zwetschgen in den Rumtopf. Am besten erst einmal Einweghandschuhe überziehen, denn Zwetschgen bzw. Zwetschgen können stark abfärben. Die Zwteschgen zunächst sorgfältig waschen und in einem Sieb gut abtropfen lassen.
  • Dann halbieren und entsteinen: Hierfür einfach die Zwetschgen mit dem Küchenmesser rundherum bis zum Stein einschneiden, die Hälften in entgegengesetzte Richtung drehen und den Stein entnehmen. Zwteschgen auf Wunsch grob würfeln.
  • Nun die Zwetschgen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
  • Nach der Ziehzeit die Zwetschgen samt Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Früchten steht.
  • Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
  • Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Früchte stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

6. Ansatz im Oktober

  • Im Oktober kommen Birnen in den Rumtopf. Hierfür die Birnen waschen, schälen, vierteln, entkernen und in kleinere Würfel schneiden.
  • Nun die Birnen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
  • Nach der Ziehzeit die Birnen samt Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Früchten steht.
  • Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
  • Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Früchte stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.
  • Ungefähr 3 bis 4 Wochen, nachdem die letzten Früchte in den Rumtopf gegeben wurden, wird noch etwa 250 ml Rum nachgefüllt. Dann den fast fertigen Rumtopfnochmals 1 Woche ruhen lassen und spätestens zum 1. Advent oder aber Ende November genießen.
     

Infobox

Tipps und Hinweise

Verwendete Produkte

  • Brauner Rum  „STROH 60“ von Stroh Austria (gibt es offiziell nur in Österreich, wird aber von den Onlineshops „Rum & Co.“ sowie „Amazon“ angeboten)
  • Biorohrohrzucker von dm

Tipps

Inhaltsübersicht:

1. Ist Rum immer vegan?
2. Der optimale Alkoholgehalt
3. Zucker
4. Das perfekte Topfmaterial
5. Geeignete Früchte
6. Ungeeignete Früchte
7. Feine Würze mit Vanille & Co.
8. Die richtige Lagerung
9. Umrühren
  1. Veganer Rum

    Nicht alle Rumsorten sind vegan! Nach Rücksprache mit den einzelnen Herstellern sind die konventionellen Rums von Hansen, Pott und STROH absolut vegan; der Rum von Asmussen hingegen ist NICHT vegan!
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  2. Der optimale Alkoholgehalt

    Bitte nur Rum mit einem Alkoholgehalt von mind. 54 % vol (entspricht einem reinen Alkoholgehalt von 47,4 g auf 100 ml) verwenden, da nur mit einem hohen Alkoholgehalt die optimale Konservierung gewährleistet wird und der Rumtopf lange haltbar bleibt. Man kann den Rumtopf auch mit 54-prozentigem Rum ansetzen und für die nachfolgenden Schichten 40-prozentigem Rum verwenden.
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  3. Zucker

    Zucker im Rumtopf darf natürlich nicht fehlen, da er den Rumtopf, zusammen mit dem Rum, haltbar macht. Den herkömmlichen weißen Zucker kann man auch gegen Rohrohrzucker – wie bei diesem Rezept bevorzugt –, braunen Zucker, braunen Rohrzucker und Kandiszucker austauschen, dann bekommt der Rumtopf eine leichte Karamellnote. Natürlich kann man auch alle Zuckersorten mischen.
    Übrigens: Meine direkten Anfragen bei den 3 größten deutschen Zuckerproduzenten „Nordzucker“, „Südzucker“ und „Pfeifer & Langen“ („Diamant Zucker“) ergaben übrigens, dass bei der Zuckerherstellung weder tierische Zutaten noch tierische Hilfsmittel eingesetzt werden (Stand 09/2015).
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  4. Das perfekte Topfmaterial

    Steingut, Keramik, Porzellan oder Glas: Das Material des Rumtopfes ist eigentlich egal. Am besten eignet sich jedoch ein glasierter Rumtopf aus Steingut mit Wasserrinne und einem Fassungsvermögen von mind. 5 Litern. Alternativ eignet sich ein großes Einmachglas mit Bügelverschluss oder ein Glasgefäß mit Schraubverschluss; diese sollte man allerdings mit Alufolie einwickeln, um den Inhalt vor Licht und somit vor Qualitätsverlust zu schützen (die Früchte können verblassen).
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  5. Geeignete Früchte

    Für euren Rumtopf können im Grunde alle saisonalen Obstsorten wie Erdbeeren, Süß- und Sauerkirschen (mit oder ohne Stein; mit Stein ziehen sie weniger Saft), Beeren wie Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen, Birnen und (kernlose) Weintrauben verwendet werden. Neben den heimischen Sorten können natürlich auch exotische Früchte wie Ananas, Melonen, Kiwis und Zitrusfrüchte verarbeitet werden. Da Obstsorten mit fester Schale wie Weintrauben oder Stachelbeeren den Rum nicht so schnell aufnehmen und dadurch schneller schimmeln können, sollten diese entweder halbiert oder mit einer Nadel angestochen werden.
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  6. Ungeeignete Früchte

    Bei Beeren wie Johannisbeeren und Co. scheiden sich die Geister: Johannisbeeren können an den Stielansätzen schimmeln und Himbeeren schnell zerfallen, Heidelbeeren können bitter und Brombeeren hart werden. Auch Äpfel bleiben etwas härter im Biss. Bananen können braun und matschig werden. Rhabarber macht den Rumtopf sauer. Rhabarber enthält zudem viel Oxalsäure und kann, in hohen Mengen verzehrt, gesundheitsschädlich wirken; daher sollte Rhabarber lieber nur geschält und gegart genossen werden. Letztlich muss jeder einfach für sich selbst ausprobieren, welche Früchte einem im Rumtopf schmecken oder nicht.
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  7. Feine Würze mit Vanille & Co.

    Für eine ganz besonders raffinierte und aromatische Note können zu dem Rumtopf eine eingeritzte Vanilleschote, zwei Zimtstangen und einige Gewürznelken gegeben werden.
    Ich bevorzuge Vanilleschoten in Bioqualität. Diese sind zwar etwas teurer, jedoch wesentlich saftiger und intensiver im Geschmack als die günstigen Vanilleschoten aus dem Discounter oder Supermarkt. Daher hier lieber auf Biovanilleschoten von Alnatura, Lebensbaum, Rapunzel, Naturata oder RUF zurückgreifen. Auch die Südsee- sowie die Tahiti-Vanilleschoten von Azafran in Nichtbioqualität sind sehr hochwertig und saftig und daher ebenfalls äußerst empfehlenswert.
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  8. Die richtige Lagerung

    Den Rumtopf an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern, beispielsweise im Keller oder Hauswirtschaftsraum (ohne Heizungsanlage, die den Raum erwärmen könnte). Bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das Durchziehen der Früchte! Auch wenn der Rumtopf fertig ist und zum Servieren geöffnet wurde, jedes Mal wieder gut verschließen und kühl lagern. So hält sich der Rumtopf bis etwa Februar/März des Folgejahres.
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  9. Umrühren

    Nach jeder Fruchtzugabe kann (muss aber nicht) der Rumtopf vorsichtig mit einem Kochlöffel aus Kunststoff durchgerührt werden.
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Benötigte Küchenhelfer

1 Rumtopf, mind. 5 Ltr. Fassungsvermögen
1 Geschirrtuch
1 Küchenwaage
Küchenpapier
ggf. 1 Küchensieb
1 kleines Küchenmesser
1 Rührlöffel aus Kunststoff
ggf. Unterteller zum Beschweren
Frischhaltefolie
ggf. Gummiband zum Befestigen der Folie
1 Schöpflöffel

Nährwerte

Portionsgröße: 1Glas/bis 4. Ansatz | Kalorien: 372kcal | Kohlenhydrate: 48.6g | Eiweiß: 0.6g | Fett: 0.2g | Gesättigte Fette: 0.01g | Cholesterin: 0mg | Natrium: 2.1mg | Ballaststoffe: 1g | Zucker: 48.5g
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