Klassischer Rumtopf – ganz einfach selbst ansetzen

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  • Klassischen Rumtopf selbst machen © voll veggie!
  • Die erste Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!
  • Die zweite Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!

Der Rumtopf ist seit jeher eine klassische Methode, um Früchte zu konservieren. Dabei wird der Rumtopf traditionell – idealerweise mit der Erdbeerzeit – im Mai/Juni angesetzt und zur Weihnachtszeit serviert.

Grundlage für den (veganen) Rumtopf bilden frisches saisonales Obst, das bis Oktober im Rumtopf in Schichten übereinandergelegt wird, sowie Zucker und (veganer) brauner Rum. Doch Vorsicht – nicht alle Rumsorten sind vegan! Der 60er Rum von STROH ist vegan, duftet ganz weich und zart, schmeckt sehr aromatisch und würzig mit einer dezenten Rumnote, ist dabei aber nicht zu scharf, und bietet mit 60 % vol die ideale Basis für diesen veganen Rumtopf.

Das Rumtopfansetzen ist auch gar nicht so schwer, wie oft vermutet wird – wenn man einige Regeln beachtet! Denn ganz wichtig beim Ansetzen sind: Sauberkeit der verwendeten Küchenhelfer und stets frisches, vollreifes, aromatisches und vor allem einwandfreies Obst, also ohne Druck- und Fäulnisstellen, da der Rumtopf sonst gären und schimmeln könnte! Die bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung macht das Ansetzen für diesen klassischen Rumtopf kinderleicht.

Welcher Rumtopf dabei verwendet wird, ist im Grunde egal. Am besten eignet sich jedoch ein glasierter Rumtopf aus Steingut mit Wasserrinne und einem Fassungsvermögen von mind. 5 Litern. Alternativ eignet sich ein großes Einmachglas mit Bügelverschluss oder ein Glasgefäß mit Schraubverschluss; diese sollte man allerdings mit Alufolie einwickeln, um den Inhalt vor Licht und somit vor Qualitätsverlust zu schützen.

Prinzipiell können alle saisonalen Obstsorten für diesen Rumtopf verwendet werden: Erdbeeren, Süß- und/oder Sauerkirschen, Beeren wie Himbeeren (doch Vorsicht, sie zerfallen leicht) und Stachelbeeren, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen und Birnen. Neben den heimischen Sorten können natürlich auch exotische Früchte wie Ananas und Kiwis verwendet werden. Für diesen Rumtopf verwende ich jedoch ausschließlich „klassische“ Früchte – frisch vom Markt und nur in Deutschland angebaut – wie Erdbeeren im Mai, Süß- oder Sauerkirschen im Juni, Aprikosen im Juli, Mirabellen im August, Pflaumen bzw. Zwetschgen im September sowie Birnen im Oktober. Natürlich lässt sich der erste Ansatz auch mit anderen Früchten als mit Erdbeeren ansetzen. Auch wenn es einige Obstsorten gibt, die man tatsächlich nicht für den Rumtopf verwenden sollte – es gibt nicht DAS Patentrezept; also einfach machen, wie man mag. Tipps zu geeigneten und ungeeigneten Früchten und viele weitere Tipps findet ihr unter dem Rezept.

Neben dem klassischen Haushaltszucker passt auch wunderbar Rohrohrzucker – wie bei diesem Rezept – oder brauner Zucker, dann bekommt der Rumtopf eine leichte Karamellnote. Natürlich kann man auch alle Zuckersorten mischen; wie das Herz begehrt.

Besonders raffiniert wird der Rumtopf übrigens, wenn ihr eine aufgeschlitze Vanilleschote, zwei Zimtstangen und einige Gewürznelken in den ersten Ansatz gebt. Ich persönlich mache dies jedoch erst mit der 5. Fruchtzugabe im September, damit die Gewürze den Rumtopf nicht all sehr überladen.

Serviert wird der Rumtopf dann – endlich ufff – spätestens zu Weihnachten: Warm oder kalt zu Desserts wie Eis oder Vanillepudding, zu Süßspeisen wie Milchreis, Grießbrei oder Pfannkuchen, zu Kuchen und Gebäck wie Käsekuchen, Kastenkuchen oder Waffeln sowie als Bowle mit Sekt aufgefüllt oder – ganz klassisch – pur warm serviert wie Glühwein an eiskalten Tagen.

Abgefüllt in kleine hübsch verzierte Einkochgläser ist dieser traditionelle Rumtopf übrigens das ideale Geschenk, um damit Familie, Freunden, Bekannten oder Kollegen eine kleine Freude zu machen. Besonders zu Weihnachten ein mit Liebe gefülltes Geschenk.

Infos zu meinen verwendeten Produkten, hilfreiche Tipps, eine Übersicht über die benötigten Küchenhelfer sowie Angaben zu den Nährwerten findet ihr unter dem Rezept unter Tipps und Hinweise.

Klassischer Rumtopf – vegan und ganz leicht selbst gemacht

Klassischen Rumtopf selbst machen © voll veggie!
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Rezeptart Getränke & Drinks
Küche Deutsch
Allergeninfo cholesterinfrei
eifrei
fruktosehaltig
glutenfrei
hefefrei
laktosefrei
natriumarm
nussfrei
sojafrei
Level normal
Ergibt 800 g
Kühlzeit 6 Monate
Ruhe-/Gehzeit 6 Monate
Kalorien 372 kcal
Klassischen Rumtopf selbst machen © voll veggie!
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Menge 30 Gläser
Zubereitung 15 Min.
Koch-/Backzeit 10 Min.
Gesamt 1 Std. 15 Min.

Der Rumtopf wird traditionell – idealerweise mit der Erdbeerzeit – im Mai/Juni angesetzt und zur Weihnachtszeit serviert. Grundlage für den (veganen) Rumtopf bilden frisches saisonales Obst, das bis Oktober im Rumtopf in Schichten übereinandergelegt wird, sowie Zucker und (veganer) brauner Rum.

Zutaten

1. Ansatz im Mai

  • 500 g Erdbeeren, frisch vorbereitet gewogen
  • 500 g Zucker, weiß bevorzugt Rohrohrzucker
  • 700 ml Rum, braun mind. 54 % vol

2. Ansatz im Juni

  • 500 g Süßkirschen, frisch vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß bevorzugt Rohrohrzucker
  • 500 ml Rum, braun mind. 54 % vol

3. Ansatz im Juli

  • 500 g Aprikosen, frisch vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß bevorzugt Rohrohrzucker
  • 500 ml Rum, braun mind. 54 % vol

4. Ansatz im August

  • 500 g Mirabellen, frisch vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß bevorzugt Rohrohrzucker
  • 500 ml Rum, braun mind. 54 % vol

5. Ansatz im September

  • 500 g Zwetschgen oder Pflaumen, frisch vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß bevorzugt Rohrohrzucker
  • 500 ml Rum, braun mind. 54 % vol

6. Ansatz im Oktober

  • 500 g Birnen, frisch vorbereitet gewogen
  • 250 g Zucker, weiß bevorzugt Rohrohrzucker
  • 500 ml Rum, braun mind. 54 % vol

Schritte

1. Ansatz im Mai

  1. Den Rumtopf sorgfältig mit Seifenwasser reinigen, mit heißem Wasser sorgfältig ausspülen, über Kopf auf einem Geschirrhandtuch abtropfen lassen und abschließend mit einem fusselfreien Geschirrhandtuch auswischen.
  2. Die Erdbeeren im Spülbecken in stehendem, kaltem Wasser baden, also ganz leicht hin und her bewegen, aber bitte nicht unter fließendem Wasser bzw. unter einem harten Wasserstrahl abspülen, da sonst die empfindlichen Früchte Schaden nehmen!
    WICHTIG: Damit die Erdbeeren nicht verwässern, die Stiele und Kelchblätter immer erst NACH dem Waschen entfernen.
    Erdbeeren vorsichtig im Wasserbad waschen für den Rumtopf © voll veggie!
  3. Dann die Erdbeeren auf Küchenpapier oder in ein mit Küchenpapier ausgelegtes Küchensieb legen und gut trocknen lassen. Evtl. trocken tupfen.
    Gewaschene Erdbeeren trocknen lassen für den Rumtopf © voll veggie!
  4. Nun mit einem kleinen Küchenmesser vorsichtig die Stiele und Kelchblätter von den Erdbeeren entfernen, größere Früchte evtl. halbieren oder vierteln und allesamt in den Rumtopf legen.
    Geputzte Erdbeeren geschichtet im Rumtopf © voll veggie!
  5. Den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
    Zuckerschicht auf Erdbeeren im Rumtopf © voll veggie!
  6. Nun den Rumtopf mit Rum auffüllen. Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Erdbeeren steht.
    Die erste Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!
  7. Oben schwimmende Früchte lassen sich ganz leicht mit einem Teller „beschweren“.
    Hierfür je nach Öffnungsgröße des Topfes 1 Untertasse mit der Unterseite nach oben vorsichtig über die Früchte legen und ggf. mit einer Tasse beschweren oder – wie bei mir – 3 Unterassen etwas versetzt auf die Früchte legen, damit die Früchte nach unten gedrückt werden und ganz mit Rum bedeckt sind. Häufig gibt es auch passend zu den Rumtöpfen sogenannte Beschwerungssteine.
    Den Rumtopf nun mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf (z. B. zum Schutz vor Fruchtfliegen und Insekten) eine Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
    Früchte im Rumtopf mit Tellern beschweren © voll veggie!
  8. Nun den Rumtopf für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Erdbeeren stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

2. Ansatz im Juni

  1. Nun kommen nach und nach die Früchte, die als nächstes reif werden, wie zum Beispiel Süß- oder Sauerkirschen, sowie Zucker und wieder Rum dazu.
    Dafür die Kirschen im Spülbecken in stehendem, kaltem Wasser baden, also ganz leicht hin und her bewegen, aber bitte nicht unter fließendem Wasser bzw. unter einem harten Wasserstrahl abspülen, da sonst die empfindlichen Früchte Schaden nehmen!
    WICHTIG: Damit die Kirschen nicht verwässern, die Stiele und Steine, sofern gewünscht, immer erst NACH dem Waschen entfernen.
    Kirschen vorsichtig im Wasserbad waschen für den Rumtopf © voll veggie!
  2. Dann die Kirschen auf Küchenpapier oder in ein mit Küchenpapier ausgelegtes Küchensieb legen und gut trocknen lassen. Evtl. trocken tupfen. Nun vorsichtig die Stiele von den Kirschen abziehen und bei Bedarf die Kirschen entsteinen: Hierfür einfach mit einem Holzspieß in den Stielansatz stechen und vorsichtig den Stein auf der anderen Seite durchdrücken. Voi­là!
    Gewaschene Kirschen trocknen lassen und entkernen für den Rumtopf © voll veggie!
  3. Die Kirschen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
    Zuckerschicht auf Kirschen für den Rumtopf © voll veggie!
  4. Nach der Ziehzeit die Kirschen mit dem Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Kirschen steht.
    Die zweite Rumschicht im Rumtopf © voll veggie!
  5. Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
  6. Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Kirschen stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

3. Ansatz im Juli

  1. Im Juli kommen Aprikosen in den Rumtopf; hierfür muss man die Aprikosen häuten. Das Häuten von Aprikosen ist aber denkbar einfach – im Grunde geht das wie bei Tomaten auch: Die Aprikosen gründlich waschen, in eine Schüssel legen, mit kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, mit kaltem Wasser abschrecken und die Haut von den Aprikosen vorsichtig abziehen.
  2. Dann die Aprikosen mit einem kleinen Küchenmesser halbieren, den Kern entfernen und die Hälften nochmals halbieren, vierteln oder einfach würfeln. Nun die Aprikosen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
  3. Nach der Ziehzeit die Aprikosen mit dem Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Aprikosen steht.
  4. Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
  5. Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Aprikosen stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

4. Ansatz im August

  1. Im August kommen Mirabellen in den Rumtopf. Hierfür die Mirabellen sorgfältig waschen und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Dann halbieren und entkernen (einfach die Mirabellen mit dem Küchenmesser rundherum bis zum Kern einschneiden, die Hälften in entgegengesetzte Richtung drehen und den Kern entnehmen).
  2. Nun die Mirabellen in eine Küchenschüssel geben, den Zucker darüberstreuen und 2 Stunden ziehen lassen.
  3. Nach der Ziehzeit die Mirabellen samt Zucker in den Rumtopf umfüllen und den Rumtopf mit Rum auffüllen (wer mag, kann den Ansatz noch einmal vorsichtig durchrühren). Es sollte so viel Rum aufgefüllt werden, dass er etwa 1 cm über den Mirabellen steht.
  4. Oben schwimmende Früchte wie im 1. Ansatz beschrieben mit einem Teller beschweren. Den Rumtopf mit dem Deckel verschließen, bei Bedarf wieder eine (frische) Lage Frischhaltefolie dazwischenlegen und mit einem Gummiband fixieren.
  5. Den Rumtopf wieder für 4 Wochen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das notwendige Durchziehen der Früchte!
    Zwischendurch immer mal wieder nachschauen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, da die Mirabellen stets mit etwa 1 cm Rum bedeckt sein sollen. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, einfach etwas Rum nachgießen. Auch wenn sich Zucker am Boden absetzen sollte – bitte nicht (zu viel) rühren, da sonst die empfindlichen Früchte beschädigt und unansehnlich werden können.

Tipps und Hinweise

Tipps und Hinweise

Verwendete Produkte

  • Brauner Rum  „STROH 60“ von Stroh Austria (gibt es offiziell nur in Österreich, wird aber von den Onlineshops „Rum & Co.“ sowie „Amazon“ angeboten)
  • Biorohrohrzucker von dm

Tipps

  1. Nicht alle Rumsorten sind vegan! Nach Rücksprache mit den einzelnen Herstellern sind die konventionellen Rums von Hansen, Pott und STROH absolut vegan; der Rum von Asmussen hingegen ist NICHT vegan!
  2. Bitte nur Rum mit einem Alkoholgehalt von mind. 54 % vol (entspricht einem reinen Alkoholgehalt von 47,4 g auf 100 ml) verwenden, da nur mit einem hohen Alkoholgehalt die optimale Konservierung gewährleistet wird und der Rumtopf lange haltbar bleibt.
  3. Zucker im Rumtopf darf natürlich nicht fehlen, da er den Rumtopf, zusammen mit dem Rum, haltbar macht. Den herkömmlichen weißen Zucker kann man auch gegen Rohrohrzucker – wie bei diesem Rezept bevorzugt –, braunen Zucker, braunen Rohrzucker und Kandiszucker austauschen, dann bekommt der Rumtopf eine leichte Karamellnote. Natürlich kann man auch alle Zuckersorten mischen.
    Übrigens: Meine direkten Anfragen bei den 3 größten deutschen Zuckerproduzenten „Nordzucker“, „Südzucker“ und „Pfeifer & Langen“ („Diamant Zucker“) ergaben übrigens, dass bei der Zuckerherstellung weder tierische Zutaten noch tierische Hilfsmittel eingesetzt werden (Stand 09/2015)!
  4. Steingut, Keramik, Porzellan oder Glas: Das Material des Rumtopfes ist eigentlich egal. Am besten eignet sich jedoch ein glasierter Rumtopf aus Steingut mit Wasserrinne und einem Fassungsvermögen von mind. 5 Litern. Alternativ eignet sich ein großes Einmachglas mit Bügelverschluss oder ein Glasgefäß mit Schraubverschluss; diese sollte man allerdings mit Alufolie einwickeln, um den Inhalt vor Licht und somit vor Qualitätsverlust zu schützen (die Früchte können verblassen).
  5. Geeignete Früchte: Für euren Rumtopf können im Grunde alle saisonalen Obstsorten wie Erdbeeren, Süß- und Sauerkirschen (am besten mit Stein, damit diese keinen Saft ziehen), Beeren wie Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen, Birnen und (kernlose) Weintrauben verwendet werden. Neben den heimischen Sorten können natürlich auch exotische Früchte wie Ananas, Melonen, Kiwis und Zitrusfrüchte verarbeitet werden. Da Obstsorten mit fester Schale wie Weintrauben oder Stachelbeeren den Rum nicht so schnell aufnehmen und dadurch schneller schimmeln können, sollten diese übrigens entweder halbiert oder mit einer Nadel angestochen werden.
    Ungeeignete Früchte: Bei Beeren wie Johannisbeeren und Co. scheiden sich die Geister: Johannisbeeren können an den Stielansätzen schimmeln und Himbeeren schnell zerfallen, Heidelbeeren können bitter und Brombeeren hart werden. Auch Äpfel bleiben etwas härter im Biss. Bananen können braun und matschig werden. Rhabarber macht den Rumtopf sauer. Rhabarber enthält zudem viel Oxalsäure und kann, in hohen Mengen verzehrt, gesundheitsschädlich wirken; daher sollte Rhabarber lieber nur geschält und gegart genossen werden.
  6. Für eine ganz besonders raffinierte und aromatische Note können zu dem Rumtopf eine eingeritzte Vanilleschote, zwei Zimtstangen und einige Gewürznelken gegeben werden.
  7. Den Rumtopf an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern, beispielsweise im Keller oder Hauswirtschaftsraum (ohne Heizungsanlage, die den Raum erwärmen könnte). Bitte nicht im Kühlschrank, das verlangsamt das Durchziehen der Früchte!
  8. Nach jeder Fruchtzugabe kann (muss aber nicht) der Rumtopf vorsichtig mit einem Kochlöffel aus Kunststoff durchgerührt werden.

Benötigte Küchenhelfer

  • 1 Rumtopf, mind. 5 Ltr. Fassungsvermögen
  • 2 Geschirrhandtücher
  • 1 Küchenwaage
  • Küchenpapier
  • ggf. 1 Küchensieb
  • 1 kleines Küchenmesser
  • 1 Rührlöffel aus Kunststoff
  • ggf. Unterteller zum Beschweren
  • Frischhaltefolie
  • ggf. Gummiband zum Befestigen der Folie
  • 1 Schöpflöffel
Nährwerte pro Portion (1 Glas/bis 4. Ansatz)
  • Kalorien: 372 kcal
  • Fett: 0,2 g
  • - davon gesättigte Fettsäuren: 0,01 g
  • Kohlenhydrate: 48,6 g
  • - davon Zucker: 48,5 g
  • Ballaststoffe: 1 g
  • Eiweiß: 0,6 g
  • Natrium: 2,1 mg
  • Cholesterin: 0 mg

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