Vegane Domino­steine

  • Vegane Dominosteine ohne Schokolade © voll veggie!
  • Vegane Dominosteine selbst gemacht © voll veggie!
  • Vegane Dominosteine halbiert © voll veggie!

Feine Dominosteine

Vegane Dominosteine ohne Schokolade © voll veggie!
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Rezeptart Kuchen & Torten
Level geübt
Kalorien 141 kcal
Vegane Dominosteine ohne Schokolade © voll veggie!
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Menge 88 Stück
Zubereitung 1 Std.
Koch-/Backzeit 20 Min.
Gesamt 4 Std.

Dominosteine gehören zur Advents- und Weihnachtszeit wie Glühwein, Knödel, Plätzchen und Co. Und wer Dominosteine aus dem Supermarkt oder Discounter liebt, der wird diese selbst gemachten Dominosteine erst recht lieben!

Denn mit Schichten aus feinwürzigem Lebkuchen, samtigem Aprikosengelee und feinstem Marzipan – umhüllt von edelherber Zartbitterschokolade – sind sie ein ganz besonders feiner Genuss auf jeder festlichen Kaffeetafel! Und das alles völlig vegan!

Für den Lebkuchenteig habe ich übrigens einen herkömmlichen Rührteig kreiert, den man – später verziert mit Schokoglasur – auch als normalen Blechkuchen servieren kann, denn ich mag die typischen (harten und arg würzigen) Lebkuchen nicht. Und dieser Blechkuchen ist so richtig schön weich und fluffig und pur schon sooo richtig lecker.

Die obere Hälfte des Lebkuchens wird bei diesem Rezept übrigens nicht benötigt. Man muss ihn aber nicht wegwerfen: Am besten in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den abgeschnittenen Randstücken mit etwas Kuvertüre beträufeln – schon hat man kleine, süße Häppchen!

Der Aufwand ist hoch, und es dauert schon ein Weilchen, bis die Dominosteine fertig sind, aber die Mühe lohnt sich! Und die Schritt-für-Schritt-Erklärung samt Bebilderung macht es euch sicher einfacher, sich an diese Dominosteine zu wagen!

Meine für diese Dominosteine verwendeten Produkte sowie einige hilfreiche Tipps findet ihr unter dem Rezept.

Zutaten

Für den Lebkuchen

  • 375 g Weizenmehl, Type 405
  • 300 g Zucker, weiß
  • 30 g Kakao (echter Kakao, schwach entölt)
  • 1 Pckg. (ca. 15 g) Weinsteinbackpulver alternativ normales Backpulver
  • 7,5 g Lebkuchengewürz oder je nach Geschmack und Gewürz
  • 350 ml Pflanzenmilch
  • 125 g vegane Margarine weich
  • 2 Pckg. (je Ø ca. 6 g) Sahnesteif

Für das Fruchtgelee

  • 540 g Fruchtaufstrich (Aprikose) ohne Fruchtstücke
  • 300 ml Wasser
  • 3 TL (7,5 g) Agar-Agar
  • 2 Pckg. (je Ø ca. 6 g) Sahnesteif

Für das Marzipan

  • 500 g Marzipanrohmasse
  • 175 g Puderzucker

Für den Überzug

  • 1 kg vegane Kuvertüre (dunkel)

Optional für den Überzug

  • 50 g Kokosfett

Schritte

Für den Lebkuchen

  1. Den Backofen auf 175° C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein kleines Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Weizenmehl, Zucker, Kakao, Backpulver und Lebkuchengewürz in einer großen Rührschüssel mit einem Rührspatel gut durchmischen.
  3. Pflanzenmilch, Agavendicksaft und Margarine in Flöckchen hinzufügen und mit den Rührhaken eines elektrischen Handrührgerätes zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
    Veganer Lebkuchenteig in einer Schüssel © voll veggie!
  4. Den Teig auf das mit Backapapier ausgelegte Backblech füllen, glatt streichen und das Backblech vorsichtig mehrmals auf einen festen Untergrund aufschlagen, damit sich der Teig besser verteilt und sich nicht so viele Blasen im Kuchen bilden. Dann im vorgeheizten Backofen bei 175° C auf mittlerer Schiene auf einen Backofenrost ca. 20 Min. backen.
    Roher Lebkuchenteig auf dem Backblech © voll veggie!
  5. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist: Mit einem Holzstäbchen in die tiefste Stelle des Kuchens stechen; sollte kein Teig am Stäbchen kleben bleiben, ist der Kuchen gar. Ansonsten einfach noch entsprechend weiterbacken.
    Veganer gebackener Lebkuchen auf dem Backblech © voll veggie!
  6. Ist der Kuchen durchgebacken, die Form aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter stehen und auskühlen lassen.
  7. Für die nachfolgenden Schichten um den Lebkuchenboden einen verstellbaren Backrahmen legen und dabei das Backpapier nach innen ziehen und hochstülpen, sodass die folgenden Schichten nicht am Rand kleben bleiben können. Alternativ den Lebkuchenboden mit mehrmals gefalteter Alufolie hochkant umrahmen.
  8. Nach dem Auskühlen den Lebkuchen samt Backpapier auf ein Backofenblech ziehen, mit dem Schneidedraht waagerecht halbieren und die obere Hälfte abnehmen.
  9. Den Boden gleichmäßig mit Sahnesteif bestreuen, damit er von der Geleeschicht nicht durchweicht.
    Veganer Lebkuchen halbiert © voll veggie!

Für das Fruchtgelee

  1. Das Wasser mit einem Schneebesen vorsichtig unter den Fruchtaufstrich rühren, dabei aber nicht zu schaumig schlagen. Alternativ den Fruchtaufstrich in einem mittelgroßen Kochtopf kurz pürieren.
  2. Agar-Agar mit einem Schneebesen nach und nach einrühren und unter Rühren kurz aufkochen.
  3. Da Agar-Agar erst beim Abkühlen geliert, am besten eine Gelierprobe auf einem kalten Teller machen: Sollte die Masse wie gewünscht innerhalb von 2 bis 3 Min. gelieren, die Aprikosenmasse abkühlen lassen. Sollte sie NICHT die gewünschte Konsistenz erreichen, einfach etwas Agar-Agar mit Wasser anrühren, unter die Aprikosenmasse rühren und nochmals kurz aufkochen. Vorgang bis zur gewünschten Konsistenz wiederholen.
  4. Sobald die Aprikosenmasse etwas dickflüssiger geworden ist, gleichmäßig auf dem Lebkuchenboden verteilen und vollständig erstarren lassen.
    Vegane Dominosteine Geleeschicht © voll veggie!
  5. Nach dem Auskühlen die Geleeschicht gleichmäßig mit Sahnesteif bestreuen, damit die nachfolgende Marzipanschicht nicht allzu sehr durchweicht.

Für das Marzipan

  1. Den Puderzucker auf die Arbeitsfläche sieben. Die Marzipanrohmasse in kleine Stücke brechen und auf dem gesiebten Puderzucker verteilen.
    Marzipan und Puderzucker anwirken © voll veggie!
  2. Mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten, zwischen zwei Lagen aus Frischhaltefolie ca. 0,75 cm dick auf Blechgröße ausrollen, ggf. zurechtschneiden und auf die erstarrte Geleeschicht legen.
    Vegane Dominosteine Marzipanschicht © voll veggie!
  3. Nun die Ränder mit einem großen Küchenmesser abschneiden, damit alle Schichten gleichmäßig abschließen, und aus dem großen Dominostein nun kleine Dominosteine in der Größe von 2,5 x 2,5 cm sorgsam schneiden.
    Vegane Dominosteine geschnitten © voll veggie!

Für den Überzug

  1. Wichtig: Die Dominosteine vor dem Überzug auf ca. 18 bis 20° C herunterkühlen, damit der Kuvertüreüberzug nicht weiß wird und keinen Grauschleier bekommt.
  2. Für einen schönen, glänzenden Überzug muss die Kuvertüre, am besten mithilfe eines digitalen Küchenthermometers, temperiert werden. Ganz wichtig dabei: Die Kuvertüre immer rühren, damit die Kakaobutter in Bewegung bleibt und sich nicht absetzt!
  3. Dafür die Zartbitterküvertüre in kleine Stücke brechen in eine Wasserbad-Schmelzschale geben und im Wasserbad langsam auf max. 40° C erwärmen und unter regelmäßigem Rühren schmelzen lassen, nicht kochen! Ganz wichtig: Es darf kein Wasser oder Wasserdampf in die Kuvertüre gelangen, da die Kuvertüre sonst nicht mehr fest wird!
    Kuvertüre temperieren © voll veggie!
  4. Optional kann auch ca. 50 g Kokosfett zu der Kuvertüre gegeben werden; das macht die Kuvertüre etwas dünnflüssiger und den Überzug im erstarrten Zustand etwas weicher und zarter. Ich finde es aber viel zu schade, der hochwertigen Kuvertüre Kokosfett o. ä. hinzuzufügen.
  5. Nun die Zartbitterschokolade unter regelmäßigem Rühren auf ca. 28° C abkühlen lassen und im Wasserbad wieder auf 30° C erwärmen. Vorsicht, das geht wirklich sehr, sehr schnell! Sollte sich die Kuvertüre über 28° C erwärmen, muss leider von vorn begonnen werden.
  6. Die Kuvertüre ist wohl temperiert, wenn sie auf einem Teller innerhalb von 2 bis 3 Min. langsam erstarrt, zart glänzt und nicht grau wird.
  7. Die Dominosteine einzeln auf einer Gabel in die temperierte Schokolade tauchen, vorsichtig abschütteln, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder auf ein Kuchengitter legen und auskühlen lassen, bis die Schokolade vollständig erstarrt ist. Zum Abkühlen bitte nicht in den Kühlschrank stellen!

Tipps und Hinweise

Verwendete Produkte

  • Weizenmehl „Weizenmehl Extra Type 405" von Diamant
  • Weißer Zucker „Unser Feinster“ von SweetFamily (Nordzucker)
  • Echter Kakao, schwach entölt von Alnatura
  • Bio-Weinsteinbackpuler von Lucullus
  • Lebkuchengewürz von Puda (Penny)
  • Pflanzenmilch „Sojadrink Light“ von Alpro
  • Bio-Agavendicksaft dunkel von enerBIO (Rossmann)
  • Vegane Margarine „Alsan-S“ von Alsan
  • Sahnesteif von Biovegan
  • Aprikosen-Fruchtaufstrich „Samt" von Schwartau
  • Geliermittel Agar-Agar von Arche
  • Marzipanrohmasse von Pati-Versand
  • Biopuderzucker aus Rohrzucker von Alnatura
  • Zartbitterkuvertüre „Callebaut Callets Zartbitter“ von Pati-Versand
  • Optional Kokosfett von Landkost (Walter Rau, macht auch „Deli Reform“-Margarine), Eden oder Palmin

Tipps

  1. Schwach entölter Kakao ist hochwertiger, da er mehr Kakaobutter enthält. Somit ist er auch intensiver im Geschmack. In Milch oder Wasser löst er sich allerdings schlechter auf als stark entölter Kakao.
  2. Lebkuchengewürz ist nicht gleich Lebkuchengewürz. Das Lebkuchengewürz von Puda (Penny) beispielsweise besteht lediglich aus Zimt, Koriander, Sternanis, Piment und Nelken, ist sehr mild und dadurch nicht so scharf im Geschmack, aber trotzdem aromatisch. Das Lebkuchengewürz von Ostmann aus Zimt, Orangenschalen, Koriander, Zitronenschalen, Sternanis, Fenchel, Muskatblüte, Muskatnuss, Nelke und Kardamom hingegen schmeckt intensiver.
  3. Der Agavendicksaft lässt sich auch wunderbar durch Reissirup ersetzen.
  4. Ich verwende ausschließlich die veganen Margarinesorten wie „Alsan-Bio“ (nicht umgeestert und nicht chemisch gehärtet, ohne Aromen und künstliche Farbstoffe) sowie „Alsan-S“ (umgeestert, mit natürlichen Aromen und Emulgatoren aus Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren).
    Der Farbstoff Carotin in der „Alsan-S“ ist übrigens (nach Rückfrage beim Hersteller) natürlicher Herkunft (es wurde demnach nicht synthetisch hergestellt; es wurden auch keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt).
  5. Auch wenn man in der Regel nicht so viel davon verwendet, aber: Das Sahnestandmittel von Biovegan enthält über 30 g weniger Zucker auf 100 g als z. B. das von der Marke „RUF“.
  6. Für das Fruchtgelee eignen sich am besten Fruchtaufstriche ohne Stücke. Der Fruchtaufstrich „Samt“ ohne Stücke von Schwartau eignet sich hierfür besonders gut, denn er ist fein passiert und hat eine ganz samtig-feine Konsistenz. Dadurch lässt er sich auch ohne Pürierstab mit dem Wasser per Schneebesen ganz leicht cremig rühren; garantiert ohne Stückchen. Vorsicht bei den billigen Alternativen: Diese enthalten häufig Isoglukose (Fruktose-Glukose-Sirup) anstatt des teureren Zuckers!
  7. Agar-Agar ist nicht gleich Agartine! Agar-Agar wird zu 100 % aus roten Meeresalgen hergestellt, während Agartine zu einem größeren Teil aus Maltodextrin und Geliermittel Agar-Agar besteht.
  8. Auch bei den Marzipanrohmasse-Sorten gibt es gravierende Unterschiede. Die Marzipanrohmasse von „Rexim“ beispielsweise ist hocharomatisch, jedoch etwas gröber in der Konsistenz. Die hochqualitative Rohmasse von „Pati-Versand“ ist sehr zart, hat eine feine Mandelnote und klebt beim Schneiden in keiner Weise; mein absoluter Favorit! Discounterware – beispielsweise von Penny (Marke „Puda“, baugleich mit der Masse von „Zentis“) – hat zwar eine feine Konsistenz, schmeckt im Vergleich allerdings eher fad und trocken.
  9. Ich verwende ausschließlich die veganen Margarinesorten wie „Alsan-Bio“ (nicht umgeestert und nicht chemisch gehärtet, ohne Aromen und künstliche Farbstoffe) sowie „Alsan-S“ (umgeestert, mit natürlichen Aromen und Emulgatoren aus Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren).
    Der Farbstoff Carotin in der „Alsan-S“ ist übrigens (nach Rückfrage beim Hersteller) natürlicher Herkunft (es wurde demnach nicht synthetisch hergestellt; es wurden auch keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt).
  10. Als Überzug verwende ich gern die vegane Zartbitterkuvertüre „Callebaut Callets Zartbitter“ von Pati-Versand aus nur 4 Zutaten: Kakaomasse, Zucker, Kakaobutter und Sojalecithin als Emulgator. Alternativ empfehle ich „Bio Peru Edel-Kuvertüre dunkel 70%“ bestehend aus Rohrohrzucker, Kakaomasse und Kakaobutter, ebenfalls von Pati-Versand. Diese Kuvertüren schmelzen sehr schnell und haben mit den Supermarkt-Vertretern nichts gemein.

Benötigte Küchenhelfer

1 kleines Backblech mit Innenmaß ca. 30 x 21 cm (z. B. von Ikea) oder jede andere Miniform
1 Lage Backpapier und nach Bedarf
1 Küchenwaage
1 große Rührschüssel
1 Rührspatel
1 Messbecher
1 elektr. Handrührgerät mit Rührhaken
1 Teigschaber
1 Backofenrost
1 Kuchengitter
1 Backofenblech oder andere Unterlage
1 Tortenbodenschneider (Schneidedraht)
1 verstellbarer Backrahmen oder Alufolie
1 großer Kochtopf (z. B. Ø 20 cm mit ca. 4 Ltr.)
1 Schneebesen, alternativ elektr. Pürierstab
1 Teelöffel
1 Schneebesen
2 Lagen Frischhaltefolie
1 Nudelholz
1 großes Küchenmesser
1 Wasserbad-Schmelzschale (oder Kochtopf)
1 passender Kochtopf für die Schmelzschale
1 digitales Küchenthermometer

Einstellungen und Zeiten

Ofeneinstellung: Ober-/Unterhitze
Einschubebene: mittlere Schiene
Backtemperatur: 175° C
Backzeit: ca. 20 Min.

Nährwerte pro Portion (1 Stück)
  • Kalorien: 141 kcal
  • Fett: 7,4 g
  • - davon gesättigte Fettsäuren: 3,6 g
  • Kohlenhydrate: 17,6 g
  • - davon Zucker: 13,4 g
  • Ballaststoffe: 1,7 g
  • Eiweiß: 1,5 g
  • Natrium: 12,4 mg

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