Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops

  • Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops © voll veggie!
  • Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops innen locker-fluffig © voll veggie!
  • Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops gruseliges Gesicht © voll veggie!
  • Vegane-Halloween-Kürbis-Cakepops dekoriert mit Hut © voll veggie!
  • Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops dekorierte Gesichter © voll veggie!

Keine Angst vor Cakepops, denn Cakepops – schön dekorierte Kuchenbällchen am Stiel – selbst zu machen, ist überhaupt nicht schwer!

Denn Cakepops bestehen aus einer Teigmasse aus zerkrümeltem Rührkuchen und einem Frosting aus Frischkäse, Butter und Puderzucker, die zu kleinen Kuchenbällchen geformt wird. Anschließend werden die Bällchen auf Cakepop-Stiele gespießt, in Glasur getaucht und zu guter Letzt nach Herzenslust dekoriert.

Durch die lange Kühlzeit und das Dekorieren dauert es zwar ein wenig, bis die Cakepops fertig sind, aber das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Also plant euch einen schönen und gemütlichen „Cakepop-Nachmittag“ ein.

Wer keinen Wert auf vegane Inhaltsstoffe legt, kann Cakepops ganz einfach ohne großen Aufwand herstellen, beispielsweise aus gekauftem, eihaltigem Kuchen aus dem Supermarkt. Bei veganen Cakepops hingegen muss schon eher auf die Inhaltsstoffe geachtet und entsprechend recherchiert werden. Beachtet daher einfach meine Zutatenliste und Tipps unter Tipps & Hinweise sowie meine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung, dann werden auch euch diese veganen Cakepops schokoladig glasiert und bunt verziert – ganz ohne Cakepop-Maker oder Cakepop-Backform – problemlos gelingen.

Eine gute Planung und das Bereitstellen bzw. -legen aller Zutaten und Küchenutensilien sind für die Herstellung von Cakepops unerlässlich, damit ihr nicht erst während der Zubereitung alles hektisch zusammensuchen müsst und ihr dadurch unnötig in Stress geratet. Und keine Sorge, es soll Spaß machen und kein „Cakepop-Schönheitswettbewerb“ werden; kleine Lecknasen auf den Cakepops und an den Stielen, unregelmäßige Bällchen und scheußliche Grimassen machen eure Cakepops nur authentisch und einzigartig! So soll es sein – eurer Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt! Los geht’s mit den schaurig-schönen Halloween-Kürbis-Cakepops!

Die Grundlage für Cakepops ist ein normaler Rührkuchen, entweder selbst gemacht oder – wenn es No-bake-Cakepops werden sollen – gekauft. Ein Cakepop-Maker oder eine Cakepop-Backform ist für Cakepops grundsätzlich nicht notwendig. Basis für die Cakepops in diesem Rezept ist mein veganer Rührkuchen – einfaches Rührteig-Grundrezept » aus einem einfachen Rührteig, der ganz ohne Ei-Ersatz (z. B. Vollei-Ersatzpulver, Sojamehl, Apfelmus oder Banane) und sonstige Bindemittel (z. B. Xanthan, Johannisbrotkernmehl oder Agar-Agar) auskommt. Der Kuchen ist trotzdem supersaftig und nicht so trocken wie typischer Sandkuchen, feinporig, wunderbar flaumig mit einer weichen Rinde, fast schon kompakt, und trotzdem ganz zart und locker – ohne klitschig zu wirken. Das alles ganz ohne Ei und sonstige tierische Zusatzstoffe – und mit Zutaten, die garantiert jeder (Veganer) zu Hause hat. Alternativ – und somit für dunkle Cakepops – eignet sich auch Schokoladenkuchen, wie zum Beispiel mein veganer Schokoladenkuchen »; die darin enthaltenen Schokoladenstücke machen die Cakepops doppelt schokoladig.

Alternativ könnt ihr für No-bake-Cakepops natürlich auf gekauften veganen Kuchen zurückgreifen. Zur Auswahl stehen hier beispielsweise vegane Kuchen » von vegan bakery, Muffins Double Choc » von Veganz oder glutenfreie Reis-Mandel-Muffins » von Werz (keine Werbelinks, beide Artikel zuletzt abgerufen am 29.10.2018). Diese Produkte sind jedoch im Vergleich zu einem selbstgebackenen Kuchen sehr hochpreisig; die Preise stehen hier in keiner Relation zum Gewicht der Fertigprodukte, sodass sich das Backen eines einfachen, aber sehr leckeren Rührkuchens wirklich lohnt.

Ihr seht – das geht schon einmal ganz einfach!

Nun benötigen wir ein Frosting. Ein Frosting hat nichts mit Gefrorenem zu tun, wie der Name im ersten Augenblick vermuten lassen könnte. Nein, Frosting kommt aus dem Amerikanischen und steht für „Glasur“. Frosting ist eine Buttercreme aus Fett und Puderzucker und kann mit Frischkäse, Vanillezucker und Aromen verfeinert sowie mit Lebensmittelfarben eingefärbt werden. Als fluffiges Cremehäubchen ziert das Frosting leckere Cupcakes, Muffins, Kuchen und Kekse; als Cremeschicht in Torten und Kuchen sorgt es für die gewisse Finesse und für Fondantdecken bei Torten bietet es den perfekten Untergrund (ein Frischkäsefrosting eignet sich hierfür übrigens nicht, da der Frischkäse den Fondant aufweichen würde). Bei den Cakepops hingegen wird das (Frischkäse-)Frosting mit dem zerkrümelten Kuchen vermischt, um den Cakepop-Teig – ohne Cakepop-Maker oder Cakepop-Backform – zusammenzuhalten sowie formbar und geschmeidig zu machen. Die Mengenangaben für das Frosting in diesem Rezept sorgen für eine perfekte Bindung zwischen dem Frosting und meinem veganen Rührkuchen – einfaches Rührteig-Grundrezept ». Die Menge des Frostings, die ihr am Ende tatsächlich benötigt, ist allerdings abhängig von dem Kuchen, den ihr für diese Cakepops verwendet.

Nun haben wir die Grundlage für die Bällchen und das Dekorieren kann beginnen! Die perfekten Cakepops stehen und fallen hier letztlich mit den richtigen Zutaten und dem Zubehör.

So sind zum einen fettlösliche Lebensmittelfarben für das Färben von Schokolade unabdingbar, denn wasserlösliche Puder-, Pasten- oder Flüssigfarben eignen sich nicht für das Färben von fetthaltigen Massen wie Schokolade, Kakaobutter und Butter, da diese nicht fettlöslich sind und sich nicht mit dem Fett verbinden. Das beste Ergebnis habe ich mit fettlöslichen pulverförmigen und in Öl vorgelösten Lebensmittelfarben (beispielsweise von Pati-Versand oder Wohlers Versandhandel) erzielt. Diese sind zum Teil vegan und Azo-frei. Zudem sind sie hochpigmentiert, sehr ergiebig, untereinander mischbar und nicht mit den wasserlöslichen Supermarktfarben, wie zum Beispiel von Dr. Oetker, vergleichbar. Die Mengenangaben für die Farben in diesem Rezept sind Richtwerte für die von mir verwendeten Farben; die tatsächliche Menge hängt letztlich von euren eingesetzten Farben ab. Auch bei den Streudekoren, insbesondere die aus den Discountern und Supermärkten, solltet ihr genau hinschauen. Die meisten enthalten den roten Farbstoff E 120 (Echtes Karmin, aus befruchteten und getrockneten weiblichen Schildläusen) sowie Bienenwachs oder E 904 (Schellack, Ausscheidungen von weiblichen Lackschildläusen) als Überzugsmittel. Mit ausgesuchten veganen Zuckerstreuseln, Dekorherzen oder kleinen, farbigen Zuckerperlen (sogenannte Nonpareilles) – beispielsweise von Biovegan – sowie mit veganen Schokolinsen, z. B. von Clarana, oder Haselnusskrokant, z. B. Pati-Versand, werden diese Cakepops allerdings gänzlich zu einem echten veganen Highlight.

Zum anderen gilt es, bei der Auswahl des perfekten Zubehörs einiges zu bedenken. Cakepop-Stiele, am besten aus Kunststoff und somit abwasch- und wiederverwendbar, gibt es zum Beispiel in unterschiedlichen Längen, Durchmessern und Farben; herkömmliche Schaschlik-Holzspieße sind aufgrund ihrer Stabilität eher ungeeignet. Dekorationen lassen sich sowohl mit Faserfarb- und Pinselstiften sowie mit Garnierschrift im fertigen Spritzbeutel oder per Pinsel und Lebensmittelfarbpasten aufbringen; hier entscheidet die persönliche Vorliebe. Spezielle Fondant- und Teigroller mit unterschiedlich dicken Führungsringen ermöglichen in Kombination mit Fondantmatten ein sauberes und gleichmäßiges Ausrollen des Fondants, ohne dabei Puderzucker oder Stärke verwenden zu müssen. Für die Geisterkleidchen aus Fondant sollte die perfekte Ausstechform kreisrund sein und – je nach Größe der Bällchen – einen Durchmesser von mindestens 10 cm, oder wie bei diesen Cakepops, etwa 15 cm aufweisen.

Die derzeit sehr angesagte Schmelzschokolade (Schmelzdrops) – sogenannte „Candy Melts“ von Wilton oder „CakeMelts“ von Birkmann – sowie die fertigen Cakepop-Glasuren von Pati-Versand oder Spiegelglasuren „Mirror Glaze“ wie von Küchle oder RUF, die allesamt bereits eingefärbt sind, enthalten unter anderem tierische Inhaltsstoffe wie Vollmilch- oder Süßmolkenpulver, rote Lebensmittelfarbe E120 (Echtes Karmin, aus befruchteten und getrockneten weiblichen Schildläusen) sowie Gelatine und sind somit für diese veganen Cakepops gänzlich ungeeignet. Auch wenn der Arbeitsaufwand höher ist, bleibt bei diesen veganen Cakepops nur der Einsatz von veganer weißer Schokolade, die man erst schmelzen lassen und dann nach Wunsch einfärben muss – mit dem damit verbundenen Temperieren. Das hat allerdings wiederum den Vorteil, dass die Inhaltstoffe hierbei überschaubar bleiben und ihr Einsatz steuerbar ist.

Fertig dekorierte Cakepops halten sich im Kühlschrank – unverpackt oder in Kunststoffdosen – problemlos 3 Tage. Bitte nicht einfrieren, denn beim Auftauen würde die feine Dekoration der Cakepops unnötig zerstört werden.

Also, probiert es aus – niemand wird bemerken, dass diese Cakepops vegan sind …!

Infos zu meinen verwendeten Produkten, hilfreiche Tipps, eine Übersicht über die benötigten Küchenhelfer sowie Angaben zu den Nährwerten findet ihr unter dem Rezept unter Tipps & Hinweise.

Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops gruseliges Gesicht © voll veggie!

Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops – mit oder ohne Backen

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Keine Angst vor Cakepops, denn Cakepops – schön dekorierte Kuchenbällchen am Stiel – selbst zu machen, ist überhaupt nicht schwer! Und diese veganen Halloween-Kürbis-Cakepops mit meinem perfekten Grundrezept für vegane Cakepops erst recht nicht, denn mit oder ohne Backen – diese veganen Cakepops gelingen garantiert ganz ohne Cakepop-Maker oder Cakepop-Backform!
Gericht: Confiserie & Süßes
Land & Region: Amerikanisch
Level: geübt
Ergibt: 25 Stück
Kühlzeit: 2 Std.
Ruhe-/Gehzeit: keine
Kalorien :169kcal
Vorbereitungszeit: 20 Min.
Arbeitszeit: 3 Stdn. 30 Min.
Menge: 25 Stück

Zutaten

Für die Cakepops

  • 500 g veganer Rührkuchen – einfaches Rührteig-Grundrezept - alternativ gekaufter Kuchen
  • 50 g vegane Margarine - weich
  • 100 g veganer Frischkäse
  • 75 g Puderzucker - gesiebt
  • 1 Pckg. Vanillezucker - 1 Pckg. ca. 8 g

Für die Dekoration

  • 200 g vegane Schokolade, weiß
  • 5 g vegane Lebensmittelfarbe, orange - fettlöslich
  • 50 g veganer Fondant, weiß - oder Menge nach Belieben
  • 5 g vegane Lebensmittelfarbe, grün
  • 5 g vegane Lebensmittelfarbe, schwarz

Optional

  • Kokosfett - alternativ Pflanzenöl

Schritte

Für die Cakepops

  • Den veganen Kuchen nach Rezept backen und auskühlen lassen. Ränder und Krusten können ruhig am Kuchen belassen werden, da diese durch das Frosting und Durchziehen sowieso weich werden. Alternativ kann auch gekaufter veganer Kuchen, z. B. Zitronen- oder Schokoladenkuchen von „vegan bakery“ (Glasurrand abschneiden) oder Muffins von Veganz, verwendet werden.
    Veganer Rührkuchen aus Rührteig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen © voll veggie!
  • Den Kuchen in einer Schüssel mit den Händen fein zerkrümeln. Je feiner die Kuchenkrümel zerrieben werden, desto gleichmäßiger und glatter lassen sich die Cakepops später formen.
    Grundrezept vegane Cakepops Teigkrümel vorbereiten © voll veggie!
  • Für das Frosting eine Buttercreme herstellen. Dafür in einer kleinen Rührschüssel die vegane Margarine in kleinen Flöckchen bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Dann den veganen Frischkäse zugeben.
    Grundrezept vegane Cakepops Frosting mit Margarine und Frischkäse vorbereiten © voll veggie!
  • Nun beides mit den Rührhaken eines elektrischen Handrührgerätes zu einer schaumigen Masse rühren.
    Grundrezept vegane Cakepops Frosting angerührt © voll veggie!
  • Den Puderzucker und den Vanillezucker durch ein feines Küchensieb (alternativ mit einem Mehl- und Puderzuckersieb, z. B. von Tupperware) auf die Frischkäse-Margarine-Masse streuen.
    Grundrezept vegane Cakepops Puderzucker zum Frosting hinzufügen © voll veggie!
  • Vorsichtig unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht. Die Menge des Frostings, die ihr am Ende tatsächlich benötigt, ist allerdings abhängig von dem Kuchen, den ihr für diese Cakepops verwendet.
    Grundrezept vegane Cakepops Frosting fertig © voll veggie!
  • Nun die Frischkäsecreme mit einem Esslöffel portionsweise zu den Kuchenkrümeln geben und die Masse mit den Händen gründlich zu einem festen und formbaren, fast marzipanartigen Teig kneten.
    Grundrezept vegane Cakepops Frosting zu den Teigkrümeln geben © voll veggie!
  • Der Teig darf gern etwas feucht, sogar leicht fettig, aber nicht matschig sein und nicht kleben; sie werden beim Kühlen eh noch trocken. Daher langsam herantasten: Ein Zuviel an zugefügter Frischkäsecreme macht den Teig matschig, ein Zuwenig an Creme hingegen macht ihn zu krümelig, sodass die Bällchen auseinanderbrechen können. TIPP: Für einen intensiveren Geschmack einfach etwas Amaretto Rum, Backaroma oder Konfitüre unterkneten (nur aufpassen, dass der Teig dann nicht wieder zu matschig wird). Nun die Teigmasse für 30 Min. in den Kühlschrank stellen.
    Grundrezept vegane Cakepops Teigmasse fertig © voll veggie!
  • Nach der Kühlzeit aus dem Teig – für Cakepop-Stiele mit einem Durchmesser von ca. 4 mm – 25 kleine Kugeln mit je etwa 3,5 cm Durchmesser und 25 g formen. Entweder die Bällchen in ihrer schlichten, runden Form belassen oder – für eine typische Kürbisform – die Bällchen ganz leicht andrücken und mit einem Modellierwerkzeug, Schaschlik-Holzstäbchen, Messerrücken o. ä. die kürbisähnlichen Einkerbungen seitlich in die Bällchen drücken. Ggf. für die Gesichter entsprechende Aussparungen lassen.
    Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops Einkerbungen © voll veggie!
  • Nun die Bällchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für 60 Min. in den Kühlschrank stellen, damit die Bällchen etwas fester werden.
    Grundrezept vegane Cakepops Bällchen fertig © voll veggie!

Für die Dekoration

  • Für einen schönen Überzug muss die Schokolade, am besten mithilfe eines digitalen Küchenthermometers, temperiert werden. Dafür Wasser in einem kleinen hohen Kochtopf auf dem Herd auf max. 60° C erhitzen und vom Herd nehmen. Die vegane weiße Schokolade in eine Wasserbad-Schmelzschale (Ø 14 cm, Höhe 6 cm) geben, auf den Kochtopf setzen und bei max. 40–45° C schmelzen lassen.
    Wichtig: Die Schokolade soll nur durch den Dampf erhitzt werden, nicht durch das Wasser direkt, damit die – insbesondere weiße – Schokolade nicht zu heiß und dadurch klumpig und unbrauchbar wird. Also die Schmelzschale niemals direkt in das heiße Wasser hängen oder die Schokolade direkt auf der heißen Herdplatte schmelzen lassen. Es darf zudem niemals Wasser oder Wasserdampf in die Schokolade gelangen, da die Schokolade sonst stockt und krümelig wird.
    Grundrezept vegane Cakepops Schokolade-Buttons © voll veggie!
  • Nun unter regelmäßigem Rühren mit einem langstieligen Löffel die Schokolade bei weiterhin max. 40–45° C schmelzen lassen, damit die Kakaobutter in Bewegung bleibt und sich nicht absetzt. Ganz wichtig dabei: Die Schokolade immer nur sanft rühren, denn es sollen so wenig Luftblasen wie möglich in die flüssige Schokolade gerührt werden, da sie später in der festen Schokolade eingeschlossen werden könnten.
    Grundrezept vegane Cakepops geschmolzene Schokolade © voll veggie!
  • Nun die fettlösliche Lebensmittelfarbe in die geschmolzene Schokoladenmasse rühren, bis der gewünschte Farbton entsteht. Wasserlösliche Puder-, Pasten- oder Flüssigfarben eignen sich übrigens nicht für das Färben von fetthaltiger Schokolade, Kakaobutter und Butter, da diese nicht fettlöslich sind und sich nicht mit dem Fett verbinden.
    Grundrezept vegane Cakepops Schokolade färben © voll veggie!
  • Die Schokolade unter regelmäßigem Rühren auf ca. 26° C abkühlen lassen und im Wasserbad wieder auf 28° C erwärmen. Vorsicht, das geht wirklich sehr, sehr schnell! Sollte sich die Schokolade wieder über 28° C erwärmen, muss leider von vorn begonnen werden.
    Optional kann auch etwas Kokosfett, alternativ Pflanzenöl, zu der Schokolade gegeben werden; das macht die Schokolade etwas dünnflüssiger und den Überzug im erstarrten Zustand etwas weicher und zarter.
    Die Schokolade ist wohl temperiert, wenn sie auf einem Teller innerhalb von 2 bis 3 Min. langsam erstarrt, zart glänzt und nicht grau wird
    Grundrezept vegane Cakepops eingefärbte und temperierte Schokolade © voll veggie!
  • Damit die Cakepops mehr Halt bekommen und nicht vom Stiel rutschen, die Stiele nacheinander etwa 1,5 cm tief in die geschmolzene Schokolade tauchen.
    Grundrezept vegane Cakepops Stiele in Schokolade eintauchen © voll veggie!
  • Dann sofort genauso tief in die Bällchen stecken. Für einen noch besseren Halt mit dem Stiel Löcher "vorbohren", etwas Schokolade einlaufen lassen und dann die in Schokolade eingetauchten Stiele sofort in die Bällchen stecken. Die Bällchen auf einen Teller setzen und für 15 Min. erneut in den Kühlschrank stellen.
    Grundrezept vegane Cakepops Stiele einstecken © voll veggie!
  • Die Cakepops 5 Min. bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit die geschmolzene Schokolade beim Überziehen nicht sofort erstarrt. Bei Bedarf die Schokolade zwischenzeitlich kurz erwärmen, um sie flüssig zu halten.
    Hinweis: Die Cakepops werden zwischenzeitlich wieder recht weich, sodass sie leicht vom Stiel abfallen können. Daher entweder die Cakepops einzeln aus dem Kühlschrank entnehmen oder immer mal wieder in den Kühlschrank stellen.
    Grundrezept vegane Cakepops Stiele antrocknen lassen © voll veggie!
  • Dann jeden Cakepop senkrecht vollständig in die flüssige Schokolade tauchen, dabei den Cakepop vorsichtig drehen, damit er komplett mit der Schokolade bedeckt ist. Dann den Cakepop herausziehen, dabei vorsichtig immer weiterdrehen, damit der Überzug gleichmäßig wird. Ggf. überschüssige Schokolade vorsichtig am Schüsselrand abklopfen. Kleine Lücken können mithilfe eines Teelöffels mit etwas Schokolade geschlossen werden. Nun so lange weiterdrehen, bis die Schokolade nicht mehr tropft und leicht angezogen ist.
    Grundrezept vegane Cakepops Bällchen mit Schokolade überziehen © voll veggie!
  • Alternativ die geschmolzene Schokolade mit einem Teelöffel über den Cakepop laufen lassen, bis er gleichmäßig mit Schokolade bedeckt ist. Nun den Cakepop ebenfalls so lange weiterdrehen, bis die Schokolade nicht mehr tropft und leicht angezogen ist.
    Grundrezept vegane Cakepops Bällchen Schokolade mit einem Löffel überziehen © voll veggie!
  • Nun aus Fondant kleine Kürbisstängel formen, mit der restlichen geschmolzenen Schokolade oben am Kürbis befestigen und zum Antrocknen in stabile, schwere Tassen stellen; alternativ entweder in einen Styroporblock oder umgedrehten Karton mit vorgebohrten Löchern stecken oder ein großes Glas mit Mehl oder Zucker füllen und die Cakepops hineinstecken.
    Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops Stängel formen © voll veggie!
  • Nach dem Trocknen die Cakepops nach Belieben bemalen. Natürlich kann man für die Stängel auch bereits eingefärbten Fondant verwenden oder weißen Fondant selbst einfärben; mit der Pastenfarbe sieht es aber etwas natürlicher und lebendiger und nicht so statisch-flächenhaft aus. Wer nicht mit einem Pinsel arbeiten möchte, versucht es mit einem mit Lebensmittelfarbe gefüllten Pinselstift (siehe auch unter „Tipps & Hinweise“).
    Vegane Halloween-Kürbis-Cakepops Stängel bemalen © voll veggie!
  • Die dekorierten Cakepops nun wieder zum Trocknen in stabile, schwere Tassen oder ähnlich stellen und komplett austrocknen lassen.
    Grundrezept vegane Cakepops Dekoration trocknen lassen © voll veggie!

Infobox

Tipps & Hinweise

Verwendete Produkte

  • Veganer Kuchen von meinem Rezept Veganer Rührkuchen – einfaches Rührteig-Grundrezept »
  • Alternativ veganer Kuchen von meinem Rezept Veganer Schokoladenkuchen »
  • Vegane Butter bzw. Margarine „Alsan-S“ von Alsan
  • Veganer Frischkäse „Veganer Streichgenuss Natur“ von Simply V
  • Puderzucker von SweetFamily (Nordzucker)
  • Herkömmlicher Vanillezucker aus dem Supermarkt
  • Vegane Kuvertüre „Weiße Fairtrade Bio-Kuvertüre vegan“ von Zotter
  • Azo-freie Lebensmittelfarbe Farbton „Orange“ über Wohlers Versandhandel
  • Weißer Fondant mit Vanillegeschmack von Callebaut
  • Grüne Lebensmittelfarbe „Cake Painting Color dark green" von Pati-Versand
  • Schwarze Lebensmittelfarbe „Cake Painting Color black" von Pati-Versand
  • 25 schwarze Cakepop-Stiele von Squires Kitchen Sugarcraft
  • Langstieliger, spitzgeformter Pinsel (4 mm) von Pati-Versand

Tipps

Inhaltsübersicht:

1. Grundlage für Cakepops
2. Alternative gekaufter Kuchen
3. Vegane Margarinesorten
4. Frosting
5. Dekorieren mit Schokoladenglasur
6. Schokolade temperieren
7. Professionelle Lebensmittelfarben
8. Vegane Lebensmittelfarben
9. Afo-freie Lebensmittelfarben
10. Schmelzschokolade („Candy Melts“)
11. Vielseitig (vegan) dekorieren
12. Das perfekte Zubehör
13. Aufbewahren und einfrieren
  1. Grundlage für Cakepops

    Die Grundlage für Cakepops ist ein normaler Rührkuchen, entweder selbst gemacht oder – wenn es No-bake-Cakepops werden sollen – gekauft. Ein Cakepop-Maker oder eine Cakepop-Backform ist für Cakepops grundsätzlich nicht notwendig. Basis für die Cakepops in diesem Rezept ist mein veganer Rührkuchen – einfaches Rührteig-Grundrezept » aus einem einfachen Rührteig, der ganz ohne Ei-Ersatz (z. B. Vollei-Ersatzpulver, Sojamehl, Apfelmus oder Banane) und sonstige Bindemittel (z. B. Xanthan, Johannisbrotkernmehl oder Agar-Agar) auskommt. Der Kuchen ist trotzdem supersaftig und nicht so trocken wie typischer Sandkuchen, feinporig, wunderbar flaumig mit einer weichen Rinde, fast schon kompakt, und trotzdem ganz zart und locker – ohne klitschig zu wirken. Das alles ganz ohne Ei und sonstige tierische Zusatzstoffe – und mit Zutaten, die garantiert jeder (Veganer) zu Hause hat. Alternativ – und somit für dunkle Cakepops – eignet sich auch Schokoladenkuchen, wie zum Beispiel mein veganer Schokoladenkuchen »; die darin enthaltenen Schokoladenstücke machen die Cakepops doppelt schokoladig – mit weißer Schokoglasur ein reines Schokoträumchen.
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  2. Alternative gekaufter Kuchen

    Alternativ zum selbst gebackenen Rührkuchen kann für diese No-bake-Cakepops auch auf gekauften veganen Kuchen zurückgegriffen werden. Zur Auswahl stehen hier beispielsweise vegane Kuchen » von vegan bakery, Muffins Double Choc » von Veganz oder glutenfreie Reis-Mandel-Muffins » von Werz (keine Werbelinks, beide Artikel zuletzt abgerufen am 29.10.2018). Diese Produkte sind jedoch im Vergleich zu einem selbstgebackenen Kuchen sehr hochpreisig; die Preise stehen hier in keiner Relation zum Gewicht der Fertigprodukte, sodass sich das Backen eines einfachen, aber sehr leckeren Rührkuchens wirklich lohnt.
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  3. Vegane Margarinesorten

    Ich verwende ausschließlich die veganen Margarinesorten wie „Alsan-Bio“ (nicht umgeestert und nicht chemisch gehärtet, ohne Aromen und künstliche Farbstoffe) sowie „Alsan-S“ (umgeestert, mit natürlichen Aromen und Emulgatoren aus Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren). Der Farbstoff Carotin in der „Alsan-S“ ist übrigens (nach Rückfrage beim Hersteller) natürlicher Herkunft. Es wurde demnach nicht synthetisch hergestellt; es wurden auch keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt.
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  4. Frosting

    Ein Frosting hat nichts mit Gefrorenem zu tun, wie der Name im ersten Augenblick vermuten lassen könnte. Nein, Frosting kommt aus dem Amerikanischen und steht für "Glasur". Frosting ist eine Buttercreme aus Fett und Puderzucker und kann mit Frischkäse, Vanillezucker und Aromen verfeinert sowie mit Lebensmittelfarben eingefärbt werden. Als fluffiges Cremehäubchen ziert das Frosting leckere Cupcakes, Muffins, Kuchen und Kekse; als Cremeschicht in Torten und Kuchen sorgt es für die gewisse Finesse und für Fondantdecken bei Torten bietet es den perfekten Untergrund (ein Frischkäsefrosting eignet sich hierfür übrigens nicht, da der Frischkäse den Fondant aufweichen würde).
    Bei den Cakepops hingegen wird das (Frischkäse-)Frosting mit dem zerkrümelten Kuchen vermischt, um den Cakepop-Teig – ohne Cakepop-Maker oder Cakepop-Backform – zusammenzuhalten sowie formbar und geschmeidig zu machen. Die Mengenangaben für das Frosting in diesem Rezept sorgen für eine perfekte Bindung zwischen dem Frosting und meinem veganer Rührkuchen – einfaches Rührteig-Grundrezept ». Die Menge des Frostings, die ihr am Ende tatsächlich benötigt, ist allerdings abhängig von dem Kuchen, den ihr für diese Cakepops verwendet.
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  5. Dekorieren mit Schokoladenglasur

    Der Dekorierung mit Schokoladenglasur sind keine Grenzen gesetzt; hier passt wirklich jede Art von veganer Schokolade – dunkel, hell oder weiß.
    Bei Zartbitterschokolade ist es in der Regel kein Problem, einen adäquaten veganen Ersatz zu finden, da z. B. Zartbitterschokolade nur selten mit Milch(-pulver) hergestellt wird. Hier kann man im Grunde auf normale Zartbitterschokolade aus dem Supermarkt zurückgreifen. Wer es allerdings ausschließlich vegan UND bio möchte, verwendet einfach die Zartbitterschokolade „dunkle VEGAN“ von Frankonia, die mit dem darin enthaltenen Haselnussmark sehr mild und zart schmeckt; die fair gehandelte vegane Zartbitterschokolade „Feinste Zartbitterschokolade“ mit 60 % Kakaoanteil von Budni oder die „Premium 71 % Dark Chocolate“ von Bonvita.
    Vegane „Milch“schokolade ist zwar nicht ohne Weiteres im Discounter oder Supermarkt erhältlich, lässt sich aber ganz einfach in Bioläden, Reformhäusern, Drogerien oder in diversen Onlineshops finden. Hier sind „helle VEGAN“ von Frankonia, „Rice Milk Classic Original“ von Bonvita oder „Schakalode Kuvertüre-Buttons“ von Vantastic Foods (enthält weder Reissirup, Reisstärke und Reismehl noch Mandelgrieß) sehr empfehlenswert und kaum von den milchhaltigen Schokoladen zu unterscheiden.
    Vegane weiße Schokolade hingegen ist eher echte Geschmacks­sache. So gefallen mir persönlich „White Vanilla“ von iChoc oder „Organic Dairy Free Alternative to White Chocolate“ von Plamil geschmacklich und optisch rein gar nicht, während „blonde VEGAN“ von Frankonia (diese hat eine etwas dunklere, eher bräunliche Farbe), „Rice Milk White Bar“ von Bonvita und die weißen „Schakalode Kuvertüre-Buttons“ von Vantastic Foods (enthält weder Reissirup und Reisstärke noch Reismehl, dafür aber feinen Mandelgrieß) fast wie herkömmliche weiße Schokolade schmecken.
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  6. Schokolade temperieren

    1. Für einen schönen Überzug muss die Schokolade, am besten mithilfe eines digitalen Küchenthermometers, temperiert werden. Dafür Wasser in einem kleinen hohen Kochtopf auf dem Herd auf max. 60° C erhitzen und vom Herd nehmen.
    2. Die vegane Schokolade in eine Wasserbad-Schmelzschale (Ø 14 cm, Höhe 6 cm) geben, auf den Kochtopf setzen und bei max. 40–45° C schmelzen lassen.
    3. Die Schokolade soll nur durch den Dampf erhitzt werden, nicht durch das Wasser direkt, damit die – insbesondere weiße – Schokolade nicht zu heiß und dadurch klumpig und unbrauchbar wird. Also die Schmelzschale niemals direkt ins heiße Wasser hängen oder die Schokolade direkt auf der heißen Herdplatte schmelzen lassen. Es darf zudem niemals Wasser oder Wasserdampf in die Schokolade gelangen, da die Schokolade sonst stockt und krümelig wird.
    4. Nun unter regelmäßigem Rühren mit einem Esslöffel die Schokolade bei weiterhin max. 40–45° C schmelzen lassen, damit die Kakaobutter in Bewegung bleibt und sich nicht absetzt. Ganz wichtig dabei: Die Schokolade immer nur sanft rühren, denn es sollen so wenig Luftblasen wie möglich in die flüssige Schokolade gerührt werden, die später in der festen Schokolade eingeschlossen werden könnten.
    5. Optional kann auch etwas Kokosfett, alternativ Pflanzenöl, zu der Schokolade gegeben werden; das macht die Schokolade etwas dünnflüssiger und den Überzug im erstarrten Zustand etwas weicher und zarter.
    6. Die Schokolade ist wohl temperiert, wenn sie auf einem Teller innerhalb von 2–4 Min. langsam erstarrt, zart glänzt und nicht grau wird.
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  7. Professionelle Lebensmittelfarben

    Fettlösliche Lebensmittelfarben sind für das Färben von Schokolade unabdingbar, denn wasserlösliche Puder-, Pasten- oder Flüssigfarben eignen sich nicht für das Färben von fetthaltigen Massen wie Schokolade, Kakaobutter und Butter, da diese nicht fettlöslich sind und sich nicht mit dem Fett verbinden. Eine Zugabe solcher Farben würde zum Gerinnen der Schokolade bzw. Candy Melts führen.
    Das beste Ergebnis habe ich mit fettlöslichen pulverförmigen und in Öl vorgelösten Lebensmittelfarben (beispielsweise von Pati-Versand oder Wohlers Versandhandel) erzielt. Diese sind hochpigmentiert, sehr ergiebig, untereinander mischbar und nicht mit den wasserlöslichen Supermarktfarben, wie zum Beispiel von Dr. Oetker, vergleichbar.
    Die Mengenangaben für die Farben in diesem Rezept sind Richtwerte für die von mir verwendeten Farben; die tatsächliche Menge hängt letztlich von euren eingesetzten Farben ab.
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  8. Vegane Lebensmittelfarben

    Nicht jede Lebensmittefarbe ist vegan. Auch wenn das Basisprodukt keine tierischen Inhaltsstoffe wie Gelatine oder Milchpulver enthält und das Endprodukt die Kennzeichnung „ohne künstliche Farbstoffe“ oder „nur aus natürlichen Farbstoffen“ trägt, enthalten die meisten Lebensmittelfarben den „natürlichen“ roten Farbstoff E 120 (Echtes Karmin) aus befruchteten und getrockneten weiblichen Schildläusen. Fertige Cakepop-Glasuren von Pati-Versand oder Spiegelglasuren „Mirror Glaze“ von Küchle oder RUF sind allesamt bereits eingefärbt und enthalten unter anderem tierische Inhaltsstoffe wie Vollmilch- und Süßmolkenpulver, rote Lebensmittelfarbe E 120 (Echtes Karmin) sowie Gelatine und sind somit für diese veganen Cakepops gänzlich ungeeignet.
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  9. Azo-freie Lebensmittelfarben

    Lebensmittelfarbe ist nicht gleich Lebensmittelfarbe. Synthetische und sogenannte Azofarbstoffe sind in unseren Lebensmitteln allgegenwärtig (zum Beispiel in Süßigkeiten, Käse, Fleisch, Konserven) und können insbesondere bei Kindern die Aufmerksamkeit und auch die Aktivität stark beeinflussen (ADHS).
    Welche Lebensmittelzusatzstoffe in welchen Mengen und Produkten zugelassen sind, ist in der Europäischen Union (EU) durch die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 » (PDF-Datei, zuletzt geöffnet am 13.10.2018) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe geregelt. Zu den Lebensmittelfarbstoffen, für die bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln nach Artikel 24 dieser Verordnung zusätzliche Angaben gemacht werden müssen, gehören gemäß Anhang V die Farbstoffe E 102 (Tartrazin), E 104 (Chinolingelb), E 110 (Gelborange S), E 122 (Azorubin), E 124 (Cochenillerot A) und E 129 (Allurarot AC).
    Seit dem 20.07.2010 müssen gemäß Verordnung (EU) Nr. 238/2010 » (PDF-Datei, zuletzt geöffnet am 13.10.2018) zur Änderung von Anhang V der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 alle Lebensmittel innerhalb der EU, die die oben genannten umstrittenen Farbstoffe enthalten, den Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ tragen. Einige Lebensmittel wie Stempelaufdrucke und Farbverzierungen auf den Schalen von Eiern sowie Getränke, die mehr als 1,2 % Alkohol (Volumenkonzentration) enthalten, dürfen die Farbstoffe allerdings weiterhin enthalten.
    Azo-freie Lebensmittelfarben hingegen sind zwar deklarationspflichtig, müssen jedoch keine gesonderte Kennzeichnung als Warnhinweis tragen. Die Kennzeichnung „ohne künstliche Farbstoffe“ oder „nur aus natürlichen Farbstoffen“ sagt übrigens nichts darüber aus, ob die Lebensmittelfarbe vegan ist, denn auch E 120 (Echtes Karmin) ist natürlich, wird aber aus trächtigen, getrockneten Schildläusen hergestellt.
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  10. Schmelzschokolade („Candy Melts“)

    Die derzeit sehr angesagte Schmelzschokolade (Schmelzdrops) – sogenannte „Candy Melts“ von Wilton oder „CakeMelts“ von Birkmann, die im Übrigen statt hochwertiger Kakaobutter lediglich pflanzliche Fette wie Palmfett enthalten,– sowie die fertigen Cakepop-Glasuren von Pati-Versand oder Spiegelglasuren „Mirror Glaze“ zum Beispiel von Küchle oder RUF, die allesamt bereits eingefärbt sind, enthalten unter anderem tierische Inhaltsstoffe wie Vollmilch- und Süßmolkenpulver, rote Lebensmittelfarbe E 120 (Echtes Karmin aus Schildläusen) sowie Gelatine und sind somit für diese veganen Cakepops gänzlich ungeeignet. Auch wenn der Arbeitsaufwand höher ist, bleibt bei diesen veganen Cakepops nur der Einsatz von veganer weißer Schokolade, die man erst schmelzen lassen und dann nach Wunsch einfärben muss – mit dem damit verbundenen Temperieren. Das hat allerdings wiederum den Vorteil, dass die Inhaltstoffe hierbei überschaubar bleiben und ihr Einsatz steuerbar ist.
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  11. Vielseitig (vegan) dekorieren

    Bevor der Schokoladenüberzug komplett aushärtet, lassen diese Cakepops sich wunderbar vielseitig mit Streudekor bzw. Backdekor dekorieren. Allerdings sollte bei den Streudekoren, insbesondere die aus den Discountern und Supermärkten, genau hingeschaut werden. Die meisten enthalten nämlich den roten Farbstoff E 120 (Echtes Karmin, aus befruchteten und getrockneten weiblichen Schildläusen) sowie Bienenwachs oder E 904 (Schellack, Ausscheidungen von weiblichen Lackschildläusen) als Überzugsmittel. Mit ausgesuchten veganen Zuckerstreuseln, Dekorherzen oder kleinen, farbigen Zuckerkörnern (sogenannte Nonpareilles) – beispielsweise von Biovegan – sowie mit veganen Schokolinsen, z. B. von Clarana, oder Haselnusskrokant, z. B. Pati-Versand, werden diese Cakepops allerdings gänzlich zu einem echten veganen Highlight.
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  12. Das perfekte Zubehör

    Das Gelingen dieser Cakepops hängt zum großen Teil von dem perfekten Zubehör ab. Cakepop-Stiele, am besten aus Kunststoff und somit abwasch- und wiederverwendbar, gibt es in unterschiedlichen Längen, Durchmessern und Farben; herkömmliche Schaschlik-Holzspieße sind aufgrund ihrer Stabilität eher ungeeignet. Dekorationen lassen sich sowohl mit Faserfarb- und Pinselstiften sowie wie Garnierschrift im fertigen Spritzbeutel oder per Pinsel und Lebensmittelfarbpasten aufbringen; hier entscheidet die persönliche Vorliebe. Spezielle Fondant- und Teigroller mit unterschiedlich dicken Führungsringen schon ab 1 mm ermöglichen in Kombination mit Fondantmatten ein sauberes und gleichmäßiges Ausrollen des Fondants, ohne dabei Puderzucker oder Stärke verwenden zu müssen. Für die Geisterkleidchen für meine veganen Halloween-Geister-Cakepops »aus Fondant sollte die perfekte Ausstechform kreisrund sein und – je nach Größe der Bällchen – einen Durchmesser von mindestens 10 cm, oder wie bei diesen Cakepops, etwa 15 cm aufweisen.
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  13. Aufbewahren und einfrieren

    Fertig dekorierte Cakepops halten sich im Kühlschrank – unverpackt oder in Kunststoffdosen – problemlos 3 Tage. Bitte nicht einfrieren, denn beim Auftauen würde die feine Dekoration der Cakepops unnötig zerstört werden.
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Benötigte Küchenhelfer

1 Küchenwaage
1 große Rührschüssel
1 kleine Rührschüssel
1 Küchenmesser
1 elektr. Handrührgerät mit Rührhaken
1 Messbecher
1 feines Küchensieb, alternativ 1 Mehl- und Puderzuckersieb, z. B. von Tupperware
1 Esslöffel
1 Backblech
1 Lage Backpapier
1 Wasserbad-Schmelzschale (oder Kochtopf)
1 passender Kochtopf für die Schmelzschale
1 langstieliger Löffel
1 digitales Küchenthermometer
25 Cakepop-Stiele
1 langstieliger, spitzgeformter Pinsel (4 mm)

Nährwerte

Portionsgröße: 1Stück | Kalorien: 169kcal | Kohlenhydrate: 21.3g | Eiweiß: 1.3g | Fett: 8.6g | Gesättigte Fette: 3g | Cholesterin: 0mg | Natrium: 56.6mg | Ballaststoffe: 0.3g | Zucker: 13.4g

© voll veggie! Alle Bilder und Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Bitte verwende meine Bilder nicht ohne meine vorherige Genehmigung. Wenn du dieses Rezept ebenfalls veröffentlichen möchtest, schreibe das Rezept bitte mit deinen eigenen Worten um oder verlinke dein Rezept mit diesem Beitrag. Bitte beachte die Richtlinien zu Googles „Duplicate Content“.25 schwarze Cakepop-Stiele
1 langstieliger, spitzgeformter Pinsel (4 mm)

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